Einmal "Frozen Shoulder" und zurück, bitte!

Quelle: Michaela Buck

Ich habe mich entschlossen, an dieser Stelle meine persönliche Geschichte zu notieren. Vielleicht hilft sie jemand anderem. Und sie geht so:

 

Ich war schon immer sehr beweglich, vielleicht liebe ich deshalb Yoga schon seit Jahrzehnten. Namaste hinter dem Rücken ist eine Kleinigkeit, Dwikonasana ist meine Lieblingsübung. Ich habe sie immer mal eingeschoben, auch wenn keine Zeit oder keine Lust für eine ausgiebige Yogaeinheit war.

 

Die Veränderung beginnt unmerklich

Und dann plötzlich, schleichend, vor vielleicht sechs Monaten oder auch etwas länger, ging diese Übung nicht mehr so gut wie vorher. Die Arme kippten nicht mehr so elastisch in den Schultergelenken nach unten, wie ich das gewohnt war. Mein Umfeld schmunzelte - wer muss schon so beweglich sein? Und dann konnte ich irgendwann die Arme hinter dem Rücken zu Beginn der Übung nicht mehr fassen. Schließlich konnte ich den BH nicht mehr hinter dem Rücken mit beiden Händen schließen. Aber noch spürte ich sonst kaum etwas in der rechten Schulter, nur diese Bewegungseinschränkung. Außerdem einen Schmerz, wenn ich in den rechten Jackenärmel schlüpfen wollte, nachdem der linke schon in der Jacke war. Ja, dieser Schmerz... Je stärker sich die Beweglichkeit einschränkte, umso stärker wurde er in Bewegung.

"Das kann doch nicht so bleiben", dachte ich mir. Ich bin Schwierigkeiten gewöhnt, die Folgen mehrerer Hüftoperationen vor vielen Jahren ließen sich nur mit Schweiss und Tränen beheben. Also begann ich mit Dehnübungen - die Schmerzen wurden schlimmer, mit Kräftigungsübungen - die Schmerzen wurden schlimmer. Anfangs vergingen sie nach ein paar Minuten. Dann blieben sie für den restlichen Tag. Schließlich blieben sie über Nacht.

 

Es liess sich nicht mehr leugnen

Da akzeptierte ich, dass ich ein Problem hatte. Nichts von dem, was ich tat, half. Ganz im Gegenteil. Alles führte dazu, dass es schlimmer wurde. Ich konnte den Arm nicht mehr nach oben strecken, weniger als 90° zur Seite und überhaupt nicht mehr nach hinten. Ich konnte kaum mehr als Rechtshänderin mit der Maus am Computer arbeiten und übte mit links; auch konnte ich nur noch kurze Zeit am Stück an der Tastatur arbeiten. Ich konnte nicht mehr auf der schmerzenden Seite schlafen. Dann konnte ich auch nicht mehr auf der gesunden Seite schlafen. Irgendwann konnte ich nicht mehr auf dem Bauch schlafen, denn selbst der nach unten weggestreckte Arm tat zu sehr weh. Und dann kamen die Nächte, in denen ich auch auf dem Rücken vor Schmerzen nicht mehr durchschlafen konnte. Ich musste den Arm der schmerzenden Schulter polstern und auch das half nur sehr bedingt. Die Folge - ich war ein Nervenbündel, unausgeschlafen und mit Dauerschmerz.

 

Was ich alles versucht habe

Neben meinen Selbsthilfeversuchen war ich bei einer Liebscher & Bracht Therapeutin. Sie hat wirklich alles gegeben an Wissen und war sehr engagiert. Aber es wurde nur schlimmer. Ich war bei einem osteopatisch arbeitenden Orthopäden, der einen Magen-Darm-Infekt aus dem letzten Sommer mit ins Spiel gebracht hat. Seine osteopatische Arbeit hat mir gut getan, aber es wurde nicht besser. Ich habe die Bücher von Louise Hay und Rüdiger Dahlke konsultiert und kleinere emotionale Baustellen aufgeräumt. Aber es wurde nicht besser. Natürlich habe ich Dr. Suchmaschine befragt. Ich stellte mehrere Hypothesen auf, aber keine ließ sich halten. Irgendein Symptom passte immer nicht ins Bild. Ich nahm frei verfügbare Schmerzmittel, die nicht halfen. Ich lies mir eine Cortisonspritze in die Schulter geben, die wenigstens die Schmerzspitze für kurze Zeit nahm. Ich nahm Mizellen-Curcuma, Magnesium, Vitamin D3 mit Vitamin K2, Vitamin B-Komplex. Es wurde nur immer noch schlimmer.

 

Mein Mann fand eine mögliche Diagnose

Natürlich ging mein Schmerz auch an meinem Mann nicht vorbei. Er hat Dr. Suchmaschine bemüht, was das Zeug hielt. Und irgendwann kam er auf eine weitere Hypothese: Frozen Shoulder. Das hatte ich noch nie gehört, auch wenn ca. 2 - 5% der Gesamtbevölkerung davon betroffen sein sollen. Die Symptome passten genau. Aber die möglichen Ursachen kamen für mich nicht in Frage:

  1. eine Verletzung oder Operation der Schulter: nein
  2. Stoffwechselveränderungen wie Diabetes, metabolisches Syndrom: nein
  3. neurologische Ursachen: nein

Was blieb waren diffuse Aussagen wie: es sei eine Stoffwechselstörung im Gewebe der Schulter. Alternativ: man wisse immer noch nicht, woher es käme. Aber Frauen um die 50 wären genau die Zielgruppe. Die Chinesen sprechen sogar von der "50-Jahres- Schulter". Aha. Was für ein Geschenk zum 50. Geburtstag.

 

Wie es mit dieser möglichen Eigendiagnose weiterging

Nachdem nun die Hypothese stand, beschäftigte ich mich mit dem Konsequenzen dieser Erkenntnis. Und das war niederschmetternd. Ich lernte, dass dieses Problem aus drei Phasen besteht: dem Einfrieren, dem Eingeforensein und dem Auftauen. Das ganze könne sich durchaus über zwei Jahre hinziehen. Und das Internet war in Text und Video voll mit Übungen, die helfen sollten. Jeder Versuch, eine solche Übung zu machen, führte zu noch mehr Schmerzen und dem Gefühl, das irgendetwas falsch sei. Mit mir, mit der Übung oder dem, der sie online anpries. Was mir erst langsam klar wurde, war: solange man sich in der Phase des Einfrierens befindet, funktionieren nur Ruhe und Schonung für die Schulter. Zu glauben, dass hier eine Übung sinnvoll sei, ist eine Illusion. Leider habe ich das in keiner Quelle so klar gefunden. Überall wurde mir suggeriert, dass mit den Übungen schon wieder alles gut werden würde.

 

Die Wendung, die alles anders werden ließ

Und dann passierte etwas, was die Veränderung einleitete und zwar innerhalb von Sekunden. Eins der letzten Videos, die ich zu dem Thema noch nicht gesehen hatte, war "Frozen Shoulder - "The True Cause" Dallas, Texas Recovery". Dort ging es um den XI. Hirnnerv, der beim Austritt aus dem Schädel durch falsche Haltung (z.B. durch den Geierhals beim Blick nach schräg unten auf ein Smartphone) gequetscht werde. Da ich mich gerade beruflich ausgiebig mit dem X. Hirnnerv beschäftigt hatte, war mir das Thema nicht fremd. Ich bat meinen Mann, mir im Liegen sehr behutsam den Kopf lang zu ziehen. Außerdem massierte er meine Axis, den zweiten Wirbel, verschob sie sanft nach rechts und links. Und das Unglaubliche geschah: ich spürte ein Kribbeln in der Schulter, es wurde dort wärmer. Im Stehen unmittelbar danach war die Beweglichkeit bereits deutlich besser als noch 5 min vorher. Es war faszinierend. Damit war für mich der Schlüssel gefunden.

 

Der Weg zurück zur Beweglichkeit

Diese für mich kaum zu glaubende Entdeckung war zwar der Wendepunkt, aber nicht die sofortige Heilung. Sie hat den Auftauprozess eingeleitet. Das ist jetzt ca. 6 Wochen her. Seitdem (und nicht vorher!) machen die ganzen Übungen bei Frozen Shoulder Sinn. Sie schmerzen zwar aufgrund der Dehnung, der Schmerz hört aber danach unmittelbar auf. Ich habe mich auch durch Akupunktur unterstützen lassen. Es geht immer ein kleines Stückchen besser. Ich konnte wieder Gegenstände oberhalb des Kopfes erreichen, wieder auf der Seite schlafen. Aktuell kann ich sogar (allerdings nur wenige Minuten) auf dem Bauch mit dem Arm über dem Kopf liegen. Nur den BH bekomme ich noch nicht wieder auf und zu und die Lieblings-Yogaübung geht auch noch nicht vollständig wieder. Aber ich weiß, dass es funktionieren wird. Ich brauche nur noch ein bisschen Geduld. Aber die Aussicht auf zwei Jahre war ich nie bereit zu akzeptieren. Und es hat sich gelohnt, so hartnäckig zu sein.

 

Update 25. April 2021

Ich bin sehr bewegt und auch betrübt zu lesen, wie viele Betroffene es gibt, wie es Euch jeweils geht, an welcher Stelle im Einfrier- oder Auftauprozess Ihr gerade seid und was Euch gut tut. Und dass Ihr Euch hier austauschen könnt. Das hätte ich mir beim Aufschreiben meiner Geschichte überhaupt nicht vorstellen können.

 

In der Zwischenzeit hat mein Mann, der stets auf der Suche nach der noch passenderen Übung und dem noch besseren Gadget gegen Schmerzen in Hals, Nacken und Schultern ist, noch etwas gefunden, was mir auch sehr gut tut: eine Kopf-Hängematte. Sie wird an geeigneter Stelle zuhause befestigt und ich lege entspannt im Liegen meinen Kopf hinein. Indem ich meinen Körper etwas wegbewege, kann ich einen gewissen Zug auf die Haltebänder der Hängematte ausüben und damit auch Zug auf meinen Hals-Nacken-Bereich. Damit entspannt sich alles. Kostet wenig, wirkt gut. Ist einen Versuch wert.

 

Update 5.  Juni 2021

Ich habe zum Thema "Frozen Shoulder" eine Google Gruppe erstellt. Dies als Angebot an Euch, falls Ihr Euch intensiver zu einzelnen Themen austauschen möchtet. Sie ist nicht moderiert und benötigt eine Beitrittsanfrage an mich. Ihr könnt Euch unter https://groups.google.com/g/frozen-shoulder-erfahrungsaustausch anmelden. Ich habe die Sichtbarkeit der Email-Adresse abgeschaltet, nur noch ich kann sie sehen und ich verwende sie natürlich für gar nichts. Noch ist die Gruppe leer - sie lebt von Euren Beiträgen. Natürlich freue ich mich genauso, wenn Ihr die Kommentarfunktion unten weiter nutzt.

 

Update 27.07.2021

Mea Culpa! Ich habe eben erst gesehen, dass es so viele Beitrittsanfragen für die Google-Gruppe gibt. Da ich keine Benachrichtigungs-Emails darüber erhalten habe bin ich davon ausgegangen, dass die Idee wenig Resonanz gefunden hat. Aber nun habe ich alle Anfragen freigegeben und verspreche, regelmäßig reinzuschauen :)

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Kommentare: 244
  • #1

    Vera (Samstag, 29 August 2020 14:34)

    Hallo Michaela, gestern habe ich die Diagnose Frozen Shoulder bekommen (bei MRT Untersuchung), stecke gerade in Phase 1 wo nichts hilft, habe alles ausprobiert genauso wie sie.
    Dankeschön für Ihren Auftrag, Ich hoffe es hilft mir auch und ich werde schneller wieder gesund.
    Wollte wissen ob sie jetzt die dritte Phase hinter sich haben und den Arm wieder normal bewegen können. Lg

  • #2

    Michaela Buck (Donnerstag, 03 September 2020 16:01)

    Liebe Vera,
    Ich bin fast vollständig durch die dritte Phase durch. Ich habe gefühlt 97% meiner Beweglichkeit zurück und nur noch bei sehr ungewöhnlichen Bewegungen Schmerzen.
    Ich wünsche Ihnen gute Besserung und gute Nerven! Erlauben Sie sich Schonung :)

  • #3

    Diana Williams (Montag, 21 September 2020 18:28)

    Liebe Michaela, vielen vielen Dank fuer diesen Erfahrungsbericht zu Deiner frozen shoulder. Ich erkenne mich 100% darin und bin so froh endlich zu wissen, dass ich nicht alleine bin. Ich war top fit, mindestens fuenfmal in der Woche im Gym, high intensity classes waren meine Lieblingsstunden und Schmerzen kannte ich nicht. Dann ploetzlich spuerte ich einen abrupten Schmerz in der rechten Schulter beim heben eines Gewichtes und von da an ging es stetig bergab. Das war vor 1 Jahr vor 2 Monaten began das Einfrieren und ein Arzt bestaetigte mir die Diagnose frozen shoulder. Alle Uebungen verschlimmern meinen Schmerz und auch Akupunktur und Massage verschaffen keine Linderung. Nun bin ich natuerlich ganz heiss darauf die Streckung des Genicks zu machen wie Du es beschrieben hast. Koenntest Du bitte ein bieschen naeher erklaeren wie genau das geht und wie oft habt ihr das gemacht? Ich free mich auf wine Antwort. Lieben Gruss Diana

  • #4

    Michaela Buck (Mittwoch, 23 September 2020 08:58)

    Liebe Diana,

    gerne beschreibe ich ein bisschen genauer, wie wir das machen. Ich muss aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass das nur meine eigenen Erfahrungen sind. Wir sind keine Heilpraktiker, Physiotherapeuten oder Ärzte. Bitte sei äußerst vorsichtig, da die Strukturen oben an Schädel und Nacken sehr fragil sind. Ruckartige Bewegungen dürfen auf keine Fall vorkommen, alles muss fließend und sehr vorsichtig passieren!
    Nun also zum Ablauf: ich liege flach auf dem Rücken, z.B. auf dem Boden, auf dem Bett o.ä. Mein Mann sitzt oder kniet oberhalb meines Kopfes. Er macht aus seinen Händen ein Nest und schiebt es so unter meinen Schädel, dass Mittel-, Ring- und kleiner Finger den Schädelansatz hinten fassen können. Die Zeigefinger greifen vorne herum unter meinen Unterkiefer, die Daumen liegen ungefähr in Höhe der Ohren. Ziel ist es, den Schädel greifen zu können, ohne mir weh zu tun. Dann übt er sehr langsam und sehr vorsichtig Zug aus, nach hinten und ein bisschen nach oben. Die Richtung nach oben aber nur, um etwas von der Unterlage weg zu kommen. Nun kommt für ihn der anstrengende Teil, nämlich den Zug zu halten (also nicht weiter ziehen). Dabei nutzt er seinen Oberkörper und kippt ihn nach hinten, um die Kraft nicht auf Dauer aus den Armen zu holen. Wenn mein Mann dann meinen Kopf unter leichtem Zug ein paar Atemzüge lang hält, entspanne ich mich bewusst und atme in den Bereich im Nacken hinein. Nach einer Handvoll Atemzügen spüren wir beide, wie der Hals sich um gefühlte 5 mm "längt". Danach löst er behutsam den Zug und legt meinen Kopf wieder auf die Unterlage ab. Und ich geniesse :)

  • #5

    Michaela Buck (Mittwoch, 23 September 2020 09:01)

    Nachtrag:
    Obwohl ich Deine Schmerzen sehr gut nachvollziehen kann, liebe Diana, habe ich mir etwas Zeit mit dem Schreiben gelassen. Ich wollte es so gut wie möglich, aber auch so sicher wie möglich beschreiben. Dafür haben wir es bewusst noch einmal ausgeführt und Worte dafür gefunden.

  • #6

    Dorothea Hähnel (Mittwoch, 21 Oktober 2020 12:21)

    Liebe Michaela Buck,
    Dies ist genau das, was ich seit Januar 2020 erlebt habe. Sogar das Auftauen der 1. Schulter, oh ja Frau hat 2 Schultern :-), ist genau so passiert, nach 4 Monaten. Doch, oh Schreck, dies ist erst die halbe Geschichte, jetzt Mitte Oktober befinde ich mich in der schweren Schmerzphase. Mit einem Cocktail von 3 Schmerz-mitteln ( jeweils 1/2 Dosis, wegen der Verträglichkeit) halte ich mich über Wasser.
    Heute probieren wir den Nacken langziehen. Zum Glück hält mein Humor, es ist nicht todbringend. :-)

  • #7

    Sabine Leiske (Samstag, 24 Oktober 2020 16:09)

    Liebe Michaela Buck, hallo Alle,
    seit September 2019 habe ich diese Beschwerden - rechte Schulter -, in 2006 schon einmal links (eine OP aus Unwissenheit brachte nur eine Verschlimmerung). Drei Ärzte habe mir unabhängig voneinander gesagt, eine Chemotherapie aus 2002 sei der Grund. Trotzdem werde ich es einmal mit der Übung probieren. Bin schon fast ein Jahr AU, habe viel Tilidin/Palexia genommen, da ich teilweise zum Schreien in den Keller gegangen bin. Viele Grüße aus Dortmund

  • #8

    Michaela Menn (Mittwoch, 02 Dezember 2020 19:53)

    Hallo! Ich bin auch langsam am verzweifeln!Bei mir wurde im September 20 Schleimbeutelentzündung im Schultergelenk festgestellt!Ich war schon bei 3 Ärzten keiner kann mir helfen! Werde diese Übung ausprobieren!Liebe Grüsse

  • #9

    Cornelia (Donnerstag, 14 Januar 2021 16:04)

    Liebe Michaela, sehr interessant dieses Video, sehr interessant, danke dafür! In welcher Phase steckst du jetzt und machst du diese Übung immer noch? Ich werde das meiner Physiotherapeutin zeigen und auf Erfolg hoffen. Leider habe ich eine gleichzeitige beidseitige Frozen Shoulder und bin seit 2.5 Jahren massiv eingeschränkt in allen Bewegungen, natürlich AU. Von den Schmerzen möchte ich gar nicht reden. Der positive Verlauf von dem man immer liest bei einer Frozen Shoulder dehnt sich mit einer beidseitigen Erkrankung natürlich hinaus weil es unmöglich ist, beide Arme dauerhaft zu schonen. Folglich verzögert sich der Heilungsprozess. Apropos Schlafstellung, Liebscher & Bracht empfiehlt ja auf dem Rücken ohne Kissen zu schlafen, aber ich habe mich in über 2 Jahren nicht daran gewöhnt und vermisse meine Lieblingsschlafstellung jede Nacht, auf der Seite eingekuschelt selig einzuschlafen :) Ich habe selber Kleider entworfen weil das Anziehen eines der schlimmsten Aufgaben ist. Alle Kleider müssen von unten her angezogen werden, dies schafft eine grosse Erleichterung. Einen Frozen Shoulder Rucksack habe ich auch kreiert, der bei einer Doppel Frozen sehr hilfreich ist. Tasche tragen ist ja nicht mehr möglich. Also mein Kopf arbeitet noch und es macht Freude, zu sehen, dass in so einer misslichen Lage noch ewas entstehen kann wo unterstützend ist. Ich lebe alleine und musste mich an meine Einschränkungen zu 100% anpassen um überhaupt alleine einen Haushalt führen zu können. Ich hätte sehr viele Tipps um besser mit der Einschränkung umgehen zu können, falls jemand eine Frage hat stehe ich gerne bereit. Viele Grüsse aus Basel, Cornelia

  • #10

    Michaela Buck (Freitag, 15 Januar 2021 11:51)

    Liebe Cornelia,
    eine doppelte Frozen Shoulder ist ja der Hammer! Ich sende Dir (und allen anderen betroffenen Leser*innen) jede Menge Gute-Besserungs-Wünsche!
    Ich mache die benannte Übung immer noch, sobald ich einen Zug in der Schulter spüre. Das kommt immer dann vor, wenn ich zu viel unbeweglich und ohne Rückentraining gesessen und den Kopf nach vorne geneigt habe. Damit entlastet es sich sofort. Ich schätze, dass ich noch 0,5 - 1% Restwirkung der Frozen Shoulder habe. Die Beweglichkeit ist vollkommen wiederhergestellt, ich spüre nur noch bei manchen Bewegungen oder Haltungen (wie z.B. beim Auf-dem-Bauch-Liegen" mit nach oben gelegten Armen) einen leichten Schmerz.
    Herzliche Grüße!
    Michaela

  • #11

    Andrea (Dienstag, 19 Januar 2021 14:33)

    Hallo,
    ich finde mich in euren Aussagen zu 100 % wieder.
    Ich habe seit Mitte August 2020 eine frozen shoulder.
    Ich bin AU geschrieben, da ich in einer Kita arbeite. Jetzt geht es darum, meinen Job wieder auszuüben. Ich weiß nicht, wie dies geschehen soll. Ich habe auch die Pflicht die Kinder zu schützen. Wie soll ich sie tragen, auffangen, in ihre Bettchen legen?
    Ich bin da gerade sehr unter Druck und mache mir viele Gedanken. Ich mach 2 x die Woche Physiotherapie. Diese hilft mir sehr, dadurch kann ich meine Hand schon wieder mit viel Anstrengung auf meinen Kopf legen. Aber so viele Dinge funktionieren nicht. BH schließen gar nicht machbar.Nach rechts greifen unter großer Anstrengung. Nach hinten gar nicht machbar. Ich schlafe auf dem Rücken mit 3 Kissen. Die meine Schulter und den Arm stützen.
    Die Schmerzen werden weniger, aber schmerzfrei war ich seit August nicht mehr.
    Ich bin oft fassungslos wenn ich meinen Arm sehe und man wirklich kaum etwas damit machen kann.
    Verstanden wird man im Umfeld oft nicht, da man gesund aussieht.
    Die Schmerzen und die Unbeweglichkeit keiner verstehen kann.

  • #12

    Cornelia (Donnerstag, 21 Januar 2021 10:47)

    Hallo Andrea, ich bin auch betroffen und etwas weiter oben findest du meinen Beitrag. Ich bin immer wieder erstaunt, dass die meisten Frauen "BH anziehen" erwähnen. Vergesst den BH! Es gibt einige andere Möglichkeiten die man von unten her anziehen kann. Es macht keinen Sinn sich bei so starken Einschränkungen und Schmerzen sich mit einen BH abzumühen. Ich trage seit 2 Jahren keinen BH mehr weil es einfach nicht machbar ist, und mittlerweile finde ich es ganz schön, befreit zu sein von 40 Jahren BH zu tragen. Die Frozen Shoulder fordert zu akzeptieren, dass man viele Sachen vorübergehnd nicht mehr machen kann. Wenn man das annimmt, erträgt sich alles etwas besser. Natürlich ärgere ich mich auch immer wieder über Dinge die ich nicht tun kann und dann merke ich wie ich sauer werde und meine Laune den Keller hinab geht, aber leider ist das nicht die Lösung. Der Druck die Arbeit wieder aufzunehmen ist sehr belastend und drückt zusätzlich auf die Psyche. Wer schreibt dich gesund frage ich mich? Kannst du denn schlafen? Ich habe massive Schlafstörungen seit langer Zeit und das ist für mich mittlerweile das grösste Problem geworden. Grüsse aus Basel, Cornelia

  • #13

    Andrea (Samstag, 23 Januar 2021 14:30)

    Hallo Cornelia,
    wer mich "gesund" schreiben möchte?
    Mein Hausarzt ist Sportmediziner, ich war beim Schulterspezialisten und im MRT. Ich habe eine schmerzhafte frozen Shoulder, mit der ich nun wieder arbeiten soll. Es ist ja "nur" ein Schulterschmerz, mit dem ich jetzt schon 5 Monate zu Hause bin.
    Alle machen Druck, der Arzt, die Physiotherapeutin, die Krankenkasse.
    Ich glaube, dass die frozen shoulder noch nicht erforscht genug ist. Denn wer selber eine frozen shoulder hat, der weiß von welchen Schmerzen und welcher Unbeweglichkeit ich spreche. Gerade in der Nacht, sind diese eine Qual.
    Es nützt nichts, ich arbeite dran und mache fleißig meine Übungen. Meine Physiotherapeutin leistet da schon sehr gute Arbeit.
    An die Sache mit dem Kopf "ziehen" habe ich mich noch nicht gewagt.
    Ich fand dieses Forum toll, weil ich hier endlich von anderen Betroffenen etwas erfahren konnte und die mich und den Schmerz verstehen!
    Danke
    Man ist so allein damit....

  • #14

    Cornelia (Sonntag, 24 Januar 2021 11:18)

    Hallo Andrea
    "Ich glaube, dass die frozen shoulder noch nicht erforscht genug ist" Genau das glaube ich auch! Die Ärzte drängten auf eine OP die ich aber verweigerte. Ich habe "Das mit dem Kopfziehen" bereits gemacht aber nicht bei der Physio sondern bei meinem Chinesischen Mediziner. Ich habe ihm das Video geschickt und für ihn war es klar, dass dies Sinn macht. Ich habe mittlerweile Folgen von der Unbeweglichkeit und mein linker Arm schlief ein und wachte nicht mehr auf und ich liess auch dies von ihm durch Akupunktur behandeln. Das hat Gott sei Dank sofort gewirkt und wenigstens ist diese Baustelle aufgeräumt. Hast du deiner Physiotherapeutin vom Kopf ziehen berichtet? Ich tat dies und auch sie sagte, dass es für sie Sinn macht. Ich habe mich wie erwähnt für die TCM entschieden weil ich 1. eine Zusatzversicherung habe und die übernimmt 90% von der Behandlung und 2. komme ich bei der Physio mit der Behandlung von der Lockerung der Muskeln zu kurz wenn sie meinen Kopf bearbeiten würde. Ich gehe jetzt abwechslungsweise in die Physio und zur TCM und er kann mir durch Akupunktur auch meine Schlaflosigkeit behandeln und es hilft. Die Nächte sind unerträglich lange durch den Schmerz und dann bricht der Tag ein wo ich manchmal nicht mehr weiss, wie ich alles bewältigen soll mit diesen Schmerzen, aber was bleibt ausser weiterhin durchzuhalten...? Es bleibt nur weiterzumachen. Ich hoffe für dich, dass sich das Blatt noch wendet und du nicht zu früh zur Arbeit gezwungen wirst und dir mehr Zeit für den Heilungsprozess lässt. Es wird überall geschrieben, dass eine Frozen 1 1/2 bis 2 Jahre dauert und es ist mir unverständlich, dass du jetzt arbeiten sollst. Patienten mit Frozen verursachen bei der Krankenkasse sehr wenig kosten da uns als Behandlung nur die Physio bleibt, das sind die Worte von meinem behandelnden Arzt und er kämpft für mich, dass ich immer wieder eine Physio-Verordnung bekomme. Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. Aus Basel, Cornelia

  • #15

    Nicole (Mittwoch, 03 Februar 2021 17:20)

    Liebe Michaela,
    erst einmal vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht, auf den ich, zum Glück, hoffentlich rechtzeitig gestoßen bin.
    Ich finde mich zu 100% darin wieder, auch wenn mein Orthopäde, den ich eigentlich für einen guten halte, meint, es wäre keine Frozen Shoulder, sondern Impingement, Entzündung und leichter Kalk.
    Ich hätte aber mal eine Frage: bei allem, was ich jetzt über Frozen Shoulder gelesen habe steht, dass erst die Schmerzen da wären und dann die Einsteifung. Wenn ich es richtig verstehe, war es bei dir aber eher umgekehrt, oder? Erst die Bewegungseinschränkung und dann der Schmerz?
    Lieben Gruß Nicole

  • #16

    Michaela Buck (Mittwoch, 03 Februar 2021 17:50)

    Liebe Nicole,
    interessant, dass auch Du die Erfahrung gemacht hast, dass der Orthopäde eine andere Meinung vertritt.
    Deine Frage im Hinblick darauf, was zuerst da war, hat mich ins Nachdenken gebracht. Ich kann es gar nicht mehr so genau sagen. Wenn ich nicht diese Yoga-Übung so sehr mögen würde, hätte ich es vermutlich deutlich später gemerkt, dass da etwas nicht gestimmt hat. Bei dieser Überstreckung waren Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bereits im Doppelpack da. Es hat dann aber noch einige Zeit gedauert, bis sich die Beschwerden im Alltag und bei "normalen" Bewegungen gezeigt haben. Jetzt am Ende des Auftauprozesses geht diese Yoga-Übung wieder, es zieht nur noch ein ganz kleines bisschen. Außerdem merke ich, dass ich schlicht eingerostet bin. Immerhin konnte ich sie über ein Jahr nicht mehr machen. Gute Besserung für Dich!!!

  • #17

    Nicole (Mittwoch, 03 Februar 2021 18:42)

    Liebe Michaela,
    danke für deine schnelle und ausführliche Antwort. Das hilft mir ungemein, denn dann hat mein Orthopäde vielleicht doch recht, dass es etwas anderes ist.
    Ich kam quasi von einem Tag auf den anderen nicht mehr normal in meine Jacke und die Sache mit dem BH ging auch nicht mehr. Also quasi direkt eingeschränkt und zwar richtig. Die richtigen Schmerzen kamen erst jetzt, als ich eigenständig mit Dehnübungen und Fasziengedöns versucht habe wieder beweglicher zu werden.
    Deine Aussage hilft mir jetzt sehr meine Diagnose einzugrenzen, dass es sich bei mir dann wohl eher wirklich nicht um eine Frozen Shoulder handelt. Ursache und Auslöser wäre bei mir lt. Arzt wohl auch vermutlich eine falsche plötzliche Bewegung gewesen. Sowas wie Stolpern und Abstützen oder sowas.
    Also nochmal lieben Dank und dir weiterhin alles Gute!
    LG Nicole

  • #18

    Regula (Samstag, 27 Februar 2021 14:01)

    Hallo Ihr Lieben,
    auch ich möchte mich herzlich bedanken für diesen Bericht und all die wertvollen Kommentare.
    Bei mir war es so, dass ich letzten Sommer merkte, dass gewisse Asanas schwer oder gar nicht mehr ausführbar waren, erst dann kam der Schmerz. Später raubte der Schmerz mir den Schlaf, erst dann ging ich zum Arzt. Er meinte, es sei ein Impingement und schickte mich in die Physiotherapie (inkl. Übungen zuhause), wobei ich nach 8 Wochen feststellen musste, dass es nicht besser wurde sondern schlimmer. Erst dann überwies er mich zum Orthopäden, der ein Röntgen machte, um Verkalkung auszuschliessen. Nach ein paar Beweglichkeitstests war dann klar: frozen shoulder.
    Was mich bei diesem Orthopäden sehr freute war seine Frage: "Was entspricht mehr Ihrer Lebensweise: Kortisonspritze ins Schultergelenk oder Akupunktur?" Meine Antwort: "Akupunktur". Und dort bin ich nun in Behandlung und bin begeistert! Zunächst war ich gleichzeitig krankgeschrieben, nach 3 Wochen startete ich stufenweise mit 25%, 50%, 75% und dann 100% arbeiten.
    Die Schmerzen tauchen nur auf, wenn ich zu lange am PC sitze, d.h. die Haltung bei der Arbeit mit der PC-Maus, die ist anstrengend. Egal, ob mit konventioneller PC-Maus oder Trackball. Ich muss mich zwingen, oft Pausen zu machen.
    Die Beweglichkeit ist noch nicht da, das habe ich aber auch nicht erwartet, ich bin nur schon dankbar, dass ich wieder schlafen kann und schmerzfrei bin, wenn ich nicht am PC sitze.

    Ich wünsche uns allen viel Geduld und guten Mut.

    Herzliche Grüsse aus dem Berner Oberland,
    Regula

  • #19

    Eva (Sonntag, 28 Februar 2021 18:55)

    Hallo an alle schmerzgeplagten Damen (Herren konnte ich noch keine entdecken)!
    Auch ich freue mich sehr über die Erfahrungsberichte und möchte Euch dafür danken. Es ist für mich beruhigend, wenn ich lese, wie es anderen PatientInnen mit diesem Thema geht. Dann fühle ich mich nicht so schrecklich alleine damit.
    Ich hatte im Oktober eine Daumensattelgelenks-OP - damit nicht genug hat sich im November Frozen Shoulder Nummer zwei dazu gesellt. Allerdings wesentlich eindrucksvoller als vor zwei Jahren bei der anderen Schulter. Ich schlafe seit November sehr schlecht, habe tagsüber wie auch nachts starke Schmerzen - kein normal gängiges Schmerzmittel schlägt an. Ich bin zwischenzeitig sehr stark eingeschränkt - der Ellenbogen lässt sich nur mehr auf ca. 15 cm vom Oberkörper wegbewegen.
    Einerseits heilt die Hand nach der OP nicht gut - der Arzt meinte, dass auch dieses Gelenk (Handwurzel, Daumen) eine Art von "Frozen" sein könnte - und jetzt auch noch die FS. Das lässt mich schon etwas verzweifeln. Ich bin grundsätzlich ein positiver Mensch und versuche auch jetzt, mich nicht unterkriegen zu lassen - aber manche Tage... heute ist einer davon.
    Eigentlich wollte ich bereits im Sommer wieder auf meinem Rad sitzen!
    Liebe Regula, kannst Du mir vielleicht sagen, seit wann Du Akupunktur machst und wie oft?
    Vielleicht möchte mir auch jemand erzählen, wie stark die Einschränkung ist/war und ob die Schmerzen auch so quälend ziehend im Ober- und Unterarm sind/waren.
    Ich mache mir einfach sehr große Sorgen, dass das nicht wieder wird - zumal wie gesagt auch meine Hand nahezu steif und wenig benutzbar ist. Ich kann mir das alles nicht so richtig erklären. Auch der Handchirurg zeigt sich zu meinem Entsetzen etwas ratlos. Es ist ein sehr renommierter Arzt, auf Handchirurgie spezialisiert. ...das macht mich auch nicht sehr entspannt.
    Ich habe jetzt vorerst die Ergo- und Physiotherapie gestoppt - was beide Damen begrüßt haben, da es wohl jetzt "kontraproduktiv" wäre.
    Es tut mir leid, dass ich hier das Forum nutze und vor mich hin raunze, aber wie gesagt - heute ist kein guter Tag!
    Ich wünsche Euch allen eine baldige Genesung und keine Schmerzen mehr!
    Vielleicht hat jemand noch Tipps oder Tricks für mich - was es ein bisschen erträglicher gemacht hat!?
    Alles Liebe aus Wien
    Eva

  • #20

    Regula (Montag, 01 März 2021 14:50)

    Liebe Eva
    Ich merkte etwas im August 2020 im Yoga, die Schmerzen kamen im September, Physio im November und Dezember, ab Ende Januar Start Akupunktur 2x wöchentlich während 3 Wochen, seither 1x wöchentlich, am kommenden Freitag zum letzten Mal.

    Und hier ein Link zu einem Interview mit einem Arzt: Geduld ist gefragt... Schade finde ich, dass im Netz kaum von Akupunktur im Zusammenhang mit der Schmerzlinderung bei frozen shoulder die Rede ist.
    https://blog.ksb.ch/wissen/frozen-shoulder-behandlung/

    Liebe Grüsse von Regula

  • #21

    Eva (Montag, 01 März 2021 18:53)

    Liebe Regula, vielen Dank für deine Antwort. Ich bin morgen bei meiner TCM-Ärztin und werde sie darauf ansprechen!
    Liebe Grüße
    Eva

  • #22

    Dorothea Hähnel, (Sonntag, 07 März 2021 19:10)

    Liebe Leidensgenossinnen,
    habe oben schon mal geschrieben. Tatsächlich ist meine Schulter Nr.2 nach 5 Monaten wieder aufgetaut, wirklich wie aufgetaut: ich brauche keine Wärmeauflage (Seide ntuch) und kein Rotlicht mehr. Die Tabletten erst reduziert, dann war's rum. Ohne Entzug. Doch Physio oder eigene Übungen gehen immer noch nicht.
    An die Erzieherin (oben) kann ich nur bestätigen, die kleinen Enkel könnte ich nicht heben. Nach weiteren 3 Monaten geht es wieder. Nur der Schulterspezialist in Pforzheim wusste genau, dass Übungen kontraproduktiv sind.
    Schlafen geht nun im 2 h Takt, 3 h Bett, 3 h im Sessel. Ich hoffe mal wieder Ausbau und radeln zu können. Langmut ist gefragt!

  • #23

    Sabine (Samstag, 20 März 2021 12:04)

    Danke für eure Einträge.
    Ich bin seit Juli betroffen. Ich wusste gar nicht was ich habe. Im August wurde durch die Uni Klinik frozen shoulders diagnostiziert. Mit einer Empfehlung zurück zum Hausarzt, mit Cortisontabletten bzw. Therapie zu behandeln. Unterstützend hatte ich noch Schmerztabletten bekommen. Zusätzlich gehe ich zur Physiotherapie 2x die Woche. Und da heim trainiere ich auch täglich mehrmals. Inzwischen fängt meine rechte Seite an , es weist die gleichen Symptome, wie zu Beginn der linken Seite auf und ich hoffe es wird nicht so schlimm.
    Aber immerhin gehe ich wieder arbeiten und es bekommt mir gut.
    Es braucht einen guten Physiotherapeuten der den ganzen Rücken beim Training sieht, so erkennt wo die Schwachstellen am Körper sind, das Training dem entsprechend anpasst. Ich wünsche uns allen , nach Frozen shoulders,ein ganz normales Leben. Gruß

  • #24

    Ellen (Dienstag, 06 April 2021 08:34)

    Was bin ich dankbar, dieses Forum gefunden zu haben! Mir kommen die Tränen beim Lesen, weil es einfach so gut tut zu wissen, dass Ihr wisst, was diese Schmerzen bedeuten.
    Nach einer Arthroskopie der rechten Schulter im letzten Jahr, bin ich nun seit zwei Monaten in der Schmerzphase der linken Schulter. Fühle mich so erschöpft und übermüdet. Je mehr ich über diese Krankheit lese, umso wütender werde ich, wenn ich an meine erste "Behandlung" denke. Sinnlose Untersuchungen, Physiotherapie zum falschen Zeitpunkt, die die Schmerzen verschlimmert hat, Unverständnis, denn "man sieht ja nichts". Nun mache ich mich zu einem andern Arzt auf, aber immer mit der Befürchtung, wieder dieselbe Odyssee mitzumachen. Niemand scheint wirklich zu wissen, in welcher Phase welche Therapie die richtige ist, und ob eine Arthroskopie die Lösung des Problems ist oder nicht.
    Danke für Eure Berichte. Sie sind das erste Wohltuende seit langem...

  • #25

    Hanna Janjanin (Mittwoch, 07 April 2021 11:23)

    Hallo auch ich leide an frouzen shoulder kann mir jemand sagen wie oft bekommt man Physiotherapie verschreiben ??? Ich habe die Befürchtung das es jetzt nach dem dritten Rezept vorbei ist.

  • #26

    Ellen (Mittwoch, 07 April 2021 12:55)

    Ich hatte zwei Rezepte vor (war eine schlechte Idee, weil in der Schmerzphase) und zwei nach der Arthroskopie. Außerdem eine Motorschiene (so ein Stuhl mit beweglichem Arm) vor und nach der OP für jew. 4 Wochen - hat auch nur nach der OP etwas genutzt.
    I.d.R. sind die Ärzte leider oft unwillig, mehr als zweimal Physio zu verschreiben, da muss man dann auch mal hartnäckig darauf bestehen...

  • #27

    Maik (Donnerstag, 08 April 2021 18:19)

    Hallo, ich leide auch an Frouzen Shoulder. Bei mir begann es vor 11 Monaten. Ich habe mein Arm/Schulter stark belastet und bekam starke Schmerzen, auch am Rücken, welche bis heute anhalten. Komischerweiße kamen erst die Schmerzen und dann nach ca. 5-6 Monaten wurde die Schulter steif. Ich vermute, weil ich mein Arm wegen der Schmerzen weniger bewegt habe. (Keine Ahnung..)
    Außerdem wurde jetzt im MRT gleich zwei Schleinbeutelentzündungen + Sehnenentzündung festgestellt, aber KEINE Verkalkungen. Das alles war im Akutstadium vor 10Monaten im MRT noch nicht sichtbar.
    Nun ja.. nachdem Tabletten + Physio nichts halfen, bekam ich jetzt eine Cortisonspritze. Nun sind die Schmerzen etwas erträglicher..
    Meine Physiotherapeutin meinte ich solle es doch mal mit eine Blutegeltherapie probieren. Das soll wohl bei Entzündungen sehr gut helfen. Hat hier Irgendwer das schonmal ausprobiert? Außerdem wüßte ich gerne, ob Akupunktur generell bei einer Frouzen Shoulder hilfreich ist, oder nur, wenn Verkalkungen die Ursache ist? Wer macht denn Akupunktur? Arzt oder Heilpraktiker?

    Gruß Maik

  • #28

    Regula (Samstag, 10 April 2021 15:06)

    Hallo Maik
    Ich machte Akupunktur bei einem Chinesen und bei mir gibt es keine Verkalkungen, dies wurde mit Röntgen bestätigt, ich habe zwar auch ein Impingement (also eine Verengung). Ohne Akupunktur hätte ich nicht wieder arbeiten können. Die Beweglichkeit wurde nicht besser, das hatte ich auch nicht erwartet, da ich noch nicht in der thawing-Phase bin.

    Liebe Grüsse,
    Regula

  • #29

    Petra (Sonntag, 11 April 2021 02:37)

    Ein liebes Hallo an alle!
    Mir geht es seit Mai 2020 wie euch:
    Langsam stärker werdender Stechschmerz in der linken Schulter, anhaltend bis Dezember 2020, durchgehend 24/7 und fast nicht mehr auszuhalten. Sämtliche Begleiterscheinungen wurden hier schon ausführlich erwähnt - ich habe auch alle. Davor sehr sportlich und gelenkig. Einen Unfall hatte ich nicht.
    Am Anfang Röntgenbild und Ultraschall der Schulter, mittlerweile auch MRT der HWS.
    Seit Januar 2021 ist der Ruheschmerz weg und es tut "nur noch" in der Bewegung und bei Belastung weh. Die Beweglichkeit ist weiterhin eingeschränkt bzw. verschlechtert sich bis heute noch mehr.
    Anwendungen hatte ich folgende:
    Ab Juli 2020 bis heute 2-3x wöchentlich Physiotherapie und Übungen für zu Hause, zudem 10x Akupunktur, 2x Cotisonspritzen, mehrwöchige IBU-Kuren, Funktionstraining im Wasser, 5x selbst bezahlte Dorn-Breuss-Behandlungen beim Ostheopaten sowie 15x Massage und Mobilisation. Seit September 2020 durchgängig AU. Im Mai 2021 geht es in Reha.
    Meine Orthopädin rät von einer OP absolut ab! Es gäbe viele Fälle, bei denen es nach der OP schlechter wurde als davor. Bisher hieß es aber auch immer von meiner Physiotherapeutin und dem Masseur, dass man in den Schmerz trainieren müsste, damit es nicht noch schlimmer wird.
    Letztendlich hat aber nichts wirklich geholfen. Im Gegenteil. Wie gesagt, es wurde nur noch schlimmer!
    Es war auch immer mein Wunsch und meine Intuition etwas gegen die Krankheit tun zu wollen. Es konnte ja so nicht bleiben und bisherige Erfahrungen mit Arthrose und Fibromyalgie habe ja auch gezeigt, dass man mit Bewegung und Training weiter kommt. Leider traf das in diesem Fall nicht zu und ich habe mich intensiver mit dem Thema beschäftigt. Hätte ich mal früher machen sollen, denn:
    Ich habe nun mehrere Berichte gelesen, Ärzte befragt und mit Betroffenen gesprochen Das Fazit lautet, dass die Beschwerden von alleine wieder weggehen und es eher kontraproduktiv ist, wenn man in den Schmerz trainiert. Man soll Geduld haben und sich und der Schulter eher Ruhe gönnen- zumindest in den ersten beiden Phasen. In Japan wird die frozen shoulder wohl gar nicht behandelt.
    Es hängt oft auch mit der Menopause zusammen und sei eine Stoffwechselstörung, wie z.B. eine Schilddrüsenfehlfunktion, was aber noch nicht genau belegt ist. Bei mir würde es aber passen.
    Im Schnitt dauert der ganze Prozess ca. 1,5 Jahre - Ausnahmen bestätigen die Regel!
    Druck machen, von wem auch immer, hilft da gar nichts. Schon gar nicht vom Orthopäden! Dann muss man unbedingt den Arzt wechseln. Man ist ja schon genug angeschlagen und muss schauen, dass man trotz allem weiterhin positiv bleibt!
    Ich hatte bisher zudem immer das Gefühl, ich müsste meine Daseinsberechtigung beweisen und hab das Haus, den Garten, die Küche und die Kids weiterhin bewältigt, egal wie es mir ging. Ich war ja schließlich krankgeschrieben, da hatte ich ja neben den ganzen Therapien, weiteren Untersuchungen, Schmerzen, durchwachten Nächten und Arztbesuchen jede Menge Zeit. Ha ha ha! Aber so ticke ich!
    Jetzt habe ich mich entschieden, den ganze Zirkus bis zur Reha zu lassen. Ich gehe nur noch zur Physio, lasse mich dort aber nicht mehr in den Schmerz bewegen. Ich akzeptiere, dass meine Schulter Zeit braucht und mache mich nicht mehr verrückt. Ich berichte dann gerne, wie es mir damit ergangen ist.
    Vielleicht konnte ich jemandem mit meinen Erfahrungen helfen.
    Ich Grüße euch herzlich und haltet durch - es geht laut den Betroffenen vorüber!

  • #30

    Sabine (Sonntag, 11 April 2021 13:07)

    Hallo ihr Lieben,
    das mit der Physiotherapie stimmt, es gibt nur eine bestimmte Rezeptanzahl, ab 2021 Januar gibt es eine neue Verordnung, wenn die vom Patienten aufgebraucht sind bekommt man kein Rezept mehr, obwohl nach meinen dafür halten , weitere Rezepte gebraucht werden. Ich habe mir noch ein weiteres, man könnte schon sagen fast erbettelt. Mir hat in der Entzündungsphase die Medikation mit Cortison, allerdings nach einem bestimmten Plan geholfen , plus Schmerztabletten zur Nacht. Mit den Schmerztabletten war ich sparsam, die gehen auf den Magen.
    Da Heim hatte ich parallel schon mit leichten Übungen angefangen, z.Bsp. an die Wand fassen und vorsichtig versuchen mit Hilfe der Finger aufwärts zu krabbeln, den gesunden Arm wenn möglich zu Hilfe nehmen. Nach der Cortison Medikation hatte ich mit der Physiotherapie begonnen, langsam hat er die Übungen gesteigert, aber immer nur bis zum Schmerz ran, auf keinen Fall darüber. Da Heim habe ich alle Übungen wie erlernt weiter geführt. Mehrmals täglich, irgendwann stellt sich der Erfolg ein. Die Übungen haben sich entsprechend erweitert, sind anspruchsvoller geworden. Man macht immer so viel wie man kann, auf keinen fall mehr.
    Mein Schmerz, bzw. die Entzündung ist aus der Schulter raus, aber der Schmerz in dem Arm, Genick und oberer Rücken, immer noch sehr präsent, ich habe den Tipp bekommen es mit Moorpackungen zu versuchen, den erwärme ich wie beschrieben, lege das Teil in ein Kissenbezug und dann auf die Stellen den Arm , den Nacken. Das habe ich 4 mal angewendet und tatsächlich schlägt es an, die Verhärtung im Genick , dieser taube Kribbelschmerz aus dem Arm verschwindet . Die Wärme geht tief unter die Haut, es ist viel besser geworden.
    Viele Tipps habe ich mir aus dem Internet geholt, die Übungen kann man natürlich nicht so wie dargestellt, aber ich habe immer so wie der Schmerz es zuließ ,
    einiges trainiert.
    Meine Ernährung habe ich auch etwas umgestellt, da habe ich mir Anregungen aus dem Internet geholt, auf einige Lebensmittel verzichte ich jetzt lieber.
    Es geht wirklich vorüber, aber was behält man an Beweglichkeit ohne Training.
    Vielen Dank für dieses Forum, das hilft mir sehr.

  • #31

    Sabine (Sonntag, 11 April 2021 13:16)

    ps. In Frankfurt am Main gibt es eine Klinik für chinesische Medizin, da wird die kommerzielle mit der chinesischen Medizin in Einklang gebracht. Unter anderem auch Akupunktur angeboten. Eventuell hilft das ja.
    LG

  • #32

    Petra (Sonntag, 11 April 2021 19:32)

    Halli-hallo!
    Die Rezept-Frage für KG verwundert mich ein wenig. Ich musste seit Juli 2020 noch nie um eine Verordnung "betteln". Anstandslos erhalte ich nach Beendigung des einen Rezepts, ein weiteres ausgestellt. Seit 2021 gibt es sogar 24 Anwendungen auf einem verordnet.
    Und wie bereits geschrieben hatte ich Ende letzten Jahres 10x Akupunktur, was mir auch nicht geholfen hat. Aber trotzdem Danke für den Tipp!
    Ach ja und alle Betroffenen sagen, dass sie rückstandslos gesunden. Sie können den Arm wie zuvor bewegen ohne jegliche Einschränkungen.
    Liebe Grüße Petra

  • #33

    Claudia (Montag, 12 April 2021 18:12)

    Hallo an alle Betroffenen, habe seit Mitte Januar die Einsteifung der Schulter, vorher auch schon länger einschiessende Schmerzen im Oberarm. Ich weiß aber nicht genau seit wann. Mich quält der Arm mehr als die Schulter selber. Es tut weh bis in die Finger. In der Ellenbeuge ist er auch irgendwie geschwollen. Habe das Gefühl, er ist total verdreht. Hatte bisher eine Spritze mit Cortison, habe aber nicht wirklich eine Besserung gespürt. Blutegel habe ich mir einmal ansetzen lassen, danach war auch keine Besserung da. Wenn man nur wüsste, wann die Schmerzen nachlassen... Werde den Kopfstrecker mal mit meiner Therapeutin besprechen. LG

  • #34

    Sabine (Dienstag, 13 April 2021 14:24)

    Hallo Claudia,
    Ich war wie genau beschrieben von Frau Bruck, betroffen zusätzlich noch den kompletten Arm bis in die Fingerspitzen . Ende Juli hatte es angefangen, genau am 22.09.20 hatte meine Medikation mit Prednisolontabletten begonnen. In mehreren Schritten von hoch dosiert bis auf minimal runterdosiert. Es gibt dazu einen bewährten Plan vom Arzt.
    Dazu Schmerzmittel. Das hatte mir sehr geholfen, so konnte ich wenigstens ein paar Stunden Ruhe finden. Die Entzündung ist abgeheilt, Physiotherapie immer in Begleitung .
    Dann wie beschrieben in der Physiotherapie das ziehen des Kopfes ganz vorsichtig , ich habe die gleiche Erfahrung gemacht , unmittelbar nach ein paar Luftzügen machte sich bei mir ein kribbeln bemerkbar. Es geht inzwischen Berg auf. Den Arm behandele ich mit Moorpackungen, das hat mir sehr geholfen. Die Sehnen erholen sich .
    Mein Arm nimmt inzwischen wieder Form an und gehört zu mir, das trainieren reicht jetzt morgens und abends für eine halbe Stunde jeweils.
    Ich habe nur meine Erfahrung beschrieben und bin sehr dankbar, daß es diese Seite gibt.
    Gute Besserung an alle.

  • #35

    Birgit (Donnerstag, 15 April 2021 13:32)

    Hallo, liebe Leidgeplagte!

    Bei mir fing es im Dezember 2020 an, ich konnte meinen Arm nicht mehr auf den Tisch legen, hatte mörderische Schmerzen. Ich nahm 4 Wochen Prednisolon. Anfang Januar war es etwas besser. Ich schöpfte Hoffnung, doch schon Mitte Januar wurde der Bewegungsradius immer kleiner und die Schmerzen schlimmer. Da ich 1,5cm Kalk in der Schulter und einen entzündeten Schleimbeutel hatte, ließ ich mich Anfang Februar operieren. Seitdem bin ich durch die Hölle gegangen. Ich habe Diclofenac genommen, Novalminsulfon, 4 Wochen Cortison, Naproxen und Etoricoxib probiert, nichts hat geholfen. Ich mache Physio, habe Tens und Magnetfeld probiert. Ich bin nicht mehr in der Lage einzukaufen, meinen Haushalt zu versorgen, nicht mal die Körperpflege funktioniert ohne Hilfe. Inzwischen bin ich im 5. Monat mit einer schlimmen Bewegungseinschränkung und gerade nachts mit höllischen Schmerzen zu kämpfen und schon manchmal daran gedacht in der geschlossenen Garage mein Auto zu starten. Ich bin inzwischen ganz unten angekommen psychisch und physisch. Ich habe die Beiträge gelesen und werde Osteopathie probieren. Ich wünsche allen Geplagten eine gute Genesung.

  • #36

    Susi (Samstag, 17 April 2021 14:09)

    Liebe Birgit, nicht verzagen!
    Bei mir war es vor 2 Jahren auch sehr schlimm mit den Schmerzen. Erst als ich alle Schmerztabletten weggelassen habe und die Ernährung auf mehr basisch umgestellt hatte wurde es besser. Nun nach 2,5 Jahren ist bei mir der andere Arm dran. Diesmal ohne Tabletten und mit gesunder Ernährung. Es ist besser auszuhalten - habe mehr Bewegungsfreiheit und weniger Krämpfe als beim 1. Mal. Und so gehe ich noch arbeiten. Am PC....ist aber natürlich kontraproduktiv.
    Liebe Grüße und danke für die Tips. Vieles davon hatte ich auch probiert. Manches hilft wenigstens ab und an.

  • #37

    Sabine (Samstag, 17 April 2021 20:11)

    Hallo Birgit,
    Ich hatte am Anfang auch kaum Hoffnung, die Nächte sind zu lang und die Schmerzen unerträglich.
    Aber du brauchst unglaublich viel Ruhe und Geduld. Aber es wird besser. Ich fühle mit dir und wünsche das du die schmerzhafte Zeit gut überstehst. Gruß

  • #38

    Conny (Sonntag, 18 April 2021 15:12)

    Hallo an alle ,
    Ich bin jetzt durch Zufall auf dieses Forum aufmerksam geworden. Ich freue mich, dass es eine Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs gibt, denn ich fühle mich mit der Diagnose frozen Shoulter sehr allein gelassen. Bei mir begannen die Schmerzen in 09/20 in der linken Schulter nachdem ich mein Gartenhaus gestrichen hatte(ich bin Linkshänder) Ich dachte an eine Überlastung, doch es wurde nicht besser. Im Oktober/20 ging ich deshalb zum Orthopäden, Röntgen und MRT zeigten eine Schleimbeutelentzündung, ich bekam eine Cortisonspritze, die Schmerzen wurden etwas weniger doch im Dezember war es wieder kaum auszuhalten, also nochmals Cortison. Im Januar/ 21 waren die Schmerzen wieder unerträglich, an Schlaf war kaum zu denken. Ich fühlte mich total müde, ausgelaugt und kraftlos und ging deshalb wieder zum Orthopäden. Seit dem bin ich AU, ich habe dann Schallwellentherapie, Akupunktur und Physiotherapie gemacht, eins nach dem anderen. Die Schmerzen waren unerträglich. Im Februar habe ich gefastet ( Saftfasten) , meine Ernährung auf überwiegend basisch umgestellt und Bürstenmassage gemacht, mein Arm hat sich trotzdem eingesteift. Manche Tage bin ich sehr traurig, dass ich selbst nichts zum rascheren Heilungsprozess tun kann als Geduld zu haben. Ich versuche mich von den Schmerzen und Einschränkungen abzulenken und gehe viel wandern oder lese.
    Liebe Grüße und danke für die Tipps

  • #39

    Birgit (Dienstag, 04 Mai 2021 14:42)

    Hallo, liebe Susi und Sabine,
    vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ich bin heute mal wieder rein, in dieses Forum und habe mich sehr gefreut. Es hat sich bis heute (ich bin im 6. Monate mit der Frozen Sh..) nichts geändert. Es ist nachts immer noch die Hölle und mein Physiotherapeut bemüht sich redlich, erreicht aber außer einer Schmerzzunahme gar nichts. Ab Ende nächster Woche versuche ich ein Reizbestrahlung, ein Vorgespräch mit Untersuchung hatte ich schon. Ich könnte nicht arbeiten gehen, es klappt kaum mit dem Auto fahren. Abgesehen davon, bin ich wirklich fertig durch die Schmerzen und den fehlenden Schlaf. Liebe Grüße Birgit

  • #40

    Claudia (Dienstag, 04 Mai 2021 18:52)

    Hallo an alle, hallo Birgit,
    Birgit steift die Schulter seit 6 Monaten ein oder waren am Anfang nur Schmerzen?
    Meine Einsteifung seit Januar macht mir das Auto fahren auch fast unmöglich, fahre nur noch Kurzstrecke. Heute hatte ich eine osteopatische Behandlung, aber das war fast eine manuelle Therapie, merke schon, dass es doller weh tut. Die Muskeln im Arm sind total verhärtet und machen die stärksten Schmerzen zur Zeit. Ich habe ein Tens Gerät, welches ich zweimal am Tag auf die Muskeln setzte, hilft vielleicht etwas. Was ist das denn für eine Reizbestrahlung? Ich fühle mit dir, ich glaube man kann uns nur verstehen, wenn man selber betroffen ist oder war. LG

  • #41

    Mona (Donnerstag, 06 Mai 2021 11:00)

    Hallo an alle Frozies,
    es tut wirklich so unglaublich gut zu lesen dass es euch ganz genauso geht.
    Bei einigen Beiträgen dachte ich beim lesen "genau wie bei mir"...
    Ich habe im Oktober im linken Arm die Grippeimpfung bekommen. Zeitgleich wurde der
    ganze Arm schwer und tat einfach weh. Anfangs dachte ich, das gibt sich wieder. Aber
    es wurde immer schlimmer, einhergehend die Bewegungseinschränkung beim Anziehen etc. . Ende des Jahres steigerte sich der Schmerz, besonders zu schaffen macht mir auch der Ruheschmerz. Im Januar dann die Diagnose Frozen Shoulder, MRT, 6 Wochen AU.
    Ich habe viele Opiate ausprobiert,die mir schwer auf den Kreislauf schlugen. Jetzt bin ich seit 4 Wochen bei Oxycodon Naloxon. Tagsüber kann ich es aushalten aber die Nächte sind immer noch der Horror. Ich habe mich entschieden wieder in die Arbeit zu gehn, da es mir allein zuhause auf die Psyche schlägt ( bin Single). Ich kämpfe mich irgendwie durch den Haushalt - musste erstmal lernen, mit der anderen Hand zu wischen/schneiden... Starke Verspannungen im Nacken machen mir zusätzlich zu schaffen.
    Ich habe seit mehreren Wochen Herzrasen, Schwindel, Übelkeit - wahrscheinlich Nebenwirkungen. Manchmal weiß ich nicht, wie ich aus dieser dauerschleife wieder rauskommen kann? Nun habe ich endlich eine Reha bewilligt bekommen, allerdings für die Wirbelsäule. Soll ich sie antreten, obwohl ich fast alle Anwendungen wegen der unbeweglichen Schulter nicht wahrnehmen kann? Es ist ein Dilemma...
    Geduld ist angesagt, das wissen wir - nur ist der Geduldsfaden porös.
    Danke dass ihr mein Kummerkasten seid. Haltet durch!
    Liebe Grüße, Mona

  • #42

    Sabine (Samstag, 08 Mai 2021 13:57)

    Liebe Mona,
    die Reha ist bestimmt hilfreich, so können sich die betroffen Gliedmaßen und das Schultergelenk erholen, du brauchst dich nur auf die Physiotherapie konzentrieren.
    Tatsächlich hatte sich bei mir wie von Frau Buck beschrieben, den Kopf strecken , ab da mein Zustand merklich gebessert, mein Physiotherapeut hat es bei mir angewendet ,auch der Tipp mit der Bürstenmassage war super , es fördert die Durchblutung und regt den Kreislauf an. Das gute alte Moor hat durch seine Tiefenwärme für die Sehnen und Muskeln einen Vorteil, entgiftet gleichzeitig den Körper.
    Auch habe ich gelernt, sich nicht in die Schulter das Cortison spritzen zu lassen, Cortison greift die Sehnen an und macht nach seiner nachlassenden Wirkung alles nur schlimmer.
    Inzwischen bin ich der Meinung das die Krankheit im Verlauf sehr schleichend, fast am Anfang unmerklich den Körper einnimmt und keine Stelle des Körpers auslässt. Es ziepert im Knie , in der Hüfte , im Rücken dann das Genick und die Arme und zum Schluß in der Schulter , das so heftig einhergeht, da geht der andere Schmerz des Körpers unter.
    Ich kann wirklich nur Danke sagen das es diese Seite mit den Tipps gibt, es hat mir sehr geholfen.
    Liebe Grüße an alle

  • #43

    Birgit (Freitag, 14 Mai 2021 11:59)

    Hallo Claudia,
    die Reizbestrahlung ist eine Röntgenreizbestrahlung und ich habe heute erst die erste Behandlung. Bis jetzt hatte ich Akkupunktur (6) und Physio (20) , es hat nichts geholfen, die Physio hat es ganz oft noch wesentlich verschlimmert. Bei mir kam die Bewegungseinschränkung nach einer Schleimbeutelentzündung und Kalk praktisch über Nacht und damit gleichzeitig kamen auch die Schmerzen. Nach 1,5 Monaten ließ ich den Schleimbeutel und den Kalk entfernen und eine Sehne wurde genäht. Danach fing der Horror erst richtig an und das zeitgleich. Außenrotation 0, Hand auf den Kopf, Hand in den Nacken, Hand aufs Gesäß, nichts ist möglich. Gleichzeitig teilweise extreme Schmerzen, durchgängig, nachts ganz furchtbar. Das alles ist links und rechts eine chronische Schleimbeutelentzündung, dazu massive HWS Probleme. da hängen 2 verknöcherte Vorfälle. Das alles geht nun seit Dezember, Op war im Februar. Also bei mir nicht Schmerzen und dann Einfrieren, sondern alles zeitgleich und beständig. Ich hoffe auf die Reizbestrahlung, es sind erst mal 6 Stück und dann 2 Monate Pause, dann kann man noch einmal 6 Stück bekommen, wenn nichts geholfen hat. Noch etwas zum Schluss, das Ziehen an der HWS hat bei mir leider gar nichts gebracht.

    Liebe Grüße an alle aus diesem Forum Birgit

  • #44

    Sascha (Sonntag, 16 Mai 2021 00:53)

    Danke für deine ausführliche Beschreibung deiner Geschichte.
    Ich selber suche auch gerade nach Lösungen für meiner Problematik.
    War es bei dir auch so das der Arm teilweise leicht verkrampft? Bei mir war das immer Abends der Fall wenn ich zur Ruhe komme. Meine Schulter schmerzt seid 2 Monaten und ich hatte schon mal Probleme mit einer Kalk Schulter. Mich interessiert vor allem ob du Veränderungen im Arm festgestellt hast oder nur in der Schulter.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • #45

    Eva (Sonntag, 16 Mai 2021 15:44)

    Hallo, bei mir fing es so an, dass ich ab Herbst 2019 nicht mehr meine meine richtige Schlafposition auf der linken Seite fand. Dann kam etwas später ein kaum wahrnehmbares Ziehen im Oberarm dazu. Anfang 2020 hatte ich immer häufiger einen aus heiterem Himmel plötzlich einschießenden Schmerz und erst als ich im März 20 eine Bewegungseinschränkung feststellte, holte ich Rat bei einem Physiotherapeuten in meiner Verwandtschaft. "Mit viel, viel Geduld werde alles wieder gut", ohne mir eine Diagnose zu stellen. Da die Bewegungseinschränkung nun sehr schnell zu nahm, ging ich endlich zum Arzt. Erst durch eine Spritze kamen nun die Schmerzen dazu. MRT Befund brachte keine Erkenntnis, dann sprach der Arzt mal die Möglichkeit einer Frozen Shoulder an. Noch nie davon gehört. Zuhause googelte ich mal und erkannte mich in den Beschreibungen wieder. Die Schmerzen besonders nachts wurden fast unerträglich, ich kündigte meine geringfügige Arbeit, da ich die Kraft und Energie für die Familie benötigte. Im Mai 20 begann ich mit sanfter Physio und vor drei Wochen habe ich die letzte erhalten. Ich war mit der einfühlsamen Physiotherapie sehr zufrieden und kann wieder alles machen. Zwar nehme ich noch eine minimale Einschränkung wahr, aber ich bin zuversichtlich, dass sich diese auch noch behebt.
    Den Tipp meines verwandten Physiotherapeuten, viel Geduld zu haben oder Geduld zu üben, kann ich jedem ans Herz legen. Es war durchaus keine einfache Zeit, mit sehr vielen Einschränkungen, Schmerzen, etc.
    Aber mit etwas Geduld und Gelassenheit lernte ich auch, einmal nur auf mich zu schauen, etwas kürzer zu treten und Dinge auch einfach mal liegen zu lassen.
    Lasst euch nicht entmutigen, liebe Grüße, Eva

  • #46

    Dennis (Montag, 17 Mai 2021 04:27)

    Hallo zusammen,
    schön, dass es einen netten Austausch zu diesem Thema gibt. Kurz zu mir: Ich bin Mitte 20 und hatte nach einer OP in der Schulter das Glück, dass ich jetzt eine Frozen Shoulder mir eingehandelt habe. (Anfang Februar 21 begonnen nach OP, Mai 21 diagnostiziert). Jetzt ab Mai 21 fange ich mit der Cortison-Stufen-Therapie an, die mir mein Arzt neulich verschrieben hatte. Da ich nach meiner Schulter OP bereits physio verschrieben bekommen habe und zu dem Zeitpunkt auch dachte in den Schmerz hineintrainieren zu müssen, hatte ich teilweise auch besonders starke Schmerzen nach den Stunden und Besserung war nicht in Sicht. Ich werde weiterhin Physiotherapie in Anspruch nehmen, ohne dabei in den Schmerz zu trainieren und auch meine Ernährung umstellen. Bewegungseinschränkungen sind stark, kann meine Schulter nicht anheben, ohne dass das Gelenk mitschwingt. Da ich auch viel und gerne Sport mache ist die Diagnose natürlich totaler Mist. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten :)

    Kann denn jemand der Genesenen einen ungefähren Zeithorizont angeben, wann Phase I (Schmerzphase), Phase II (Einfrieren) und Phase III (Auftauen) beendet waren?

    Ich bin aktuell glaub ich noch in I und II, versuche jetzt aber durch Umstellung bei Physio&Ernärung Phase I abzuschließen. Hoffe darauf, in ca 4-6 Monaten wieder Sport machen zu können.

  • #47

    Eva (Montag, 17 Mai 2021 10:15)

    Hallo zusammen, nachdem ich gestern über meinen Verlauf berichtet habe, möchte ich gerne noch ein paar Ergänzungen bzw. Hilfestellungen geben:
    Auf Anraten meines Therapeuten habe ich begonnen, ein Schmerztagebuch zu schreiben. Das war sehr hilfreich. Ich konnte mein Schmerzempfinden besser einstufen, konnte gute und schlechte Phasen besser erkennen und vor allem war es sehr motivierend zu sehen, wenn die Besserungsphasen immer länger wurden. Geeignete Schmerztabellen bzw. -tagebücher gibt es im Internet zum Nachschauen. Die Ruheschmerzphase dauerte bei mir etwa 3 Monate (Mai-Juli 2020), davon etwa 1,5 Monate intensiv, in der ich 4-5x jede Nacht mit heftigsten Schmerzen erwachte. Den Höhepunkt der Schultersteife hatte ich auch während der intensiven Schmerzphase Ende Mai 2020. Mithilfe der sanften Physiotherapie erreichte ich Anfang Juni bereits einen 35° Winkel seitlich nach außen, einen Monat später waren es schon 50°. Ab August 2020 war ich mehr oder weniger schmerzfrei, nun konnte ich auch aktiv bei der Therapie mitmachen und auch bis in die Schmerzgrenze hineintrainieren. Im November 2020 riet mir mein Therapeut, mit der Therapie komplett aufzuhören, da die restliche Bewegungseinschränkung vermutlich von selbst ausheilen werde. Ich bekam einen Kontrolltermin für Februar 2021. In diesen 3 Monaten der Pause konnte ich jedoch kaum Fortschritte feststellen und auch der Schmerz nahm wieder zu. So entschied ich mich nochmals für eine Therapieeinheit über 3 Monate. Vor 3 Wochen habe ich die letzte Therapie (nach genau einem Jahr!!!!!) in Anspruch genommen. Ich habe noch eine kleine Resteinschränkung, die mich allerdings nicht mehr behindert.
    Medikamente und Infusionen beim Arzt habe ich nur für 3 Wochen in der akuten Phase genommen.
    Während der Schmerzphase gab mir der Therapeut für nachts folgenden Tipp:
    Seitenlage auf der gesunden Seite - einen Keil in die Achselhöhle des betroffenen Armes schieben (ich habe zwei steife Polster genommen), somit war die Schulter von vorne abgestützt und ich konnte den Arm in einer halbwegs angenehmen Position auf dem Keil ablegen.
    Wie ich gestern schon geschrieben habe, braucht es sehr viel Geduld. Ich denke auch, dass die Krankheit nicht nach Schema läuft, sondern jeder einen ganz individuellen Verlauf hat. Die einzelnen Phasen sind auch bei jedem Patienten unterschiedlich lang, daher rate ich euch, euch nicht mit anderen Betroffenen zu vergleichen.
    Ich wünsche euch alles Liebe und vor allem einen langen Atem.
    Liebe Grüße, Eva

  • #48

    Cornelia (Sonntag, 23 Mai 2021 15:52)

    Hallo Eva, hallo an Alle
    Weiter oben in meinem Beitrag #09 ist zu lesen, dass ich eine gleichzeitige beidseitige Frozen Shoulder habe. Seitenposition nicht mehr möglich, also nur auf dem Rücken liegen. Ich benutze zur Stützung herzförmige Kissen die genau in die Achselhöhle passen. Nachts kann das Kissen nicht wegrutschen da die Arme unbeweglich und steif sind. Für den Tag habe ich mir an eines der Kissen ein Gummiband nähen lassen welches ich von unten her nach oben anziehe (weil ich eine beidseitige Frozen habe kann ich alles nur von unten her anziehen). Das Gummiband sitzt dann auf Schulterblatthöhe und vorne auf Brusthöhe. Das Kissen sitzt perfekt in der Achselhöhle. So kann ich das Kissen auch tragen wenn ich in Bewegung bin da es durch das Gummiband nicht runterfallen kann. Das mindert den Schmerz weil durch die Stütze vom Kissen der Arm in einer Position liegt, dass kaum Zug auf die Schulter fällt und du musst den Arm nicht durch eigene Kraft in einer Position halten wo es einigermassen aushaltbar ist. Der Tipp von deinem Therapeut ist gut und wie du liest, ausbaubar. Eine Frozen Shoulder fordert einige Tricks die man selber erfinden muss, zwei Frozen fordern doppelt soviel um durch das Leben zu kommen mit den massiven Einschränkungen.
    Ich bin seit 2018 betroffen und habe mir ziemlich viel einfallen lassen was mir Erleichterung schafft.
    Gerne gebe ich Tipps weiter. Die Technik mit dem Gummiband am Kissen ist vielleicht schwer vorstellbar. Fotos davon zu zeigen wäre eine Idee. Ich deponiere hier meine E-Mail Adresse für diejenigen die gerne ein Foto vom Kissen hätten. cornelia.wipfli@bluewin.ch
    Grüsse aus Basel, Cornelia

  • #49

    Michael W-H (Dienstag, 25 Mai 2021 16:05)

    Hallo Michaela, ich hätte Deinen Beitrag vielleicht schon mal früher googeln sollen.
    Ich (55 Jahre) habe den Spaß (Orthopädin hat im März Frozen Shoulder diagostiziert, meine Physio geht da nicht konform und meint das ist eher ein Impingment und bei mir wäre vom Fuß bis Nacken die ganze rechte Seite verspannt��‍♂️, aber beide waren sich einig und haben gesagt Übungen in den Schmerz hinein, sollte man tunlichst vermeiden und können kontrapoduktiv sein) jetzt seit Weihnachten und fast den gleichen Werdegang. Wobei ich in unserem Wasserbett, Gott sei Dank, noch eine Rückenliegestellung aber ohne Kissen finde, bei dem ich ohne bzw. geringen Schmerz in den Schlaf finde. Somit bekomme ich meistens meine 5-6 Schlaf bis in die frühen Morgenstunden, wo ich mich dann in der Aufwachphase in die Seitenlage begeben möchte. Manchmal finde ich eine Position auf der gesunden linken Seite, wenn ich die kaputte Schulter/Arm auf der Bettdecke gut unterstützte , das ich nochmal bis zum Wecker einnicke. Ansonsten habe ich auch schon ziemlich viel (Wärme/Kälte, Physio, Massage, Dehn/Pendelübungen, Salben, Hömopathie usw.) ohne wirklichen Erfolg ausprobiert. Habe auch ernährungstechnisch das Ein oder Andere nochmal angepasst. Wobei ich seit 2 1/2 Jahre bezüglich Unverträglichkeiten schon Intervallfasten 16/8 mache. Jedenfalls habe ich festgestellt, das morgens die Schmerzen am stärksten sind und im Laufe des Vormittags immer weniger werden, bevor sie nach der ersten Nahrungsaufnahme gegen Mittag wieder stärker und manchmal mit einem durchgehenden Schmerz oder Tiggerschmerz (alle 2-3 Sec. Schmerzintervall) einher gehen. Seit 1 1/2 Wochen nehme ich jetzt Omega 3 Kapseln und habe den Eindruck dass der Schmerz generell abklingt bzw. weniger geworden ist. Ob das jetzt wegen dem Omega 3 ist, oder bezüglich dem Schmerzverlauf in den beschriebenen ersten 6 Monaten, kann ich natürlich nicht sagen. Ab heute soll ich von der Orthopädin aus, für 12 Tagen noch mit Cortisontabletten einen Versuch gegen die Schmerzen bzw. Entzündung starten. Mal schauen was mein Magen dazu meint.
    VL vom veregneten Niederrhein

  • #50

    Annika (Mittwoch, 26 Mai 2021 17:13)

    Liebe ebenso Leidenden!
    Danke dir Michaela, dass du dieses Forum mit deinem Leidensweg angeführt hast!
    Mein Leidensweg startete am 06. Februar 2021, nach eine 8-tägigen Heilfastenkur.
    Ohne jegliche Vorbelastung konnte ich den linken Arm nicht mehr heben und es durströmte mich ein stechender Schmerz. Die Unterkante des Oberarmes schmerzte auch stark, bei Berührung.
    Nach 3 Wochen bin ich zum Orthopäden.
    Das Röntgenbild zeigte eine starke Schleimbeutelverdickung (Bursitis).
    Er unterspritze den Oberarmmuskel (innerhalb 5 Wochen ,4x) mit Kortison. Half nicht.
    Dann 1 Spritze ins Schultergelenk, es half etwa 2 Tage, dann wurde der Schmerz in der Schulter krampfend, vor allem beim Sitzen, ganz massiv beim Versuch darauf zu schlafen. Ich unterpolstere auch, finde jedoch nie wirklich Entlastung. Ü-Schein zum MRT wurde ausgehändigt, Termin in 4 Wochen. Da war es bereits Ende April! Termin also Ende Mai.
    In der Zwischenzeit war ich in physiotherapeutischer Behandlung.
    Wurde neurologisch untersucht, per Spezial-Ultraschall (120 Euro), er sah das Impengment (Verengung am Schlüsselbein), kein Nervenleiden, jedoch eine Hyperbeweglichkeit meines gesamtes Skeletts.
    Durch einen bildlichen Fragebogen : Konnten Sie als Kind z.B. Spagat, im Schneidersitz sitzen, die Dauemenspitze zum Arm drücken, eine "Brücke" machen, etc. ? Vieles kann ich heute noch.
    Diese hyper mobilen Menschen haben häufiger Gelenkprobleme (so sagte er das).
    Ein großes Blutbild ergab einen massiven Vitamin-D-Mangel (17,4). Kann u.a. zu Muskelschwund und Gelenkschmerzen führen (so die Ärztin), also 20.000 I.E. für 7 Tage, dann eine Kapsel wöchentlich.
    Dazu Vitamin C+Magnesium (Brausepulverform) für einen Monat.
    Nach der Fatenkur ernährte ich mich 2 Monate basisch,seit April (nicht streng) vegetarisch.
    Das MRT zeigte deutlich das 2. Stadium der FROZEN SHOULDER.
    Sprich die Anwendungen (teilweise starkes Ziehen am Arm, seitlich) waren genau das FALSCHE!
    Jetzt bekomme ich sanfte Anwendungen, Massagen, leichte Dehnübungen (um die Muskeln im Arm und des Schulterblattes, sowie Brust) zu lockern. Rotlicht. Tägliches Faszienballtraining zuhause.
    Mal sehen, wie lange ich Rezepte zur Physio erhalte ... Der Neurologe kann diese übrigens auch aushändigen.
    Bin noch bis August 2021 in Elternzeit. Was dann ist, weiß ich nicht ...
    Eine Abdomen-Sonografie lass ich Anfang Juni noch machen, da Leber, Magen, Milz und Zwerchfell ggf. Schulterschmerzen auslösen können.
    Und ich glaube fest daran (wie hier auch bereits erwähnt) es ist ebenso die Psyche, die einem sagt:
    "Schulter nicht alles, zieh dich zurück, schau mehr auf dich, komm' zur Ruhe, werde mal locker, verharre nicht in dem, was dir nicht gut tut,- ändere die Dinge im Leben, die dich so sehr viel Kraft kosten,öffne dich für neues."

    In diesem Sinne, werdet/bleibt gesund.
    Eure Annika
    P.S.: Alles Geschilderte sind Erkenntnisse sind meine Empfindungen, Erfahrungen und persönlichen Meinungen. Nicht wissenschaflich oder schulmedizinisch erwiesen ...

  • #51

    Annika (Mittwoch, 26 Mai 2021 19:58)

    In Ergänzung zu #51
    Das Video ist super und nachvollziehbar.
    Ich habe seit Geburt einen sog. Blockwirbel in den Halswirbeln, C3+C4 sind zu einem verschmolzen.
    Hier gab es vor 2,5 Jahren massive Probleme, ich hatte starke Schmerzen in der Nackenmuskulatur.
    Nur eine Spritze und eine vinöse Glucoseverabreichung ergab Linderung (Mein Blut war zu sauer).
    Der Physiotherapeut beendete dann vollends den Schmerz, indem er mir sagte, wie ich meinen Kopf halten muss, um diese Quetschung zu vermeiden.
    Brust raus, Kopf nach oben. Mehr nicht ... Der Schmerz war weg!
    Liebeste Grüße aus Berlin,
    Annika
    Morgen bin ich bei meiner Osteopatin, sie soll sich der Stelle an den Halswirbeln mal intensiver widmen.

  • #52

    Anna (Mittwoch, 26 Mai 2021 21:01)

    Nach ein paar Monaten frozen shoulder bin ich auf dieser Seite gelandet. Von euren Erfahrungen zu lesen tut mir gut, auch wenn darin viel Schmerz liegt, so lese ich auch von Mut und Zuversicht.
    Vorerst mal allen gute Besserung, möglichst gute Tage und Nächte!
    Grüsse von Anna

  • #53

    Annika (Freitag, 28 Mai 2021 17:54)

    zu #52 (Anna)
    Dir auch gute Genesung!

  • #54

    Anna (Sonntag, 30 Mai 2021 08:24)

    Hallo an Alle, danke an Annika
    Meine Schulterschmerzen links begannen nach dem Fenster putzen, ich dachte das geht vorbei. Mit 57 schmerzt schon mal was..�es ging nicht vorbei.
    Und dann erwischte ich Covid, da war die Schulter nicht mehr wichtig.
    Als ich nach drei Wochen all die Symptome von Corona durch hatte, nahmen die Schmerzen in der Schulter zu. Ich ging zum Hausarzt, welcher mich zum MRI schickte. Kein Befund, alles ok. Der Röntgenarzt schrieb im Bericht: einzige Vermutung, beginnende Frozen Shoulder. Ich begann mit Physiotherapie, mein Therapeut sagte von Anfang an, NIE in den Schmerz rein. Diese einschiessenden Schmerzen sind ja auch die Hölle. Unterdessen (3 Monate später) bin ich nach wie vor in der entzündlichen, akuten Phase. Einschiessende Schmerzen bei Bewegung, immer noch zunehmende Blockade, steter brummender Ruheschmerz, auch nachts. Nach einer Cortisonspritze wurden die Ruheschmerzen weniger, und auch nachts schlafe ich wieder etwas besser.
    Ich habe gute Tage wo ich ohne Schmerzmedikamente auskomme.
    Ihr kennt die vielen Einschränkungen...�psychisch gehts auf und ab, Geduld sei das Wichtiste bei FS, sagte mir von Anfang an auch der Orthopäde. Ebenso hat er mir geraten so lange wie möglich im Arbeitsprozess zu bleiben, um wenigstens ein bisschen Normalität in dieser schwierigen Situation zu behalten. Als Grundschullehrerin (Teilzeit) ist dies bisher möglich, da ich zwischendurch wieder Ruhetage habe, welche ich dringend brauche. Die Arbeit mit den Kindern lenkt mich ab vom Schmerz, mindestens stundenweise. Ich hoffe, dass ich dies weiter so machen kann.
    Nebst Physiotherapie habe ich zur allgemeinen Unterstützung Spagyrik, Magnesium und ein Weihrauch-Cannabis-Präparat (für Muskelfunktionen, Knochen, Knorpel, Bänder...). Und einmal wöchentlich lasse ich mir in der Massage den Rest meines Körpers lockern. Ich hoffe dies alles hilft auch, die zweite Schulter zu stärken und vor einer Erkrankung zu bewahren.
    Ich wünsche euch allen weiterhin viel Kraft! Liebe Grüsse aus der Schweiz,
    Anna

  • #55

    Cornelia (Sonntag, 30 Mai 2021 14:29)

    Hallo Anna
    Ach auch noch Corona, wie schlimm!
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute um weiterhin aushalten zu können mit der Schulter.
    Wo wurde das Cortison gespritzt? Ich hatte auch Infiltrationen und das tat richtig gut mal durchatmen zu können ohne diese beissenden Schmerzen. Es würde mich interessieren wie lange es anhält. Wenn du dann berichten magst...
    Auch aus der Schweiz, Cornelia

  • #56

    Anna (Sonntag, 30 Mai 2021 17:55)

    Danke Cornelia
    Cortison direkt in die Schulter, beim Orthopäden. Mit Lokalanästhesie, was mir ein paar schmerzfreie Stunden schenkte. Die Wirkung des Cortisons setzte nach ca. einer Woche ein. Habe eine bessere Wirkung erwartet, bin nun aber froh nützt es immerhin gegen die Ruheschmerzen einigermassen. Es sind knapp drei Wochen her und ich hoffe es hilft noch eine Weile...
    LG

  • #57

    Cornelia (Sonntag, 30 Mai 2021 18:23)

    Ouh eine Woche ist lange wenn man in der Hoffnung ist auf schnelle Wirkung. Ich hatte so 3 Tage bis es eingesetzt hat, von der Infiltration bis zur Wirkung verschlimmerte sich der Schmerz massiv. Aber die Ruhe danach war wunderschön. Ich wünsche dir, dass es noch einige Wochen anhält.
    Cornelia

  • #58

    Anna (Sonntag, 30 Mai 2021 20:48)

    @ Cornelia: Genau, so wars auch bei mir. Sehr starke Schmerzen nach der Infiltration bis zum Einsetzen der Wirkung. Wie lange hielt diese bei dir an? Und bist du noch immer in der akuten Schmerzphase? LG

  • #59

    Cornelia (Montag, 31 Mai 2021 06:56)

    Anna, bei mir hielten die Infiltrationen zwischen 8 und 10 Wochen. Rechts taut die Schulter langsam auf, also Phase 3 und links noch eingesteift. Links noch Schmerzen aber ertäglich wenn ich mich stillhalte. Auf der Seite liegen geht noch auf beiden Seiten nicht, aber darauf freue ich mich sehr... Rückenlage habe ich sowas von satt.
    Liebe Grüsse Cornelia

  • #60

    Maik (Mittwoch, 02 Juni 2021 11:11)

    Hallo, eine Frage an diejenigen die in der Auftauphase, oder es bereits hinter sich haben. Welche Übungen haben Euch am besten geholfen, um die Schulter wieder beweglicher zu bekommen?
    Nach vorn bekomme ich den Arm bis fast ganz oben, aber zur Seite und nach hinten habe ich noch massive Probleme.

  • #61

    Eva (Mittwoch, 02 Juni 2021 11:56)

    Hallo Maik, hast du noch Schmerzen? Vorausgesetzt, dass du keine Schmerzen mehr hast, kannst du Dehnübungen machen. Diese tun natürlich in der Spannung schon weh, sind allerdings ganz anders, wie die Schmerzen während der Entzündung. Die seitliche Außenrotation funktioniert bei mir nach 1,5 Jahren auch noch nicht, nach hinten geht's bereits wieder mit einer leichten Einschränkung.
    Ich liege am Boden, spreize den betroffenen linken Arm mit einer 1,5 kg schweren Hantel in der Hand soweit wie möglich ab, lege die abgewinkelten Beine in die entgegengesetzte Richtung und lasse die Hantel soweit wie möglich Richtung Boden fallen. Das schmerzt natürlich wegen der extremen Spannung. Einfach so kurz oder lange wie es geht, mehrmals hintereinander.
    Auch stütze ich mich mit dem betroffenen Arm am Türrahmen ab, drücke mit aller Kraft dagegen (gut für den Kraftaufbau) und lasse mich anschließend soweit wie möglich in den Türrahmen hineinfallen - wieder soweit, dass du die Spannung aushältst.
    Die seitliche Außenrotation nach außen sei meist die erste Bewegungseinschränkung, die von den meisten kaum wahrgenommen wird bis sie in die Schmerzphase kommen und die letzte beim Auftauprozess.
    Ich wünsche dir und allen Betroffenen eine gute Besserung. Liebe Grüße, Eva

  • #62

    Anna (Mittwoch, 02 Juni 2021 16:53)

    Viel Glück euch in der Aufbauphase!

    Frage betr. Physiotherapie in der Akutphase: wurde bei euch passiv mobilisiert? Wenn ja, hats geholfen?
    LG Anna

  • #63

    Eva (Mittwoch, 02 Juni 2021 17:55)

    Hallo liebe Anna,
    bei mir wurde passiv mobilisiert und es hat mir wohl getan. Ob der Heilungsprozess dadurch beschleunigt wurde, kann ich nicht beurteilen, da jede Frozen Shoulder individuell verläuft. Nach 3 Wochen Mobilisation begann es bereits langsam aufzutauen, trotzdem dauerten die Schmerzen noch an. Erst als ich nach 4 Monaten Therapie schmerzfrei war, begann ich aktiv mitzuarbeiten. Insgesamt war ich 1 Jahr in physiotherapeutischer Behandlung, davon hat mir mein Therapeut 3 Monate Pause empfohlen (in der Annahme, dass es bis dahin von selbst ausheilt, was dann aber doch nicht der Fall war), um dazwischen einfach mal abschalten zu können und mich nicht ständig krank fühlen zu müssen. Das war eine gute Zeit. Zwar mit Bewegungseinschränkungen aber ohne Schmerz, ohne Termine und ohne Training. Erholung pur nach knapp einem Jahr.
    Gute Besserung, lg Eva

  • #64

    Anna (Mittwoch, 02 Juni 2021 22:22)

    Danke Eva, schön dass du soviele Erfahrungen weitergeben kannst, und hoffentlich bald alles überstanden hast. Ich stehe noch ziemlich am Anfang und verliere immer mal wieder den Mut. An guten Tagen bin ich zuversichtlich. Ich mache seit ich in der Physiotherapie bin zuhause kleine Übungen mit einem 2dl Petfläschchen, kleiner Flaschenzug (geht an Türfallen und Fenstergriffen gut), nach Anleitung meines Therapeuten gebastelt. Inzwischen ist das soo anstrengend! 2 dl....ich denke passive Mobilisierung täte mir gut.
    Eine Superübung welche mir
    mein Therapeut gezeigt hat und die das Hirn austrickst und ein gutes Gefühl gibt, ist die Spiegelübung. Man steht an die Seite eines Spiegels (Spiegelschranktür zum öffnen z.B.) Oberkörper berührt den seitlichen Spiegelrand und man schaut dem gesunden Arm im Spiegel zu wie er sich langsam auf und ab, hin und her bewegt. Hinter dem Spiegel macht man die Bewegung mit dem kranken Arm mit, schaut aber nur den gesunden im Spiegel an. Das gibt das Gefühl auch den kranken „normal“ zu bewegen.
    Grüsse an alle und gute Besserung
    Anna

  • #65

    Claudia (Donnerstag, 03 Juni 2021 17:29)

    Hallo Ihr Frozis, hallo Anna,
    ich bin auch noch in der Akutphase und heute hat die Chefin der Physiopraxis sich meiner nochmal angenommen nachdem meine Therapeutin für meinen Geschmack eindeutig zu viel passiv mobilisiert hat. Sie sagte mir, ich solle jegliche Bewegung vermeiden, die schmerzt Ab jetzt werde ich erstmal nicht mehr mobilisiert sondern es wird versucht meine muskulären Verspannungen zu lösen. Mir hat die passive Mobilisierung eher geschadet. Ich glaube, jeder muss auf sein Inneres hören und sich auch nichts aufdrängen lassen. LG Claudia

  • #66

    Anna (Donnerstag, 03 Juni 2021 21:33)

    Ja, Claudia, da hast du sicher recht. Und wir haben ja genug Zeit um rauszufinden was uns am meisten nützt...(zwinkersmiley).
    Grüsse an alle, Anna

  • #67

    Petra (Freitag, 04 Juni 2021 20:58)

    Hallo
    Bei mir wurde Anfang April eine Frozen Shoulder und zwei Schleimbeutelentzündungen durch ein MRT diagnostiziert.Ich finde mich in den vorangegangen Beiträgen sehr wieder. Vielen Dank dafür!
    Zu den Schmerzen finde ich vorallem auch den phychischen Druck sehr belastend.Ich stelle fest das die Schmerzen auch nach kleinen Bewegungen wie z.B. beim kochen immer schlimmer werden. Auch beim Spazierengehen schmerzt der Oberarm.
    Nun hat sich ein weiteres Symptom aufgetan und ich wüßte gerne ob es anderen auch so geht, denn es beunruhigt mich zusätzlich sehr .Ich zittere in Phasen über den Tag verteilt. Eher wenn ich zur Ruhe komme(sitze oder liege).Die Beine (vom unteren Rücken her) und teilweise die Arme. Manchmal kommt auch dieser einschießende Schmerz in den Arm der mich durch den ganzen Körper "elektrisiert". Es gibt aber auch "nur" das zittern. Kennt das jemand?Ich fühle mich auch beim laufen dann eher "Wackelig".
    Und hat jemand schon Erfahrungen mit Antidepressiva (zur Entspannung und Angstlösend) bei Frozen Shoulder gemacht?Davon habe ich auch gelesen.

  • #68

    Sabine (Samstag, 05 Juni 2021 09:47)

    Hallo Petra,
    ab und zu hatte ich auch ein leichtes Muskelzucken. Nach der Umstellung auf überwiegend basische Ernährung, hatte es gänzlich nachgelassen. Die linke betroffene Seite war bei mir auch sehr instabil. Bei Spaziergängen hatte ich meinen Arm leicht auf die Handtasche gelegt. Die Physiotherapie hatte mir da sehr geholfen, Übungen nach meinen gegenwärtigen körperlichen Zustand bzw. Einschränkungen zu trainieren.
    Grüße an alle, Sabine

  • #69

    Sabine (Samstag, 05 Juni 2021 11:06)

    Hallo zusammen,
    Ich liege ganz gestreckt seitlich auf der gesunden Seite ,so das vom Kopf bis Fuß nach Möglichkeit eine gerade Linie ergeben:
    der gesunde Arm wird nach vorne ausgestreckt, der andere Arm darüber die Finger greifen jetzt ineinander, jetzt schiebt der untere gesunde Arm den anderen hoch, dabei entsteht ein Trapez , die Spannung halte ich ca. 20 Sekunden . Das wiederhole ich mehrmals.
    Gleiche Position liegend:
    ich strecke den Arm nach oben, beuge ihn nach hinten bis eine Spannung entsteht, halte diese auch für ca. 20 Sekunden. Das wiederhole ich mehrmals.
    Gleiche Position liegend:
    jetzt greife ich mit den gesunden Arm den betroffenen Arm nahe der Ellenbeuge des Oberarms, drehe den Arm rechts herum, links herum der Unterarm fällt ganz locker .
    Liegend auf den Rücken, eine kleine Erhöhung für die Wade,
    ein Handtuch längst der Mitte falten , eng aufrollen:
    die Rolle in BH höhe quer legen,
    mit dem Rücken drauf legen, die Hände wie zum Rufen an das Gesicht, wobei die Daumen das untere Kinn berühren, jetzt den Körper nach oben beugen,
    diese Übung wiederhole ich 20 mal.
    Vor dem Aufstehen sollte immer die Dehnübung erfolgen . Das sind auch Übungen zur Stärkung der Schulter bzw, Rücken. Der Erfolg stellt sich erst später ein, aber dafür sehr effektiv.
    Das sind aber Übungen die für mich nach der Entzündungsphase hilfreich waren und sind , meine Körperhaltung positiv beeinflußt haben.
    Die Hängematte für den Kopf , der Tipp von Michaela ist auch super , der Nacken entspannt total.
    LG , Sabine

  • #70

    Claudia (Samstag, 05 Juni 2021 12:32)

    Hallo Petra, das mit dem Zittern hört sich aber nach einer eigenständigen Erkrankung an. LG

  • #71

    Anett (Montag, 07 Juni 2021 22:35)

    Hallo Zusammen,
    kurz zu mir: ich bin 57 Jahre alt und ich habe eine Frozen Shoulder rechts seit Ende Okt. 2020,
    Trotzdem, dass angeblich 2 - 5% der Bevölkerung irgendwann von einer "Frozen Shoulder" heim gesucht wird, kannte ich bisher niemanden mit dieser Erkrankung. Wenn ich dieses Forum lese, muß ich sagen - ich hab wohl noch Glück gehabt.
    Im Oktober 2020 wollte ich etwas oben aus dem Schrank nehmen und habe mich wie schon 1000 mal zuvor auf die Zehenspitzen gestellt und ganz lang gemacht. Dabei schoss ein stechender Schmerz in meine rechte Schulter. Fortan hatte ich Mühe den rechten Arm zu heben. Ich ging 2 Tage später zum Hausarzt, der mich 1 Woche krank schrieb und mir Ibuprofen empfahl, weil da wohl eine Entzündung drin sei. Mit Ibuprofen waren die Schmerzen fast weg und ich ging nach dieser Woche wieder zur Arbeit (Bürojob). Ich war mir sicher, dass ich mich ja eigentlich nicht ernsthaft verletzt haben kann und machte mir keine großen Sorgen.
    Im Februar wurden die Schmerzen vor allem nachts wieder stärker. Ich holte mir eine Überweisung zum Facharzt zur Abklärung. Nach einem Röntgenbild konnte das Impingementsyndrom, Kalkschulter, Arthrose etc. ausgeschlossen werden, keine Auffälligkeiten. Der Arzt verschrieb mir stärkere Entzündungshemmer mit Magenblockern, die ich unbedingt diszipliniert 14 Tagen zu nehmen hatte. Mit den Medikamenten waren die Schmerzen aus zu halten. Dann ab ins MRT – Befund: Entzündung, ein winzig kleiner Einriss in einer Sehne sonst keine gravierenden Verletzungen. Beim nächsten Termin bekam ich eine Kortisonspritze in die Schulter und die Diagnose: Frozen Shoulder. Außerdem bekam ich ein Rezept zur Physiotherapie. Der Arzt hat mich ausdrücklich drauf hin gewiesen, dass ich damit sofort wieder auf hören soll wenn mir das nicht gut tut. Richtig aufgeklärt worden bin ich eigentlich nicht … man kann nicht vorhersehen wie lang das dauert … ich soll doch mal nach dem Begriff Frozen Sholder googeln .... Ich wünsche ihnen viel Glück.

    Die Physiotehrapie habe ich durch gezogen, was mir aber nichts gebracht hat. Ich denke dafür ist es noch zu früh.
    Inzwischen bin ich überwiegend schmerzfrei. Trotz der nach wie vor unveränderten Bewegungseinschränkung meiner rechten Schulter kann ich meinen Alltag recht gut bewältigen. Einige Tätigkeiten habe ich auf links umgestellt. Ich kann Auto fahren, z. Bsp. problemlos meine Einkäufe und Getränkekästen in die 2 Etage schleppen. Auf den BH verzichte ich wie viele von euch auch. Ich schlafe inzwischen meistens durch, auch auf der rechten Seite. Laufen mit Walkingstöcken hat recht gut funktioniert. Allerdings kommen so langsam die typischen Nebenerscheinungen, wenn man sich monatelang nicht richtig bewegt: verspannte schmerzhafte Nackenmuskulatur, Rückschmerzen etc.
    Seit etwa zwei Wochen spüre ich auch ab und zu ein Zwicken in der linken Schulter. Das macht mir Angst und ich hoffe dass, falls die linke Schulter auch betroffen ist, die rechte Schulter bis dahin weitestgehend aufgetaut ist.

  • #72

    Anna (Dienstag, 08 Juni 2021 08:54)

    Liebe Anett, das ist auch meine Angst, dass die zweite Schulter auch noch kommt... aber positiv denken!! und weiterhin alles unternehmen um unsren Alltag erträglicher zu gestalten. Erfinderisch werden, wie wir die praktischen Probleme im Alltag lösen können, und Geduld üben. Alles Gute!
    Anna

  • #73

    Penelope (Donnerstag, 10 Juni 2021 11:57)

    Hallo ihr lieben Leidgenossinnen,
    bei mir schlich sich dieses "Übel" im Februar beim Schneeschaufeln (wie passend "forzen shoulder") ein. Erst dachte ich, als die Schulter zu schmerzen begann, ok war vielleicht doch zu viel des Guten, ich sollte weniger tun. Dann schob ich den Schnee nur noch von A nach B. Schaufel heben war ohne Schmerz nicht möglich. Plötzlich kam der Schmerz, nachts, heftig und unerbittlich. Jacke ausziehen tat weh, plötzliche Bewegungen ließen mir die Tränen in die Augen schießen. Also, ab zum Arzt, da gabs gleich mal eine Spritze und Tabletten. Röntgen und Ultraschall (kein Kalk, keine Flüssigkeit)
    Mittlerweile hatte ich so ziemlich alles über die "Frozen Shoulder" gelesen und wusste, da muss ich wohl oder übel durch. Nachdem die Schmerztabletten nicht wirklich geholfen habe, habe ich sie weggelassen, ich erdulde den Schmerz, mal besser, mal schlechter. Ich ignoriere ihn quasi, wenn ich im Garten arbeite (der ist leider riesig), es sei denn es kommt diese Schmerzwelle, bei der man denkt, gleich explodiert die Schulter, weil sie so pocht, dann mach ich Pause. Die Nächte sind grausam, weil man ständig aufwacht, wenn man denn einschläft....
    Ich gehe zur Physio, aber nur ganz sachte und nicht wirklich in den Schmerz. Ich werde regelmäßig getaped. Ich habe das Gefühl, dass das wirklich gut tut. Es fühlt sich an, als würde die Schulter gestützt und zusammengehalten. Ich mache ganz vorsichtige Übungen, hauptsächlich Pendelbewegung mit den Armen. Einfach um die Restbeweglichkeit zu behalten. Ich denke Schmerz- und Einfrierphase gehen bei mir einher. Bis jetzt hat mich jeder blöd angesehen, wenn ich gesagt habe, was ich habe. Keiner kennt das und kann sich wahrscheinlich das Ausmaß der Schmerzen gar nicht vorstellen. Bin sehr froh, dass es diese Gruppe gibt. Durchhalten Ladies!! LG Penelope

  • #74

    Andrea (Montag, 14 Juni 2021 13:23)

    Hallo,
    Wie viele von Euch litt ich stark unter den vor allem nächtlichen Schmerzen der Frozen Shoulder.
    Da Weihrauchkapseln Entzündungen runterfahren aber keine bekannten Nebenwirkungen wie Cortison haben,
    habe ich mir diese innder Appotheke besorgt und bin seitdem endlich Schmerzfrei �
    1 Kapsel enthält:
    Weihrachextrakt 400mg
    (>80% Boswelliasäuren)
    Ich nehme 3 x täglich 2 Kapseln nach zwei Wochen kann auf 3x1 reduziert werden.
    Ich hoffe Sie helfen Euch so toll wie mir.
    Liebe Grüße
    Andrea
    ...Ich hatte auch eine Blutegelbehandlung mit 8 Blutegeln. Dies hat leider gar nicht angeschlagen.

  • #75

    Anna (Montag, 14 Juni 2021 18:01)

    Weihrauchkapseln (mit Cannabisöl) nehme ich auch, bin bald durch mit der „Kur“. Tatsächlich habe ich seit einer Woche auch das Gefühl dass die Schmerzen bessern...wage zu hoffen!
    LG

  • #76

    Steffie (Dienstag, 15 Juni 2021 17:59)

    Hallo ! Auch bei mir wurde leider eine doppelte frozen shoulder diagnostiziert. Die Schmerzen habe ich bereits seit Januar. Ich hab das schon mal von dieser Erkrankung ist gehört, aber ich konnte mir aber nicht vorstellen, dass es soetwas beidseitig gibt. Somit habe natürlich auch nicht in die Richtung recherchiert und gelesen und ganz viel Physiotherapie, Massage etc. gemacht, ich war ständig auf der (Yoga)Matte und habe versucht, mit allen möglichen Bewegungsübungen dem Ganzen beizukommen. Frei nach dem Motto: was von alleine kommt, geht von alleine wieder weg. Wobei das ja bei dieser Sache tatsächlich stimmt, bloß der Zeitraum war mir nicht bewusst…Da seit Jahren täglich stundenlang am PC arbeite, habe ich diesem Umstand die Schmerzen zugeschrieben, außerdem hatte ich eine Phase, in der ich jede Nacht in der „Seestern“Stellung geschlafen habe. Auch bei mir begann alles ganz plötzlich mit dem Problem, ein T-Shirt schmerzfrei auszuziehen. Dann folgten weitere Bewegungseinschränkungen und seit ein paar Wochen habe ich diese furchtbare Nächte, in denen ich stundenlang wach liege und nicht weiß wohin ich vor lauter Ruheschmerz soll.
    Der Schlafmangel der letzten Wochen macht mich mürbe und ich denke über eine zeitweise AU nach. Ich habe es bereits mit IBU ( Ich nehme sonst nie Medikamente ), Arnika-Globulis, Schüssler-Salzen ( heiße7 ) und CBD Öl versucht, 10 %, das hat bei mir überhaupt nicht geholfen.
    Meine Laborwerte sind - erfreulicherweise - alle richtig gut und auch im MRT beider Schultern hat man nichts gesehen. Es gibt auch keine Hinweise auf Rheuma/Arthrose. Allerdings bin ich mit jetzt 53 mitten in den Wechseljahren, und ich denke mal, dass das Hormonelle eine große Rolle spielt. ich lebe seit Jahren streng vegan und gehe - da ich ein Fernstudium zur veganen Ernährungsberaterin absolviert habe - davon aus, dass ich damit, ergänzt durch Supplemente B12, Kurkuma, Folsäure,… - gut aufgestellt bin.
    Da ich seit heute die Diagnose habe, fange ich jetzt an, mich umfassend zu informieren. Ich bin für jeden Tipp dankbar. Die Weihrauchkapseln werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Und natürlich werde ich zusammen mit meinem Mann versuchen, die beschriebene „Übung“ zu machen. Und ansonsten werde ich mich wohl in Geduld üben müssen ( nicht gerade meine Stärke ). Ich habe noch nicht alle Beiträge von Euch gelesen, werde mich jetzt aber ganz intensiv mit euren Erfahrungen auseinandersetzen. Ich wünsche uns allen ganz viel Glück, einen schnellen Durchlauf von Phase 1 und 2 und ich bin ganz froh, dass ich mit meinem Problem jetzt hier einen Raum gefunden habe, in dem wir uns austauschen können. Danke, Michaela, dass Du Deine Erfahrungen veröffentlicht hast und damit diesen Raum geschaffen hast. LG Steffie

  • #77

    Steffie (Dienstag, 15 Juni 2021 18:11)

    Könnt Ihr mir bitte einen link für die Weihrauch-Cannbis-Kapseln senden ( wenn es hier wegen Werbungsverbot noch möglich ist, gern an steffie106@web.de ) danke ��

  • #78

    Steffie (Donnerstag, 17 Juni 2021 08:25)

    Ich muss mich noch mal an dieser Stelle an euch wenden.Seit meinem Beitrag auf dem Blog vorgestern ist an einem Tag viel passiert. Ich war - nach 6 Monaten Ungewissheit - überzeugt von der Diagnose durch den Orthopäden.
    Die Symptome passten und ich war tatsächlich erleichtert, dass „das Kind endlich einen Namen hat“ und ich eine Ursache für diese schlimmen Schmerzen und Einschränkungen hatte. ich bin immer sehr schnell mit Recherche und war unglaublich erleichtert, bei diesem langjährigen Krankheitsbild hier eine entsprechende Plattform und einen Austausch zu finden.
    Auf eigenen Wunsch war ich dann gestern nochmals im MRT, bislang hatte man ja im April nur die Schultern bildgebend untersucht, wobei hier ja seinerzeit nichts Auffälliges gefunden wurde.
    Diesmal war die Halswirbelsäule und die obere Brustwirbelsäule im Fokus des MRTs. Und siehe da: ich habe einen zervikalen Bandscheibenvorfall C5/C6 und genau dieser strahlt bei mir durch eine beidseitige Verengung in beide Arme aus. Da die Versorgung hier nun stark beeinträchtigt ist und durch die starken Schmerzen der letzten Monate und die dadurch resultierende Fehlhaltung, ist die wahrscheinlich (und hoffentlich) falsche Diagnose frozen shoulder beidseitig entstanden.
    Ich war - nachdem ich hier eure Leidensgeschichten gelesen habe- irgendwie erleichtert über dieses Untersuchungsergebnis ( wobei ein Bandscheibenvorfall ja nun auch nicht wirklich ein Grund zum Freuen ist), gehe ich doch nun davon aus, dass der Bandscheibenvorfall hoffentlich behandelbar ist (und nicht operiert werden muss) und ich mir damit den langen steinigen Weg der frozen shoulder erspare.
    Aber man weiß nie… Das eine kann wohl auch mit dem anderen kombiniert sein.
    Aber erst mal schöpfe ich jetzt Zuversicht. Es zeigt wieder, dass man noch so viele Mediziner konsultieren kann, jeder bringt seine Erfahrungen mit ein aber nichts ersetzt die fundierte Untersuchung.
    Mal schauen, ob ich jetzt mit diesem Wissen und gezielter Physiotherapie aus der Schmerzfalle und den BewegungsEinschränkungen komme. Es gibt mir doch zumindest einen Hoffnungsschub. Ich wünschte ich könnte Euch davon ein bisschen abgeben. Auch wenn ich nun wahrscheinlich nicht zu den FS Betroffenen zähle, so habe ich mich doch hiermit entsprechend jetzt beschäftigt und alle Menschen, die davon - ob einseitig oder beidseitig - betroffen sind, haben meine allergrößte Hochachtung und Respekt vor dem was sie körperlich und emotional auf dem langen Weg ertragen müssen.
    Euch von Herzen alles alles Gute in jeder Hinsicht.

    PS: Liebe Michaela, wenn du der Ansicht bist, dass meine drei Beiträge nun nicht mehr an diese Stelle gehören, dann sei bitte so lieb, und lösche sie. Ansonsten sind sie vielleicht eine Anregung für den / die eine/n oder andere/n, nochmal von der anderen Seite auf das Ganze zu schauen und vielleicht auch ein anderes Ergebnis als Ursache für Beschwerden zu finden.

  • #79

    Annika (Montag, 21 Juni 2021 10:53)

    zu #67 (Petra)
    Liebe Petra!
    Ja, auch ich hatte monatelang das von dir beschriebene (massive) Zittern.
    Eine neurologische Untersuchung (spezieller Ultraschall, in Berlin) ergab, das ich zudem ein sogenanntes TOS-Syndrom habe.
    Es ist eine Einengung u.a. der Nerven, Sehnen, hinter dem Schlüsselbein verlaufend.
    Nichts wirklich ungewöhnliches.
    Das bekam ich mit den üblichen Pendelübungen in den Griff, da sich damit der Bereich der Einengung ein wenig entlasten lässt und mehr Zirkulation ermöglicht.
    Ich hatte stark gezittert, an Arm und Fingern. Konnte keine Bilder mehr machen, alles verwackelte.
    Ich zittere noch immer latent, da die Muskulatur stark abgebaut war, ich jedoch seit etwa 10 Wochen leichte Bizeps-Übungen mache. Das bringt die Kraft zurück.
    Das Zittern am Körper (Schwäche in den Beinen) kam bei mir durch den psychischen Stress.
    Eine 4-malige Akupunkturbehandlung (jeweils 40 Minuten) gegen Angst und innere Unruhe sowie 3x Osteopathie brachte den Wendepunkt!
    Auch Autogenes Training mache ich täglich für 20 Minuten, das ist toll!
    Ich werde nun die Kortisonthearpie (20 Tage) machen, da die Entzündung in der Kapsel und im Unterarm leider nicht verschwinden.
    Ich wünsche dir einen ruhigen Geist, dann geht das starke Zittern weg.
    Namaste! :O)
    Annika

  • #80

    Gundi (Dienstag, 22 Juni 2021 19:24)

    Hallo miteinander, was bin ich froh, diese Seite entdeckt zu haben, wenn man Schultersteife eingibt, kommen leider nihct so viele Möglichkeiten.
    Eigentlich wollte ich meine meditation machen, seit meiner Diagnose vor 9 Tagen , mache ich 2x am Tag eine Meditation, die tt mir in dieser schwierigen Situation einfach gut, entspannt und wirkt sich positiv auf die Schmerzen aus.
    Es tut so gut, zu lesen, dass es anderen ähnlich ergeht, auch wenn mir die Traenen kommen, wenn ich so einges hier lese, ich habe auch das Gfeühl. dass ich schon ewig nihct merh so viel geweint habe, als in der letzten Zeit, insbesondere wenn die Schmerzen von jetzt auf gleich in den Oberarm schiessen.
    Seitdem ich im Januar angefangen habe zu stricken, habe ich probleme im rechten Arm, und schulterbereich, ein auf und ab, habe versucht ,mich selbst zu diagnostizieren, verschiedenste Übungen ausprobiert, es wurde nihct besser, war beim Osteopathen, das war angenehm, aber die Schmerzen gingen nicht weg.
    Während unserer Womotour wurde es dann schlimmer, es kamen Nackenverspannungen hinzu, mir wurde übel, und die Bewegung wurde immer merh eingeschraenkt. Die einschiessenden Schmerzen begannen, in allen möglichen Situationen, die Nächte wurden unangenehm.
    Also nach Hause und zum Orthopäden, der untersuchte, röntgte und diagnostizierte eine Schultersteife, er arbeitet mit der Sympathikustherapie, die aber nihct angeschlagen hat, und schonen, keine Übungen merh, es würde sich dadurch verschlimmern.
    Beim 2. Besuch machte er einen Ultraschall, da ich grosse Problem mit dem Mrt habe, er stellte eine leichte gelenkentzündung fest, als Flüssigkeit, bei der Röntgenaufnahme konnte man auch eine leichte Klakschicht feststellen.
    Noch mal nadeln gesetzt, er riet mir aber, einige Tage den Schmerz mit Ibu oder Voltaren zu bekämpfen, wenn die Nächte weiterhin so unangenehm bleiben, werde ich wohl , wenn auch ungern testen, versuche nach Möglichkeit keine Medikamente zu nehmen.
    Nachdem ich eure beitrage gelsen habe, überlege ich alternativ jedoch Omega3 Oder Weihrauch kapseln zu testen.
    Desweitern mache ich Quarkumschläge, Kohlwickel,Kühlpads, habe heute auch im oberarmbereich das erste Mal wärme ausprobiert und war überrascht, wie gut das tat.
    Ich probiere im Momnet alles mögliche aus, kann auch noch Radeln und walken, mache viel mit links.
    Nachst suche ich vergeblich eine schmerzfreie Position und wundere mich, dass die Schmerzen schnell verschwinden, wenn ich aufstehe, demntsprechend, bin ich tagsüber ziemlich platt und frustriert.
    Es dauert, bis ich in dei Pötte kommen, manchmal denke ich, dass die Mahlzeiten auch eine Rolle spielen. Diese Detektivarbeit ist ganz schön anstrengend, insbesondere , wenn man so unterschiedliche Infos bekommt.
    Laut meinem Orthopäden ist es eine nervliche Geshichte, er hat mir auch den zugehörigen Brustwirbel eingerenkt.Vegetatives Nervensystem spiele eine Rolle, im Netz spricht man von einer Stofwechselstörung..
    Was mich total wundert, habe von einem betroffenen von der sogenannten Triggerpunkttherapie gehört, mir auch einen dicken Wälzer gekauft, hört sich spannend undlogsich an, aber auch für einen laien recht schwieirg, mein Arzt ist auf das Thema nicht näher eingegnagen, es heisst auch, dass sich leider viele mediziner nihct so gut damit auskennen, meine Hp machts, hat aber momentan keine Termine frei. In euren Berichten habe ich nihcts davon gehört, das wundert mich echt.
    Auch ich bin heute zum ersten Mal ohne Bh, würde mich aber echt über alternative Ideen freuen.
    Versuche mich immer wieer abzulenken, oft fehlt aber auch mittlerweile die Energie.
    Wenn ich überlege, dass ich früher recht gut geschlafen ahbe, ist die Nacht mittlerweile zum Schreckgespenst geworden, werde aber heute eine der Tipps ausprobieren.
    Ich wünsche euch allen viel Durchhaltevermögen!
    Liebe Grüße Gundi

  • #81

    Sabine (Donnerstag, 24 Juni 2021 18:57)

    Hallo Gundi,
    Ich habe meinen BH vorne geschlossen und dann den geschlossen BH nach hinten gedreht,
    Mit den gesunden Arm bin ich dann reingeschlüpft, den anderen Träger habe ich unten gelassen. So hatte ich mich wohler gefühlt. Ich hatte bestimmt um die 7 Monate nur Wollkleider und Leggings getragen, es war alles leichter. Ich glaube das muss man sich ausprobieren und die Jahreszeit ist auch entscheidend.
    Gute Besserung Sabine

  • #82

    Dagmar (Sonntag, 27 Juni 2021 08:21)

    Hallo Michaela,

    bei mir steht die Diagnose leider auch. Ich habe eine Frage... meine Schulter ist noch nicht eingefroren... bin in der Schmerzphase... ist es ratsam den Arm, Schulter noch vorsichtig zu bewegen?

    Danke für die Nachricht.
    Dagmar

  • #83

    Cornelia (Sonntag, 27 Juni 2021 09:04)

    Hallo Gundi, ich habe eine beidseitige Frozen Shoulder, siehe oben Beitrag 9 und 12. Mit 2 betroffen Schultern einen BH zu händeln und mich zu quälen macht für mich keinen Sinn, vorne schliessen dann umdrehn ist nicht möglich. So lasse ich den BH einfach weg, ich habe mich daran gewöhnt und fühle mich nach über 40 Jahren BH tragen sehr frei. Es gibt von verschiedenen Marken BH-Tops, lang als Unterhemd oder kurz nur um den Brustbereich, sie haben ein Polster über der Brust die auch rausgenommen werden können. Solche Teile kann man wunderbar von unterher anziehen und wenn ich mal das Gefühl habe, dass ich unbedingt ein BH ähnliches Teil tragen möchte, greife ich auf so ein Top zurück. Ich hoffe dieser Tipp hilft dir ein wenig weiter.
    Liebe Grüsse aus Basel, Cornelia

  • #84

    Dagmar (Montag, 28 Juni 2021 08:37)

    Guten Morgen Zusammen...

    danke, dass es diese Gruppe gibt... könnte ich bitte Meinungen haben, ob leichte Bewegungen in der Schmerzphase - Schulter und Arm sind noch nicht eingefroren- als positiv oder eher negativ gewertet werden? Danke für eure Infos und Meinungen...

    Viele liebe Grüße,
    Dagmar

  • #85

    Michaela Buck (Montag, 28 Juni 2021 10:14)

    Liebe Dagmar (#84),
    ich habe in der Schmerzphase weiterhin (aus Unkenntnis dessen, was da mit meiner Schulter los ist), meine Yogaübungen und sonstige Dehnübungen gemacht. Außer Schmerzen und dem Gefühl, "etwas" getan zu haben hat es mir nichts gebracht.
    Herzliche Grüße, Michaela

  • #86

    Dagmar (Montag, 28 Juni 2021 10:45)

    Hallo Michaela,

    danke für die Nachricht. Dann bringt Physiotherapie ja eigentlich auch nichts. Lediglich vorsichtige Rücken- und Schultermassagen, vorsichtige Streckungen Kopf/Nacken... verstehe ich das so richtig? Kannst Du mir bitte sagen, wo ich die Weihrauchkapseln bestellen kann? Ich war gerade in der Apotheke und haben Probleme mit der Bestellung... danke für weitere Infos... hab einen schönen Tag... viele liebe Grüße Dagmar

  • #87

    Michaela Buck (Montag, 28 Juni 2021 11:04)

    Liebe Dagmar (#86),

    Weihrauch gehört als Boswellia zum Ayurveda. Vielleicht hilft Dir das weiter, es kann oft als Nahrungsergänzungsmittel bestellt werden.

    Herzliche Grüße, Michaela

  • #88

    Cornelia (Montag, 28 Juni 2021 14:48)

    Hallo Dagmar, Regula hat im Artikel 20 diesen Link reingestellt. Ich kannte den Bericht bereits, liegt vielleicht daran, dass Regula genau wie ich aus der Schweiz kommt.

    https://blog.ksb.ch/wissen/frozen-shoulder-behandlung/

    Ich persönlich habe in der Entzündungsphase gar keine Physio o.Ä. gemacht. So wurde es mir empfohlen. Während der Einsteifung nur Muskellockerung bei der Physio und Abwechselnd bei der TCM, Schröpfen, Akupunktur. Ich bin rechts in der Auftauphase und habe begonnen leichte Übungen zu machen, links noch sehr eingeschränkt mit Schmerzen, da warte ich noch zu mit Übungen.
    Lies den Bericht vom Link, vielleicht hilft dir das weiter.
    Was wird von deinem Arzt empohlen?
    Grüsse, Cornelia

  • #89

    Gundi (Montag, 28 Juni 2021 16:41)

    Hallo liebe leidensgenossinnen..ich habe heute morgen einen langen Beitrag geschrieben, aber wohl vergessen, ihn abzuschicken.
    Ich habe im Moment sehr unterschiedliche Tage,habe jetzt 3x Abend ibu600 genommen..mit einer leichten Besserung in der Nacht. Habe auch noch voltarentabletten da und überlege sie zu versuchen.. habe aber viel gelesen, dass das nicht viel bringen sollte. Wie sind eure Erfahrungen damit?
    Wie seht Ihr eigentlich die psychische Seite, es sind sehr viel Frauen betroffen, gehört ihr auch zu denen, die sich viele Gedanken um andere machen, ich dachte immer, ich nehme mir viel Zeit für mich, mittlerweile bin ich etwas skeptisch geworden.
    Ich wünsche euch einen guten Tag.
    LIEBE Grüße Gundi

  • #90

    Anna (Montag, 28 Juni 2021 21:26)

    Hallo allerseits
    Betr. Schmerzmedikamenten: bei mir haben alle die ich ausprobiert habe lediglich den Ruheschmerz etwas gedämpft. Immerhin!
    Unterdessen (6 Monate nach Schmerzbeginn, gut 3 Monate nach Diagnose, 7 Wochen nach Cortisonspritze) komme ich fast ohne Schmerzmittel aus. Ob die Entzündung schon abklingt, oder ich mich an die Schmerzen gewöhnt habe...ich weiss es nicht. Die Versteifung schränkt mich im Alltag enorm ein.
    Mir hilft es, dass ich mich aus allen Verpflichtungen (ausser 50% Job) rausgenommen habe, viel Ruhe habe und mich zu nichts drängen lasse. Diese Krankheit braucht jetzt meine ganze Energie. Natürliche Hilfen wie Massage, Igelball, natürliche Ergänzungsmittel...tun mir gut. Leichte Mobilisation auch, nur wenn der Tag gut ist - und NIE in den Schmerz rein. Physiotherapie als Ergänzung, auch nur Mobilisation der Brustwirbel, Kopf ziehen...
    Jeder Fall liegt anders, drum: ausprobieren! Scheuklappen drüber wenn die gut gemeinten Ratschläge rundum zuviel werden und rastlos machen.
    Viel Geduld brauchen wir alle, und die Aussicht, dass es wieder gut wird...irgendwann. Ich persönlich denke, dass die Krankheit bremst, um innezuhalten. Mit dem älter werden wird es noch mehr Sachen geben die uns einschränken. Unser Leben vereinfachen, und schmerzlich erfahren, dass wir nicht gegen alles etwas machen können, dass es nicht für alles irgendeine Medizin gibt. Für mich ist das der Sinn der Krankheit.
    Ich wünsche allen Kraft und Mut, Geduld, und Humor - gibt hin und wieder etwas Leichtigkeit.
    Liebe Grüsse an alle, Anna

  • #91

    Eva (Dienstag, 29 Juni 2021 06:12)

    Liebe Anna, du hast es erkannt und sprichst mir aus dem Herzen. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit fällt es vielen schwer, innezuhalten. Die FROZEN SHOULDER zwingt einem regelrecht dazu. Ich möchte euch allen Mut machen, die Beweglichkeit kommt wieder zurück und jeder Schritt nach vor schenkt wieder enorme Freude.
    Liebe Grüße an euch alle, Eva

  • #92

    Cornelia (Dienstag, 29 Juni 2021 10:57)

    Hallo Anna
    Genau so wie du es beschreibst mache ich es auch. Hetzen lassen von mir selber oder von anderen gibt es schon lange nicht mehr. Multitasking fällt sowieso weg und so geht alles langsamer was genau in unsere Zeit reinpasst. Ich denke wie du, der Sinn der Krankheit ist Geduld zu üben und anzunehmen. Von Pontius zu Pilatus laufen raubt Energie und bringt ev Enttäuschung. Viele suchen nach gut gemeinten Ratschlägen, probieren das Medikament dann das nächste. Ich denke, jeder Betroffene merkt früher oder später, dass es nur eine Lösung gibt, anhalten wenn die Bremse gezogen wurde und nicht gleichzeitig Gas geben.
    Das Cortison scheint bei dir anzuhalten, das freut mich für dich!
    Liebe Grüsse an Alle, Cornelia




  • #93

    Cornelia (Dienstag, 29 Juni 2021 11:10)

    Liebe Eva und alle anderen
    Das ist so, die Beweglichkeit kehrt zurück! Als ich meinen rechten Arm ganz plötzlich etwas öffnen konnte und Luft in meiner Achselhöhle verspürt habe, war es wie ein Feuerwerk und ich sah Licht am dunklen Himmel. Das gab mir Kraft und zuversicht, um weiter auszuhalten und den nächsten Vortschritt abzuwarten um noch ein grösseres Feuerwerk zu erleben und vielleicht mit erhobenem ausgestrecktem Arm juble.
    Cornelia

  • #94

    Christiane (Dienstag, 29 Juni 2021 17:10)

    Hallo Ihr Lieben, seit März 2021 habe ich diese Diagnose
    Eigenbluttherapie brachte nichts, Hyalorenspritze brachte nichts
    Matrix Rhythmus Therapie reduzierte den Schmerz
    Cortison Stufen Therapie half
    Am meisten hilft, Quarkumschlaege für mehrere Stunden
    Kühlen mit professionellem Kaeltepack wie in der Pflege
    Habe gerade Cortison Spritze bekommen
    Liebe Grüße

  • #95

    Tina (Dienstag, 29 Juni 2021 19:00)

    Hallo an alle,
    ich bin leider auch betroffen. Bis zur Diagnose hat es fast 8 Monate gedauert. In der Zwischenzeit ist auch die andere Schulter betroffen. Habt ihr auch Schmerzen an den Oberarmen und im Bereich der Achsel?
    Neulich hat mich jemand gefragt „ob ich mir zu viel auflade“ ... ganz verkehrt ist der Gedanke sicher nicht.
    Doch diese Schmerzen über so viele Monate können so zermürbend sein. Schmerzmittel helfen gar nicht.
    Mit CBD Öl und Omega3 merke ich eine leichte Besserung.

    Dieser Artikel hat mich vor ein paar Tagen richtig aus der Bahn geworfen:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5520209/

    Wenn man die Ärzte drauf anspricht, sagen sie vermutlich noch nie gehört.
    Man könnte auch meinen Frozen Shoulder haben auch so viele noch nie gehört... allein all die Betroffenen hier zeigen etwas anderes.

    Ich bin 43 Jahre alt. Die Tante meines Mannes hatte es auch vor einigen Jahren. Sie ist über 70 und irgendwann wurde es besser... das macht Hoffnung.

    Fühlt Euch alle verstanden und gedrückt.

  • #96

    Michaela Buck (Mittwoch, 30 Juni 2021 11:00)

    Liebe Tina (#96) und alle Lesenden,

    danke für den Link zur Studie! Beim Lesen kamen mir direkt mehrere Gedanken dazu.
    Ist die veränderte Körperwahrnehmung und Körperbewusstheit durch die vielen Monate mit teilweise sehr starkem Schmerz während der Frozen Shoulder dafür verantwortlich, dass sich die betroffenen Menschen bei darüber hinausgehen eher in die ärztliche Diagnostik begeben und damit auch mehr Krebsdiagnosen sichtbar werden?
    Wie geeignet ist die Frozen Shoulder-Diagnose als Frühindikator für maligne Gewebeveränderungen?

    Da es auch Zusammenhänge zu Diabetes Mellitus sowie Schilddrüsenerkrankungen zu geben scheint, ist eine umfassende medizinische Abklärung aus meiner Sicht auf jeden Fall geboten.

    Wie seht Ihr das?

  • #97

    Sabine (Mittwoch, 30 Juni 2021 16:21)

    Hallo zusammen,
    Ich kann dem nur zustimmen, ich persönlich hatte schon mit ca 16 Jahren an einer Schilddrüsenerkrankung gelitten, 16 Jahre später ist mir nur ein kleines Stück der Schilddrüse geblieben . Seit dem nehme ich täglich ein Hormon als Ausgleich ein. Mittlerweile bin ich 62 Jahre, bis zum Dezember letzten Jahres, bin ich entspannt 2x die Woche 10 Kilometer gelaufen . Durch frozen shoulders linksseitig , habe ich das Laufen aufgegeben , die Übungen sind für mich gerade wichtiger, zumal meine rechte Seite regelmäßig ab Nachmittags zu Schmerzen beginnt. Es zieht von den Fingern, Daumen bis zur Schulter, vom Rücken bis unter die Achsel. So hatte es linksseitig auch angefangen, der Unterschied ist der, dieses Mal weiß ich was ich habe. Hilfe und Aufklärung habe ich nur durch diese Seite erfahren .
    Mit den bis dahin üblichen Training habe ich diese Woche lieber aufgehört, ich nutze den Fazienball , Schulterkreisen und die Bürstenmassage, einfach um eine Lockerung der rechten Seite so lange wie möglich beizubehalten. Jetzt wo es wärmer ist kühle ich abends meine Schulter, reibe danach meinen Oberarm und Schulter mit Voltaren ein. Es hilft, bis jetzt jedenfalls.
    Meinen linken Arm kann ich zu ca 80 Prozent nutzen, ob es je 100 Prozent werden , das muß ich abwarten.
    Ach ja, was ich auch empfehlen kann, im Chat wurde ein Schmerztagebuch vorgeschlagen, das führe ich mit Beginn der Schmerzen rechtsseitig . Es verschafft mir auch eine Übersicht und gibt mir etwas Sicherheit.
    Gute Besserung, Sabine

  • #98

    Dorothea Hähnel, betroffene (Donnerstag, 01 Juli 2021 12:28)

    Liebe Freundinnen,
    Meine 2. Frozen shoulder wird besser, ich kann schon wieder 50 km radfahren - ohne Motor -und dies mit fast 72! Lassen wir uns das Leben nicht verleiten!
    Irgendwann wird eine auch noch eine weitere Krankheit bekommen. Und eines Tages "müssen wir sterben!"Sagt Snoopy s Freund." - "Aber an allen anderen Tagen nicht !!!
    Liebe Michaela, die Idee, dass der Halswirbel Schuld war, gefällt mir am besten. Denn ich habe zu viel "gedaddelt" ( Kopf- und Nackenhaltung )�‍♀️ ��‍♀️ ��‍♀️��‍♀️ ��‍♀️ �

  • #99

    Eva (Donnerstag, 01 Juli 2021 13:35)

    Liebe Freundinnen - die Anrede von Dorothea gefällt mir!
    Also ich sinne da auch nicht weiter darüber nach, weshalb? was noch?
    Es ist nun mal so. Ich durfte bis jetzt 51 Jahre "gesund" sein und bin es auch heute noch und dafür bin ich dankbar. Meine eigene Mutter musste schon mit 45 Jahren sterben und hat einen Mann und drei Kinder, davon eines schwerst behindert, zurück lassen müssen. Trotzdem ist es uns im Leben gut - ich kann sogar sagen sehr gut - gegangen, obwohl es ein großes Schicksal war, das uns getroffen hat. Im Herbst ist die zweite Frau meines Vaters überraschend gestorben (15 Jahre jünger als er) - und mit seinen 82 Jahren pflegt er meine Schwester immer noch. Das ist doch auch alles ein Geschenk, dass er das noch kann - und dafür sind wir dankbar.
    Wenn ich morgen die Diagnose Krebs erhalten würde, müsste ich auch lernen, es anzunehmen.
    Einer Freundin von mir ist mit 45 Jahren der Mann an einem Gehirntumor gestorben. Sie sagte: "Sonst trifft es immer die anderen, jetzt trifft es eben uns. Mit Gottes Hilfe werden wir es schaffen!"
    Nun bin ich sehr vom Thema abgeschweift. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass wir nicht immer darüber nachgrübeln müssen, was wäre wenn? Es ist so, wie es ist - und daraus sollten wir das Beste machen!
    Liebe Grüße, Eva

  • #100

    Eva (Donnerstag, 01 Juli 2021 14:00)

    P.S.
    Ich sehe die FS nicht als ernsthafte Erkrankung mit Folgen.....für mich ist es eine unangenehme Erkrankung mit massiver körperlicher Beeinträchtigung über einen langen Zeitraum, die in den meisten Fällen ausheilt.

  • #101

    Julia (Donnerstag, 01 Juli 2021 18:37)

    Liebe Freundinnen,

    ich habe eine beidseitige FS, auf der linken Seite zusätzlich noch ein Impingementsyndrom. Die FS hat auf der linken Seite angefangen, ein halbes Jahr später folgte die rechte Seite. Dieser Umstand hat mich in ein tiefes Loch gezogen, ich bin eher der Typ "ich mach alles, ich bin stark, ich finde kein Ende, ich denke zuletzt an mich usw." Jetzt muss ich lernen, dass ich vorrübergehend auf Hilfe angewiesen bin. Die linke Seite taut schon seit längerer Zeit auf, jetzt auch langsam die rechte Seite. Am Anfang hatte ich heftige Schmerzen, langsam werden diese etwas weniger. Aber von Normalität bin ich noch weit entfernt. Ich freue mich jetzt so sehr auf normale Dinge - besonders das Radfahren. Seit einem Jahr kann ich mich nur zu Fuß selbstständig fortbewegen. Das Autofahren (natürlich nur als Beifahrerin) bereitet mir auch immer wieder noch Schmerzen (vielleicht sind es die Erschütterungen?). Aber so langsam geht es aufwärts. Ich glaube auch, dass der Halswirbel auf jeden Fall in die Therapie miteinbezogen werden sollte. Was hat mir geholfen? Oberteile nur zum Knöpfen (Blusen, Topblusen, Strickjacken), Hosen mit Gummizug (nicht zu enge Hosen), Winterjacken mit Innenfutter (die Jacke gleitet besser, es ist nicht so stumpf), keinen BH tragen, Unterwäsche aus Microfaser (gleitet besser), Unterhemden und Tops ziehe ich von unten hoch, leichte Taschen (wichtig: kaum Eigengewicht, vorteilhaft für Handy und Portemonnaie z.B. Gürteltaschen). Osteopathische Anwendungen helfen mir ungemein, darüber hinaus Bindegewebsmassagen. Vorsichtig bin ich bei physiotherapeutischen Anwendungen, die haben mich auch schon häufiger um ein paar Wochen zurückgeworfen. Ich versuche 2 x täglich einen kleineren Spaziergang einzulegen. Dann natürlich regelmäßig die Pendelübungen (diese mag ich nicht, sind aber wichtig), Schulterkreisen, Dehnübungen, leichte Kraftigungsübungen (aber nicht zu früh), den Nacken strecken und die Brustmuskulatur dehnen. Ich habe bereits viele Schmerzsalben probiert, diese haben bei mir jedoch nicht wirklich geholfen. Mein Mann hat mir über ein halbes Jahr jeden Abend den Rücken mit Magnesiumöl einmassiert, das hat zur Entspannung beigetragen (allerdings auch für fettige Nachtwäsche). Darüber hinaus achte ich auf eine basenreiche Kost und nehme zusätzlich Omega 3 und CBD-Öl. Ach, ganz vergessen, am Anfang habe ich längere Zeit Cortison genommen, die Cortison-Spritze habe ich nicht gut vertragen. Zum Schluss: Ich habe hauptsächlich Schmerzen unter den Schulterblättern und in den Oberarmen bis zum Ellenbogen. Es liegen noch einige Monate massive Einschränkungen vor mir, aber meine Psyche ist jetzt deutlich stabiler und ich muss die Erkrankung annehmen. Ich freue mich auf die Zeit "danach". Was habe ich gelernt? Das Zauberwort Ausgleich, nicht alles sofort erledigen, nicht immer perfekt sein. Abends auch einmal die Küche kalt lassen und nur an mich denken. Ich habe zur Zeit noch eine AU, anders geht es noch nicht. Alles Liebe und einen schönen Abend, Julia.

  • #102

    Cornelia (Sonntag, 04 Juli 2021 09:10)

    Liebe Julia
    Eine beidseitige Frozen Shoulder ist wirklich hart!
    Ich gehe lieber zu Fuss um dem Erschütterungsschmerz
    aus dem Weg zu gehen. Öffentliche Verkehrsmittel sind auch schwierig, vorallem wenn es keinen Sitzplatz gibt habe ich keine Chance mich irgendwo festzuhalten.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Durchhaltevermögen!
    Gruss, Cornelia

  • #103

    Erna (Dienstag, 06 Juli 2021)

    Hallo zusammen,
    vermutet jemand einen Zusammenhang zum Hormonhaushalt? In Verbindung mit meinen Schulter-/Armschmerzen habe ich auch (Zyklus unabhängig) starkes Brustspannen.
    Gute Genesung an alle
    —<-<-@

  • #104

    Dagmar (Dienstag, 06 Juli 2021 08:38)

    Liebe Betroffene,

    ich brauche euren Rat... ich habe einen Sehnenriss rechts... nicht operiert... meine Schulter versteift gerade... die Schmerzen sind unerträglich... bitte eure Vorschläge, welche Medikamente ich ausprobieren könnte. Zur Zeit nehme ich: 5x Novaminsulfon und 2x Piroxicam... Creme Diclo... habe seit 42 Jahren eine Schilddrüsenunterfuntion und nehme Medikamente, sowie seit 8 Jahren Hormonflaster. Danke für eure Beiträge... Info: die Sehne soll in 3 Wochen operiert werden... dazu bitte auch eure Meinungen. Danke für eure Unterstützung. Fahre heute nach Holland und werde mir Medikamente mit Cannabis in Tabletten kaufen. Werde dann berichten. Die Schmerzen sind seit 2 Wochen sehr hoch.,,Viele liebe Grüße Dagmar

  • #105

    Petra (Dienstag, 06 Juli 2021 19:52)

    Liebe Dagmar
    Am besten und vorallem professionellsten kann Dich da ein Facharzt für Schmerztherapie beraten.
    Wenn es Dir finanziell möglich ist kann es auch hilfreich sein anzubieten als Selbstzahler einen Termin (Privatpatient) zu vereinbaren( ist ätzend und ungerecht, ich weiß), falls es zu lange dauern sollte(was ich nicht für Dich hoffe). ich drücke Dir die Daumen das Du da ganz schnell einen Beratungstermin(teilweise gibt es die auch online) bekommst. Du brauchst jemanden der deine gesamte Situation überblickt und in Zusammenhang stellt, denke ich.

  • #106

    Dagmar (Dienstag, 06 Juli 2021 21:34)

    Liebe Petra,

    Danke für die Info und Nachricht. Ich möchte noch nicht in eine Schmerztherapie. Da ich vor 10 Jahren Morbus Sudeck in meiner linken Hand hatte und die Schmerzen mit Tilidin und Morphium behandelt wurden, weiß ich wie der anschließende Entzug ist... Ich hatte gehofft Infos zu erhalten, was Betroffene für sinnvoll halten bzw. Medikamente genannt zu bekommen, welche eine Linderung bringen... Palliativ würde ich mich einstellen lassen, wenn ich alles ausgeschöpft hätte... hast Du eventuell mit einem Medikament gute Erfahrung gemacht, welches die Schmerzen ein wenig lindert? Danke für die Nachricht und einen schönen Abend... viele liebe Grüße Dagmar

  • #107

    Eva (Mittwoch, 07 Juli 2021 07:46)

    Liebe Dagmar,
    Ich denke, hier in diesem Forum Empfehlungen für Medikamente abzugeben, birgt doch ein gewisses Risiko. Wurde bei dir überhaupt eine Frozen Shoulder diagnostiziert? Das konnte ich aus deinem Bericht nicht so richtig herauslesen. Viele von uns Betroffenen haben über ihre Erfahrungen mit Medikamenten berichtet, und die sind sehr unterschiedlich. Da musst du schon mit deinem Arzt sprechen. Die Dauer der einzelnen Phasen der FS sind individuell, genauso die Intensität der Schmerzen. Ich wünsche dir eine gute Besserung und viel Ausdauer.

    @Erna
    Ich sehe vor allem bei der primären Form der FS einen Zusammenhang mit dem Hormonhaushalt, da es hauptsächlich Frauen mittleren Alters betrifft.
    Liebe Grüße an alle, Eva

  • #108

    Cornelia (Mittwoch, 07 Juli 2021 09:49)

    Liebe Dagmar
    Ich teile die Meinung von Eva, Medi-Emphelungen abzugeben finde ich auch ein Risiko. Unbedingt mit einem Fachmann abklären.
    Ich wünsche dir Durchhaltevermögen!
    Cornelia

  • #109

    Dagmar (Donnerstag, 08 Juli 2021 12:01)

    Ihr Lieben,

    danke für die Infos. FS ist leider diagnostiziert. Mein Problem ist, dass die verschrieben Medikamente leider nicht richtig helfen... viele liebe Grüße Dagmar

  • #110

    Elke-Marina (Samstag, 10 Juli 2021 09:24)

    Hallo liebe FS,
    ich benötige euren Rat.
    Ich habe es bereits 04/21. Ich war diese Woche beim Orthopäden und der hat mir Cartison verschrieben. Wenn das Cortison die Schultersteife nicht lösst würde er unter Narkose meine Schulter beweglich machen. Hat von euch jemand Erfahrung mit der OP, wenn ja verkürzt sie die FS. Vielen dank
    Elke-Marina

  • #111

    Michael (Samstag, 10 Juli 2021 10:23)

    Hallo Elke-Marina,
    Willkommen im Klub. Deine Angabe es seit 04/21 zu haben ist ok.... Stell dich bitte auf eine längere Genesung ein. Es dauert bestimmt mindestens 1 Jahr, ohne Holzhammermethode.
    Die Schulter unter Narkose wieder beweglich zu machen ist genau das: die Holzhammermethode.
    Überleg dir bitte genau, ob du das machen willst. Das Problem kam ja nicht auf einem solchen weg. Es so zu lösen ist für mich extrem abwägig.
    Ich habe meine ganz eigene Philosophie dahinter, vielleicht kannst du diese nachvollziehen.
    Die FS ist für mich die Folge von zu wenig natürlicher Bewegung und zu wenig natürlicher Haltung. Sitzen ist das neue Rauchen...
    Sogar auf Toiletten sitzen wir unnatürlich (lies Darm mit Charme) daher ist der Grund dafür jahrelanges falsches Verhalten.
    Und das ist kein Vorwurf an jemanden, sondern es hat sich bei uns allen eingeschlichen. Die wenigsten von uns arbeiten körperlich zumindest im mittleren Bereich der Möglichkeiten. Bei mir ist es maximal etwas Gartenarbeit.
    Wir benötigen Ausgleich. Bewegung ist das Ziel. Mir hat der wirklich regelmäßige stramme Spaziergang geholfen von meinen Schmerzen wegzukommen.
    Wir bewegen uns dabei auf den Füßen durchs Leben. Jeder sollte dieses statische Konstrukt zuerst überprüfen lassen, beim Orthopäden, ob man evtl. Unterschiedlich lange Beine hat, ob die Gelenke in sind. Dann Socken mit weichen Bund, damit Blut in die Füße kommt und weiche, ausreichend große bequeme Schuhe. Ein Besuch in einem richtigen Schuhladen mit Beratung nicht nur zu Größe sondern vielleicht auch zu Fuß Stellung kann sehr hilfreich sein. Und dann regelmäßig laufen gehen, also strammer Spaziergang. Erhöht die Kondition und bewegt einfach alles. Auch die Schultern. Wenn das gehen Schmerzen hervorruft, die Arme enger am Körper halten, aber dran bleiben. Nichts erzwingen. Schwingend langsam wieder an die Bewegung gewöhnen.
    Bei mir hat zusätzlich auch eine Ernährungsumstellung geholfen.
    Die beschränkt sich darauf viel weniger Fleisch und Wurst zu essen und zudem morgens ein vielfältiges selbstzusammengestelltes Müsli zu essen. Selbstgemachten Joghurt aus yakult Kultur und Sojadrink. Selbstgemachte Hafermilch. Haferflocken, Sesamkörner, Kokosflocken, Flohsamenschalen, gehäkselte Nüsse, Mandeln, geschrotete Leinsamen, Chiasamen, Haferflocken aus 6 Korn Mix, Hanföl, Leinsamenöl, Kürbiskernöl, bioapfel, Banane, Beeren der Saison.
    Um es kurz zu machen: meine Theorie: es kam nicht über Nacht, dann geht's auch nicht über Nacht weg. Es kam nicht durch eine plötzliche äußere Einwirkung, also Schlag oder Unfall. Dann versuch auch nicht es mit einem Schlag zu lösen, oder mit einem Krachen.

    Viel Erfolg und viel Geduld, aber vielleicht hilft der Blickwinkel, wenn man annimmt, dass es länger dauern wird und man das beste draus machen muss.
    Die westliche Medizin ist immer toll, wenn es für irgendwas eine Tablette oder eine mechanische Lösung gibt. Oder ein Pflaster drauf muss.

  • #112

    Sabine (Samstag, 10 Juli 2021 14:35)

    Liebe Elke-Marina,
    Leider läßt sich die Schultersteife nicht durch eine Operation beseitigen. Es könnte eher passieren das dein Kugelgelenk bricht. Diese Methode wird schon lange nicht mehr angewendet.
    Auch ich war bei drei Ärzten, erst der Weg in die Uniklinik hat mir Klarheit verschafft, Geduld zu haben, leider könne man mir nicht helfen. Alles weitere habe ich schon des öfteren beschrieben.
    Ich werde auch den Satz nicht vergessen: Frau..... , wenn Ihnen jemand etwas spritzen, oder eine OP
    anwenden möchte, stehen sie lieber auf ..... Für weitere Fragen stand mir die Klinik immer zur Verfügung.
    Dieses Forum hatte mir am besten geholfen, die schwierige Zeit zu überstehen.
    Im Internet findest du viele Anregungen über basische Ernährung, da hatte ich mich mehrmals eingelesen.
    Ich wünsche dir , daß du den anfänglichen Schock gut verarbeitet.
    Gute Besserung und viel Geduld....
    Sabine

  • #113

    Dagmar (Samstag, 10 Juli 2021 20:41)

    Ihr Lieben,

    FS kommt meines Erachtens nicht von zu wenig Bewegung... ich bin Sportlerin und bin jeden Morgen für 1 Stunde im Becken, am Abend laufe ich noch 6-8 km... am Wochenende fahre ich 2x 80 km Rad....meine FS ist durch einen Sehnenriss verursacht worden... des Weiteren durch eine Dauerbelastung im Job mit Mobing. Ich bin 57 Jahre alt und habe 5 x in der Woche trainiert... FS ist gleichzustellen mit Morbus Sudeck. Einen Sudeck hatte ich vor 10 Jahren in der linken Hand- nach einen Unfall mit OP. Die Schmerzen sind identisch. Mein Arm und meine Schulter reagieren genau wie beim Sudeck...Der Sudeck verschwand nach 8 Monaten. Was blieb ist eine Hand, welche jetzt 30 Prozent an Kraft verloren hat und leicht behindert ist... darauf habe ich 30 Prozent Schwerbehinderung... die Meinung, dass es von zu wenig Bewegung kommt, kann ich leider nicht teilen... mir ist damals schon gesagt worden, dass der Sudeck jederzeit wieder ausbrechen kann in Armen und Beinen - bei Verletzungen - und genau so ist es gekommen... ich hoffe jetzt nur, dass nichts zurück bleibt und ich wieder morgens ins Becken kann. Schwimmen ist für mich wie atmen... überhaupt hat Sport mein Leben bestimmt...
    Habt ein schönes Wochenende... viele liebe Grüße, Dagmar

  • #114

    Michael (Samstag, 10 Juli 2021 22:03)

    Hallo Dagmar,

    Du nennst einen Auslöser der deiner Meinung nach für deine FS verantwortlich ist. OK. Das ist der Holzhammer. Hilft Bewegung beim auskurieren? Oder will uns der Körper mit der Versteifung der Schulter mitteilen, dass er komplett einfrieren will...?
    Warum macht er das?
    Ich finde der Körper sollte wieder erfahren, dass er noch zur Bewegung benötigt wird... Er soll sich das bitte gefälligst noch Mal überlegen. Keine Bewegung ist meiner Meinung nach nicht richtig.
    Das wollte ich damit sagen.

  • #115

    Dagmar (Sonntag, 11 Juli 2021 09:18)

    Lieber Michael,

    vermutlich bricht FS aus, weil der gesamte Organismus überlastet ist und eine Auszeit einfordert. Aber meines Erachtens ist Auslöser erst mal eine Verletzung. Zur Zeit mache ich weiter- sehr reduziert- Sport. Gehe auch ins Becken, schwimmen ist nur mit einem Arm möglich, nur im Übungsbecken, der rechte Arm gleitet nur mit... Abends laufe ich.., Rad fahren funktioniert leider nicht mehr... ich gehe viel in die Natur.., meines Erachtens will und der Körper mit FS sagen, mal runterfahren bitte , vom 5 in den 3 Gang, weiterhin leichten Sport...

    Habt einen schönen Sonntag...
    Viele liebe Grüße Dagmar

  • #116

    Michael (Sonntag, 11 Juli 2021 10:42)

    Hallo Dagmar,

    Das passt doch gut!
    Wir bei vielen Kommentaren gilt auch bei meinem: meine Meinung/ meine Sicht. Ich sage nicht was zu tun ist oder was nicht und gebe auch keine Versprechen. Ich finde, wir machen alle heutzutage viel zu viel im Sitzen. Bei vielen Kommentaren steht ja auch: PC Arbeitsplatz, zu viel gedaddelt....
    Der Schaden, den wir uns selbst durch sitzen zufügen, vor allem den im HWS Bereich lässt sich nicht einfach durch Sport wieder gutmachen. Dennoch bin ich der Meinung gerade den HWS Bereich zu stärken. Der wird immer mehr vernachlässigt. Wir tragen nichts mehr, haben selten beim Arbeiten die Arme über dem Kopf. Wenn möglich sollte der ganze Schulterbereich gestärkt werden, die Last des doch recht schweren Kopfs muss getragen werden können. Gerade wenn der Kopf unnatürlich lange und oft auf einen Monitor oder Smartphone schaut. Warum bringt ansonsten diese Übung, die meine Frau da beschrieben hat die Entlastung?
    Auch die Kopfhängematte ist großartig. Was auch noch auszuprobieren wäre ist "Aushängen"... Hat jemand sowas, wo man sich mit speziellen Halterungen, die an den Unterschenkeln befestigt werden umgekehrt aufhängen kann und dann mit dem Kopf nach unten baumelnd entspannen kann?
    Bei der ganzen Problematik scheinen meiner Meinung nach auch die Faszien eine große Rolle zu spielen, gerade die im HWS Bereich. Weil zu wenig gefordert/ beansprucht, wird das Bindegewebe immer schlaffer und kann nicht mehr unterstützen. Und dann kommt es zu Reibung, die da nicht sein soll..
    Nur Ideen...Übungen mit leichten Gewichten, die man sich an den Kopf hängen kann und mit Wiederholungen die Muskulatur stärkt. Auf dem Rücken liegend den Kopf über das Sofaende hinaus strecken und dann mit einem Riemen oder Gürtel ein halbes Kilo nach oben anheben.
    Und wiederholen...

  • #117

    Sabine (Sonntag, 11 Juli 2021 14:21)

    Hallo zusammen,
    ich arbeite viel am PC, allerdings genauso viel manuell , also ich habe reichlich Bewegung. Sport begleitet mich schon ab Kindesalter. Genau dadurch habe ich schon wesentlich früher bemerkt : meine Kraft geht weg, bei der Körperpflege ist mir aufgefallen, wenn ich meine Arme zur Seite Strecke , das die Haut etwas runterhängt und die Muskeln weniger werden. Meine Körperhaltung wurde eher gekrümmt, morgens konnte ich mich noch gerade halten, zum Abend war es mir nicht möglich gerade zu stehen. Bei mir war der Auslöser 30 Kilogramm nach oben zu heben, auf halbe Kopfhöhe hatte es im Körper, für mich hörbar gekracht , ab da war der intensive Schmerz, plus Schulter eingefroren. Ich dachte eher an einen Bruch, auf jedenfall an eine ernste Verletzung. Vom Arzt bin ich nicht ernst genommen worden, und so ging die Odyssee für mich weiter. 2,5 Monate später hatte ich eine Diagnose von der Uniklinik bekommen, spezialisiert auf Schulterverletzung.
    Über die Kortisonmedikation hatte ich schon geschrieben.
    Im Nachgang denke ich , FS zu bekommen hat mein Körper schon viel früher festgelegt, das heben war nur der Auslöser. Diese Krankheit hat viele Gesichter, schleicht sich unmerklich ein.
    Die Faszien spielen dabei bestimmt eine große Rolle, auch da habe ich mich mehrmals eingelesen, all zu lange ist es ja noch nicht bekannt , das wir unter der Haut eine zweite haben und wenn diese Faszien verklumpen haben wir ein Problem.
    Durch die Immunkrankheit Zucker, Schilddrüse usw. wird diese FS bestimmt begünstigt.
    Der Halswirbel plus Wirbelsäule , da habe ich spezielle Übungen auf mich zugeschnitten bekommen, es hatte nicht gleich geholfen, eher langfristig. Es ist für mich sichtbar.
    Die Ernährung zu ändern , obwohl ich dachte ich ernähre mich gesund, habe ich auf überwiegend basisch umgestellt. Verarbeitete Lebensmittel esse ich gar nicht mehr, was auch ein großer Fehler von mir war , zu wenig zu trinken bzw. auch zu den Mahlzeiten trinken, das ist bestimmt ein wichtiger Aspekt.
    Meine Kraft kommt zurück, Muskeln bauen sich wieder auf, aber ganz klar ohne Fleiß kein Preis. Meine Haltung ist dem entsprechend gut geworden. Die Kopfhängematte ist wirklich toll!!!
    Was sagt das alte Sprichwort, achte und pflege deine Füße, diese tragen dich ein Leben lang . Tatsächlich tragen unsere Füße das ganze Gewicht.
    Der Körper ist wie ein Zahnrad , welches Rädchen sich nicht dreht, das kann man nur selbst herausfinden.
    Ich habe hier nur meine persönliche Meinung geschildert...
    Gruß Sabine

  • #118

    Eva (Sonntag, 11 Juli 2021 14:45)

    @ Elke-Marina
    Auch ich würde dir von einer OP abraten, denn dies könnte irreparable Verletzungen verursachen. FS heilt im Normalfall von selbst aus.

    @ Michael
    Ich kann deine Gedankengänge durchaus nachvollziehen, wenn es sich um die primäre Form der FS handelt (also dass es ohne einer äußeren Ursache zur Einsteifung der Schulter kommt). Ich persönlich betreibe keinen Sport, bin aber auch nicht diejenige, die stundenlang sitzende Tätigkeiten ausführt. Als "Familienmanagerin" bin ich ständig in Bewegung, sprich radfahren, spazieren, Haus und Garten .... lt. meinem Internisten ist diese Bewegung allerdings zu wenig. Ernährungsmäßig wurden mir von meinem Physiotherapeuten Hülsenfrüchte, Nüsse und alles, was grün ist, empfohlen.

    @ Dagmar
    Da hast du ja ein ordentliches Päckchen zu tragen. Ich wünsche dir dazu viel Kraft und Zuversicht. Deine FS hat eine Ursache, die du zuordnen kannst, eine Verletzung (sekundäre Form). Von den vielen Erfahrungsberichten findest du sicher etwas, das dich anspricht.

    Für alle Betroffenen gilt, verschiedenes auszuprobieren, um das zu finden, was einem persönlich am Besten tut. Falls sich bei mir Symptome in der zweiten Schulter entwickeln, habe ich in diesem Forum einige gute Tipps gehört.
    Meine FS ist nun beinahe ganz ausgeheilt. In den letzten Wochen hat es in der Schulter ständig geknackst - ich vermute, dass sich die Verklebungen gelöst haben, denn zeitgleich ist die Außenrotation wesentlich besser geworden. Meine FS ist eigentlich genau in dem Zeitrahmen verlaufen, wie es von den vielen Spezialisten im Internet beschrieben wurde.
    Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag und bleibt zuversichtlich.
    Liebe Grüße, Eva

  • #119

    Dagmar (Sonntag, 11 Juli 2021 19:55)

    Ihr Lieben...

    den Tip mit Strecken HWS - Kopf- habe ich bereits in meiner Physiotherapie mit aufgenommen... ja, es war so... ich saß stundenlang vor den PC... aber... was habe ich schon von euren lieben Beiträgen gelernt...? Alles wird wieder gut!!!!�❤️ Ich möchte sooo gerne nächstes Jahr wieder schwimmen �‍♀️ können und natürlich Rad � fahren... hat von euch eigentlich jemand eine Reha gemacht? Hat jemand eine Schwerbehinderung beantragt? Habt einen schönen Sonntag... eure Dagmar �

  • #120

    Eva (Sonntag, 11 Juli 2021 21:30)

    Liebe Dagmar,
    Du wirst ( vermutlich nächstes Jahr) wieder voll schwimmen und radfahren können.
    Vielleicht wirst du es auch heuer schon können, aber nicht sportlerisch, sondern langsam und gemächlich, allmählich aufbauend. Im Mai/Juni letzten Jahres hatte ich den Schmerzhöhepunkt und komplette Versteifung. Im August habe ich die ersten Schwimmzüge gemacht.
    Liebe Dagmar, ich denke es nützt alles nichts. Das Tempo bestimmst im Augenblick nicht du, sondern du wirst von der FS gezwungen, das gewohnte Tempo zu drosseln. Und dann solltest du dich daran erfreuen, für jeden kleinen Schritt, den du wieder zurückerlangst. Reha usw. waren für mich kein Thema. Ich habe mein gewohntes Tempo gezwungenermaßen heruntergefahren und dann langsam wieder Gas gegeben - und alles, was ich wieder zurück gewonnen habe, war Freude pur (eigentlich sollte doch Freude die beste Therapie sein). Therapie und Hausarzt haben mir gereicht, die haben mir in der schweren Zeit etwas Linderung verschafft. Alles Zusätzliche hätte mich in jener Situation gestresst und mir mehr geschadet. Aber jeder Mensch ist unterschiedlich und muss das für sich eigene finden. Das sind meine persönlichen Erfahrungen gewesen und müssen nicht von euch geteilt werden.
    So grüsse ich euch alle mit Freude im Herzen und lasst euch ein wenig anstecken, Eva

  • #121

    Gundi (Montag, 12 Juli 2021 04:57)

    GUTEN Morgen zusammen, die schmerzen sind heute Nacht wieder recht unangenehm, daher verbringe ich etwas Zeit im Wohnzimmer.ICh stelle im moment immer wieder eine Empfindlichkeit im Bereich des ellenbogen fest..die teilweise auch verantwortlich si d für schmerzattacken im Bereich des oberarms und der schulter. Kennt das jemand von euch..
    Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche..Gundi

  • #122

    Elke-Marina (Montag, 12 Juli 2021 06:44)

    Vielen dank für die Antworten, ich werde es nicht machen eure Argumente haben mich überzeugt.
    Auch Kortisonspritzen bringen nichts? Ich lese heraus Ruhe und abwarten.
    Vielen dank Michael den Tip mit dem strammen gehen, den habe ich gleich umgesetzt und es hat gutgetan.
    Mit der Ernährung bin ich noch etwas unsicher mein Heilpraktiker hat mir dazu geraten mich nach der Blutgruppe zu ernähren, nach der schleimfreien Heilkost nach Ebert und Trennkost. Daher keine Erbsen und Bohnen da die Verdauung zu viel Kraft kostet. Es bekommt mir ganz gut. Hat jemand andere der gleiche Erfahrung es wird oft angeraten sich fleischlos zu ernähren.
    Vielen dank für eure guten Beiträge die helfen es etwas besser zu verstehen.

  • #123

    Eva (Montag, 12 Juli 2021 08:32)

    Guten Morgen
    @Gundi
    Habe gerade in meinen Aufzeichnungen nachgeschaut. Diese Ausstrahlungen - als ein Ziehen und Zwicken habe ich es empfunden - habe ich oft über Oberarm, Ellbeuge, Unterarm bis zum Handgelenk wahrgenommen. Das war auch in der Zeit der ruhelosen Nächte.
    Gute Besserung, Eva

  • #124

    Anna (Montag, 12 Juli 2021 09:22)

    Das kann ich bestätigen. Die Schmerzen waren im Arm bei mir auch sehr schlimm, nach einschiessen brannte es manchmal bis zu einer halben Stunde, vom Ruheschmerz ganz zu schweigen. Es war schwierig und ich verzweifelte fast. Diese Zeit dauerte bei mir 4 Monate, die Cortisonspritze hat die Spitze der Schmerzen etwas genommen. Unterdessen (nach 6 Monaten seit Beginn der Schmerzen) bin ich praktisch schmerzfrei, wenn ich keine abrupte Bewegung mache die meine Versteifung überschreitet. Die Blockade ist nach wie vor enorm, aber ohne den dauernden bohrenden und ziehenden Schmerz gut zu akzeptieren. Der Alltag ist so gut zu bewältigen, auch weil ich nachts wieder liegen kann fast wie ich will, und gut schlafe.
    Viel Geduld! Durchhalten! Es kommt wieder besser. Viieeeeel Glück allen. LG Anna

  • #125

    Michael (Montag, 12 Juli 2021 10:03)

    Hier Mal wieder ein Gedanke, diesmal zum Fahrrad fahren.
    Ich bin als Jugendlicher viel und ausgiebig Fahrrad gefahren. Und da auch mit einem damals schon sehr angesagten Rennrad. Länge hatte ich nichts anderes und hab darauf auch meine täglichen Einkäufe bewerkstelligt... Mit Rucksack.
    Das Fahrrad ist eine tolle Erfindung. Wir können damit mit relativ geringen Aufwand und Anstrengung uns selbst und auch kleinere Gegenstände von A nach B schaffen oder uns einfach nur in wunderschöne Gegenden. Auto ist keine Alternative.
    Allerdings finde ich, dass das Fahrrad fahren ganz und gar keine natürliche Bewegung ist. Es ist auch wieder und vor allem Sitzen.
    Ja man macht viel mit den Beinen und Gerät in Atem und trainiert die Kondition. Dennoch ist ja die Quantität der Strecke eher ein Ergebnis der Rades selbst. Und der Erfindung von möglichst reibungslosen Kugellagern...
    Beim Fahrradfahren sitzt man die ganze Zeit. Und bekommt sogar jedes Schlagloch direkt über den Hintern und die Wirbelsäule in den Schädel gehämmert. Klar, Sattel und Stoßdämpfer in der Sattelstange können da helfen...
    Ich fahre immer noch gerne Rad. Auch Pedelec mit entsprechendem Antrieb. Aber nicht als Sport oder als Training oder Ausgleich. Sondern weil's Spaß macht.
    Dagegen halte ich gehen, walken, strammes gehen und leichtes joggen für extrem natürlich. Ebenso ist schwimmen meiner Meinung nach ganz wunderbar. Das Medium macht einen leichter und der Widerstand ist toll um ganz speziellen Muskelgruppen zu trainieren.
    Die aber im täglichen Leben und Arbeiten nicht so benutzt werden.
    Daher meine Reihenfolge:
    Schwimmen als Wiedereinstieg in die Bewegung, falls man länger nix gemacht hat. Wenn man damit auch seine Kondition auf Vordermann gebracht hat und vielleicht sogar das eine oder andere Kilo abgespeckt hat, kann's zum laufen gehen. Nie übertreiben, erst weniger, dann mehr. Auf Zipperlein achten. Pausen zulassen. Nicht jeden Tag, wenn's nicht geht, dann halt jeden 2. Tag. Laufen ist im Vergleich zum Schwimmen natürlich auch wesentlich gelenkintensiver. Also mehr Druck darauf.
    Fahrradfahren ist toll, ist aber kein Training für den Bewegungsapparat. Sondern man kommt mit etwas Schweiß viel weiter als zu Fuß, also eine nicht natürliche Bewegung.
    Nur Mal wieder so ein Gedanke.
    Wie sagt mein Orthopäde: das ist ein Bewegungsapparat und nicht ein Rumsitzapparat. Sitzen ist das neue Rauchen.

    Die FS findet in der Schulter statt.
    Auf die Schmerzen brauche ich nicht näher eingehen. Wir alle haben sie oder hatten sie.
    Meiner Meinung nach kommt das Problem aber nicht aus der Schulter, sondern aus dem HWS Bereich. Was ich zusammen mit meiner Frau rausgefunden habe und was wir hier vorgestellt und kundtun wollten ist bei vielen von euch auch schon auf Resonanz gestoßen.
    Keine hauruck Aktionen. Keine OPs. Bewegung hilft. Nicht die Schultern, sondern der Wirbelsäule.. HWS. Hilfe suchen, die einem nicht den Kopf auf den Rücken drehen wollen. Spritzen... Naja. Wenn das Ergebnis ist, dass die Schmerzspitzen weg sind... OK.
    Das Problem dauert. Es dauert echt lang. Aber bei uns und bei vielen anderen hat schon Mal geholfen, dass das Kind einen Namen hat und die Einsicht, dass es leider etwas dauern wird. Raus aus der Tretmühle. Tut euch was Gutes . Entspannt euch. Das ist was für länger. Es bedarf Verständnis auch im Umfeld, der Familie, des Partners, auf der Arbeit und vor allem vom Arzt. Lasst euch krank schreiben und sucht euch den richtigen Arzt, bei dem ihr euch verstanden fühlt, der mit der FS auch was anfangen kann und der euch begleitet und nicht wegspritzen will oder auskrachen will. Es dauert viel zu lang. Zu lang in dieser schnelllebigen Zeit. Aber das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht.
    Bleibt zuversichtlich. Alles wird gut.
    Am Ende ist alles gut. Und wenn's noch nicht gut ist, ist es leider noch nicht das Ende.

  • #126

    Dagmar (Montag, 12 Juli 2021 10:06)

    Liebe Eva,

    Danke für die Nachricht. Du hast recht... es nützt alles nichts... Tempo rausnehmen ist jetzt angesagt. Für mich als Sportler eine enorme Herausforderung. Der Körper baut langsam ab und verändert sich... ich werde es zulassen und akzeptieren müssen... sehr hart für mich... die Schmerzen fressen mich langsam auf und sind eine enorme Kraftanstrengung und Herausforderung... ich denke dann immer: lieber Körper was jetzt... was kann ich Dir gutes anbieten? Wie kann ich noch unterstützen? Diese KH ist wirklich eine Herausforderung.... aber... alles wird auch wieder gut � ❤️ Habt alle eine schöne Woche... ich packe jetzt meine Tasche und fahre ins Schwimmbad... nur schauen und sonnen... ins Wasser gehe ich nicht... eure Dagmar

  • #127

    Elke-Marina (Montag, 12 Juli 2021 10:58)

    @Danke Michael du hast mir etwas Tempo rausgenommen. Ich denke immer es muss doch etwas geben was hilft. Mein Physio hat mir genau das gesagt meine Haltung aufbauen, Schuheinlagen laufen nichts tragen und kein Radfahren. Beim Radfahren hat man genau die gestreckte Armhaltung die es begünstigt. Mein Hausarzt meint es dauert ihn zu lange und das setzt mich unter Druck.
    Aber geht die Entzündung im Arm von alleine wieder weg?

  • #128

    Sabine (Montag, 12 Juli 2021 11:36)

    Kortisoninjektionen können Muskeln und Sehnen angreifen, nach meinem Wissen ist die orale Kortison Einnahme am geeignesten um der Entzündung entgegen zu wirken.
    Das heißt nicht, das nach 4 Wochen alles gut ist, aber der Weg zur Besserung ist geebnet. Entscheidend ist auch eine Begleitung durch die Physiotherapie , viele ausgibiege Spaziergängen, alles was die Sonne ins Herz scheinen läßt.
    Was vielleicht auch den Schmerz etwas dämpft, wie zu Omas Zeiten, ein Tuch, kaltes Wasser dann auf die Schulter legen, wenn es warm wird , kühlst du das Tuch wieder mit kaltem Wasser. So bekommst du die Hitze aus der Schulter . Es wirkt Wunder.
    Mit der Ernährung, kann ich dir empfehlen, schau doch mal nach basische, da gibt es so viele gute Sachen, Michaela und ich haben auch was dazu geschrieben.
    Ich habe dadurch aber ungewollt abgenommen. Aber Fleisch und Fisch esse ich auch. Verarbeitete Lebensmittel und Wurst , sowie Schweinefleisch geht gerade auch nicht.
    Gruß Sabine

  • #129

    Sabine (Montag, 12 Juli 2021 11:42)

    Schau nur , das die Sonne nicht deine Schulter aufheizen. Decke diese lieber mit einem nassen, kalten Tuch ab.

  • #130

    Anna (Dienstag, 13 Juli 2021 08:40)

    Betr. Cortison: mein Orthopäde hat mir erklärt, dass eine Cortisonspritze direkt an der betroffenen Stelle lokal wirkt, und im Gegensatz zur oralen Einnahme den Körper gesamthaft weniger belastet, auch weniger Nebenwirkungen hat. Er vertritt aber auch die Meinung dass Spritzen maximal 2mal pro Jahr gesetzt werden sollten, eben wegen den Schäden an Sehnen, Gelenken und Bändern. Das war einleuchtend für mich.
    Mich gesund bewegen, mich gesund ernähren, auf meinen Körper und meine Seele hören und mich keinen extremen „Versuchen“ verschreiben...und mir alle Zeit nehmen diese Krankheit durchzumachen, das ist mein Rezept.
    Liebe Grüsse an alle, Anna

  • #131

    Silvia (Dienstag, 13 Juli 2021 18:04)

    Frozen shoulder begann bei mir im Mai 2018. Im Sommer 2019 war die Schulter geheilt!
    Drei Ärzte drei verschiedene Meinungen. Glücklicherweise fand ich einen Orthopäden der echt Ahnung hatte. 3x Cortisonsspritze erhalten. Schulter fast nicht belastet. Ging auch nicht wegen starken Schmerzen. Habe Ibuprofen nur genommen wenn Schmerzen sehr intensiv waren. Keine Krankengymn. Sondern MT (manuelle Therapie) das ist ganz wichtig. Hatte eine erfahrene Therapeutin für MT. Viele Übungen zuhause gemacht u.nach 1 Jahr war alles wieder gut.
    Wichtig ist der richtige Orthopäde und eine gute Physiotherapeutin! Ich bin denen sehr dankbar

  • #132

    dorothea.haehnel@web.de (Samstag, 17 Juli 2021 12:44)

    @ Elke-Marina:
    Mobilisierung war kontraproduktiv, danach wurde die FS festgestellt!
    Tipp: Schmerzmittel und abwarten! Kein Physio, das war - bei mir auch kontraproduktiv!
    Jetzt: die 2. Schulter taut auf, gestern war die 1. Nacht auf der 1. FS-Schulter liegen könnte. Ich wollte es auch nicht wahrhaben, doch es sind 1 1/2 Jahre geworden.
    Ich bin auch eher der Typ "anpacken", es wird schon, diesmal nicht. Dorothea

  • #133

    Gundi (Samstag, 17 Juli 2021 22:43)

    Hallo zusammen..ich hoffe dass es diesmal mit dem Beitrag klappt.
    Ich weiss jetzt eindeutig dass ich im Stadium des Einfrieren bin..wahrscheinlich schon eine ganze Zeit.. dachte immer dass die Schmerzen dann weg waren..nee..ich finde es nur komisch dass sie sich immer wieder verändern.. von der Qualität und auch lokal gesehen.. die Spitzen einschiessensen Schmerzen sind nur noch selten da..unangenehm sind die unterschwelligen dumpfen Schmerzen von denen mir richtig übel wird...wobei ich auch nicht sicher weiss sind es die Schmerzen oder Medikamente..
    Ich liebe Radfahren.. es geht noch lasse oft dabei den betroffenen arm runterhängen..bin mir aber nicht sicher ob es am nächsten Tag davon schl7mmer wird.
    Mein Arzt meint ich sollte 4 bis 6 Wochen warten..wenn der Schmerz weg ist..und dann erst mit kg anfangen...das hört sich so sehr lang an.
    Eigentl6ch hatte ich mir vorgenommen.. die Situation zu akzeptieren und versuchen gelassen damit umzugehen.. aber wenn dann wieder wache schmerzhafte Nächte kommen. Ist das nicht einfach..mein normaler Tages Nachtrhythmus ist total durcheinander geraten.
    Unsere 1.womotoue müssten wir ja nach 1.woche abbrechen.. wir wollen gern im August wieder los..Mache mir schon Gedanken.. ob es sinnig ist..zumal wir gern mit dem Rad unterwegs sind.
    Wie sind eure Erfahrungen mit radeln und VERREISEN?
    FÜR DEN BH HABE ICH ÜBRIGENS eine gute Lösung gefunden.von under anziehen ..geht besser also ich gedacht habe.
    So jetzt übe ich mich weiter in Gelassenheit..liebe Grüße Gundi

  • #134

    Anna (Sonntag, 18 Juli 2021 07:05)

    @Gundi
    Die Krankheit verläuft sehr individuell, bei mir ist radfahren nie möglich gewesen, erstens weil mein Arm nicht zum Lenker gereicht hat, zweitens weil ich die Erschütterung niemals ausgehalten hätte vor Schmerz. Drum steht das Rad bei mir seit Anfang Jahr im Keller. Nicht für immer, das wissen wir unterdessen, es kommt wieder die Zeit wo das möglich sein wird!!! Ganz bestimmt.
    Ich musste vorübergehend sogar Spaziergänge sein lassen, da ich anschliessend immer starke Ruheschmerzen hatte, bereits nach 30 Minuten gemütlich spazieren. Unterdessen kann ich wieder eine gute Stunde richtig losziehen zu Fuss, und sogar vorsichtig die Arme schwingen lassen dabei. Die Schmerzen haben bei mir sofort nachgelassen, als das Maximim der Versteifung erreicht war, nach 6 Monaten. Seither kann ich besser schlafen und nehme keine Schmerzmedis mehr. Die verursachten nämlich bei mir zeitweise auch Übelkeit.
    Ferien: wir haben immer wieder ein paar Tage Tapetenwechsel gemacht, tat immer gut aus dem Schmerzalltag mindestens geografisch ein bisschen rauszukommen. Aber Autofahren (nur als Beifahrerin, versteht sich) war manchmal auch schmerzhaft.
    Jetzt habe ich eine Physiotherapiepause und mache auch nur noch wenig Übungen (minimale Mobilisierungsübungen), geht gut auch ohne. Aber wie Silvia auch gesagt hat, mein Physiotherapeut ist mir eine gute Stütze, auch wenn oft „therapeutisch“ nichts möglich war, er hat mich immer wieder aufgebaut und mir alternative Übungen gezeigt (s. #64).
    Weiterhin allen guten Mut! Viel Geduld, und Gelassenheit.
    LG Anna

  • #135

    Gundi (Sonntag, 18 Juli 2021 08:45)

    Liebe Anna.danke für deine Worte...ich bin heute morgen wach geworden..und die Schmerzen waren erträglich..herrlich im Vergleich zu gestern.. ich nehme jetzt auch ein Präparat mit Weihrauch..werde das erhöhen..
    Ich war auch Grundschullehrerin..schon lange im Ruhestand..ich bewundere dich dass du arbeiten gegangen bist..das könnte ich mir nicht vorstellen.. andrerseits lenkt es natürlich ab..herauszufinden wo ist die Grenze.. gar nicht so einfach.ich wünsche dir weiterhin mut,Geduld,Gelassenheit, Energie.
    LG gundi

  • #136

    Roswitha Wachtler (Sonntag, 18 Juli 2021 13:30)

    Hallo, ich habe die 2.Frozen shoulder nun fast hinter mir und es hat ca ein halbes Jahr gedauert. Ich habe bei mir festgestellt, dass mit der f. s. eine Stoffwechsel Veränderung einher geht, da ich normal nie in der Nacht aufs Klo muss und bei f. s. mehrmals. Wsr bei beiden Schultern so. Schlussfolgerung für mich war, dass ich was mit dem Stoffwechsel tun muss. Beide Male habe ich eine mehrwöchige 100% strikte Basendiät (nur Obst und Gemüse, kein Kaffee) gemacht und beim ersten Mal war ich danach fast geheilt, beim 2. Mal konnte ich den Verlauf stoppen und die Osteopathin hat die Beweglichkeit wieder "hingebogen". Bin auch gelaufen, nach Aufwärmen gedehnt, Leinöl gegessen f. die Gelenke, Einläufe, viel Wasser getrunken.. Jetzt mach ich wieder Sport und BH anziehen geht auch fast wieder.
    Toitoitoi Roswitha

  • #137

    Johanna 44 (Mittwoch, 21 Juli 2021 21:05)

    Hallo ihr Lieben
    Das alles hier zu lesen hat so gut getan, auch wenn es weiter weh tut, hab ich das erste mal das Gefühl, dass es noch jemanden gibt, dem es so geht... und scheinbar gibt es einige.

    Mein FS ist nie ganz eingefroren seit 10 Monaten (beidseitig) ... ich kann die Arme jedoch nahezu unmöglich nach hinten drehen um mir zB den BH zu schließen. Ich kann jedoch nach wie vor Auto fahren (nur anschnallen ist eine kleine Herausforderungen).

    Am schlimmsten finde ich, dass ich nur noch auf dem Rücken schlafen kann und die Schmerzen vor allem am Morgen und auch auf die lange Zeit so zermürbend sind.

    Haben sich die Schmerzen bei Euch auch verändert? So das zT. Nur die Oberarme weh tun!?

    Oder auch mal der ganze Arm... bis zu den Handgelenken, mal Ellenbogen, Achselbereich.

    Stiche, Brennen, mal leicht mal unerträglich.

    Hat jemand auch Verdauungsstörungen (Darm-Magengeräusche) häufige Toilettengänge ... vermute auch wie @Roswitha, dass der Stoffwechsel durcheinander ist.

    Alles Gute für alle hier �
    Wir schaffen das und sind nicht allein damit.

  • #138

    Anna (Donnerstag, 22 Juli 2021 07:36)

    Liebe Johanna
    Du beschreibst die Schmerzen genau so, wie sie auch bei mir waren. Die starken brennenden, stechenden...spürte ich nach „falschen“ Bewegungen bis zu den Händen, sie blieben manchmal ewig lange nach dem Einschiessen. Den Ruheschmerz habe ich vor allem im Bereich Schulter/Schlüsselbein gespürt. Bohrend, dauernd, vor allem wenn ich ganz still sass/lag.
    Mit dem „Igelball“ habe ich mir den kranken Arm „abgerollt“, das hat mir geholfen. Bei zwei FS wird das natürlich schwierig.
    Verdauungsbeschwerden kenne ich von da her nicht, könnten es ev. Medikamente sein die den Darm beeinträchtigen?
    Ich wünsche dir viel viel Geduld, und Kraft die Schmerzen auszuhalten. Überlege was dir gut tut (nicht in Bezug auf die Schulter, einfach allgemein....Musik hören, der Natur zuhören, lesen, was Feines essen, Film schauen...) und versuche dich darauf zu konzentrieren. Ich habe mir jeden Tag laufend aufgeschrieben was mir Freude gemacht hat. Die Liste war gar nicht mal so kurz...!!!! Mein Alltag hat sich stark verändert weil ich alle meine Hobbys nicht mehr ausführen kann, kaum ein Instrument kann/konnte ich mehr spielen, Handarbeiten waren out. Langsam kommt es wieder. Freu dich darauf!!!! Alles Gute, Anna

  • #139

    Stefanie (Samstag, 24 Juli 2021 07:05)

    Guten Morgen ihr Lieben! Ich habe bereits vor einigen Wochen schon in diesem Forum geschrieben (# 76-78).
    Seitdem war ich weiter auf der Suche nach einer verbindliche Diagnose. Aufgrund des MRT Befundes Bandscheibenvorfall beidseitig habe ich zunächst manuelle Therapie gemacht, es wurde immer schlimmer mit den Schmerzen. Eine Sitzung mit 38 Procain-Injektionen beim Neuraltherapeuten folgte. Sie haben nichts gebracht, sie haben zum Glück auch nicht geschadet, da der Körper diesen Stoff bereits nach 30 Minuten wieder abbaut. Ich war noch bei einem Osteopathen meines Vertrauens und einem weiteren Orthopäden.
    Die Erkrankung ist schon bekannt, aber es gibt auch unter Medizinern noch so viele offene Fragen hinsichtlich FS ( Ursache, Entstehung, Verlauf…. )

    Im Endeeffekt ist der Bandscheibenvorfall nur ein NebenSchauplatz, die beidseitige FS ist jetzt bestätigt. Die Manual Therapie habe ich natürlich sofort abgebrochen, ich gehe nun zweimal die Woche zu meiner langjährigen Physiotherapeuten und lasse mir ganz sanft die Rückenmuskulatur lockern. Sämtliche Angebote der Ärzte bezüglich Cortisonspritzen, Cortison Tabletten, Schmerzmitteln (Novalgin/IBU ) habe ich bisher abgelehnt. Ob ich mir damit einen Gefallen tue, da ja der Schmerz nun chronifiziert und im Schmerzgedächnis ist, weiss ich nicht. CBD-Öl 10% hilft auch nach dem 2. Fläschchen nicht. Salben ( Arnika, Teufelskralle… ) ebenfalls.
    Vor fünf Tagen habe ich nun mit dem Nahrungsergänzungsmittel Keltikan (Vit.B 12, Folsäure und UridinmonoPhosphat ) begonnen… mal sehen.

    Die Schmerzen haben sich in den Wochen auch bei mir irgendwie verändert, mal tut der Ellenbogen weh mal der Unterarm bis in die Hände, dann wieder der Oberarm und die Schultern vorne oder hinten… An einigen Tagen kann ich mich etwas besser bewegen, an anderen Tagen ist es wieder wesentlich eingeschränkter…..

    Die Nächte sind nach wie vor furchtbar, allerdings schaffe ich es, zumindest, ab und zu mal ein paar Stunden zu schlafen, aber auch im Schlaf merke ich die Schmerzen und wie viele von euch beschrieben haben, bin ich auch keine Rückenschläferin und sobald ich mich drehe, wird der Schmerz so schlimm, dass ich aufstehen muss, durchs Haus tigere… meist sitze ich ab 5:00 Uhr im Liegestuhl auf der Veranda ( so auch jetzt ) , höre entspannte Musik und genieße den Morgen. Ich gehe jeden Tag 10.000-15.000 Schritte spazieren. Zum Glück bin auch ich nicht ganz eingefroren, mir bleibt ein gewisser Bewegungsspielraum, das ist insbesondere bezüglich der Beidseitigkeit ein Segen.
    Ich mache regelmäßig Wärmeanwendungen, lese aber jetzt ganz oft, dass ihr mit Kälte arbeitet?!
    Ich war nun fünfeinhalb Wochen arbeitsunfähig zu Hause, habe aber entschieden, da ich ja nun nicht wirklich aktiv etwas ändern kann, dass ich ab Montag versuche, wieder zu arbeiten. Mit meinem Arbeitgeber habe ich einen sanften Einstieg besprochen.
    Das Verständnis ist im Moment da, wie es sich im Alltag tatsächlich bewährt, muss mal abwarten. Ich betreue einen großen Kundenstamm und meist ist es ja so, wenn man dann erst mal wieder da ist, dass nach kurzer Zeit von allen wieder 100-prozentiger Einsatz erwartet wird…
    Zumal sich kaum einer vorstellen kann, wie diese Erkrankung abläuft und was sie mit einem macht.

    Aber das stelle ich in meinem gesamten Umfeld fest…

    Inzwischen habe ich einen höhenverstellbaren Schreibtisch und einen ergonomischer Stuhl im Home-Office. Ich werde sehen, ob es funktioniert. Ich brauche irgendwie wieder einen strukturierten Alltag.
    Die Entscheidung ist wirklich mutig, da ich teilweise morgens 1-2 Stunden brauche, bis sich die Nachtschmerzen geben…..

    Ich bin unglaublich dankbar, dass mein Mann mich in jeder Hinsicht so toll unterstützt, mir die Haare hochsteckt ( er wird immer besser ;-) ) , mir alle Dinge abnimmt, die ich nicht selber machen kann.

    Ich wünsche euch an dieser Stelle erneut von Herzen alles alles Gute, werde weiterhin mitlesen und fühle mich sehr verbunden mit euch.
    Danke liebe Anna, dass du dich auch per Mail an mich gewandt hast, auch das hat sehr gut getan :-)

    Herzlichst, Stefanie

  • #140

    Elli (Samstag, 24 Juli 2021 09:31)

    Hallo Ihr Lieben,
    schön, dass es dieses Forum gibt. Ich habe seit 03/21 beidseitig FS. Dieses Forum hilft wirklich die lange Zeit des geduldigen Wartens zu bewältigen. Ich bekam nach der Diagnose Kortison in Tablettenform, was nicht wirklich half. Seit dem bin ich ohne Medikation. Ich habe von Anfang an meinen Physiotherapeuten besucht. Da viel ausprobiert wurde kann ich jetzt sagen, dass es in der Anfangsphase am besten ist die Schulter einfach in Ruhe zu lassen. Eine Lockerung und Entspannung der Nackenmuskulatur ist sehr hilfreich. Die Schmerzen nachts sind das schlimmste. Der plötzlich einschiessende Schmerz bei ruckartigen Bewegungen kommt jetzt kaum noch vor. Man nimmt in allen Bewegungen eine Schonhaltung an und macht alles viel langsamer als vorher.
    Meine Familie reagiert sehr verständnisvoll und hilft viel. Ich versuche aber immer noch vieles selber zu erledigen auch wenn es schmerzt. Je länger es dauert umso ungläubiger reagiert das berufliche Umfeld. Manchmal möchte ich in die Zukunft schauen, wie lange ich noch aushalten muss - Ungeduld macht sich breit.
    Ganz liebe Grüße und an alle noch Betroffenen gute Besserung, Elli.

  • #141

    Claudia (Samstag, 24 Juli 2021 13:15)

    Hallo Ihr Lieben,
    Ich Frozi, seit 2/21, ältere Beiträge, siehe weiter oben, habe in der Nacht nur noch wenig Schmerzen. Schlafe aber auch nicht auf der kranken Schulter, habe ich mir total abgewöhnt, auf links nur mit Kissenstütze. Wenn ich zuviel im Haushalt etc. mache tut mein Arm wieder mehr weh, ich hatte auch immer diese ausstrahlenden Schmerzen. Am besten geht es, wenn ich den Arm komplett schone, aber das war nur im Urlaub möglich. Ich hatte seit 4 Wochen keinerlei Behandlung, ausser meinen Mittelchen, die auch viele von Euch probieren und ich glaube für mich ist es so genau richtig, wenn keiner an mir rumdrückt und bewegt. Ob er noch steifer wird, da bin ich mir zur Zeit nicht sicher, viel mehr geht auch nicht. Ich kann kein Rad fahren, laufen geht jetzt schon 1 Km am Stück aber ruhig weg. Auto fahren nur Kurzstrecke und nur bis zum 4 Gang. Büro ist recht eingeschränkt, viel mit links, mein Mann ist selbstständig und macht dann das, was bei mir überhaupt nicht geht. Arbeiten zu gehen wäre mir völlig unmöglich und würde mir den totalrn Stress machen. Ich glaube, bei mir wird es noch dauern. Ich versuche nun damit meinen Frieden zu schließen.
    Seid nicht ungeduldig. Ich sage immer, ich mache das mit links! Rechts ist ja auch eingefroren. �LG Claudia

  • #142

    Dagmar (Sonntag, 25 Juli 2021 09:50)

    Guten Morgen Michaela, guten Morgen Michael,

    leider habe ich gestern Abend meinen erkrankten Arm reflexartig hochgerissen, wäre beinahe gestürzt... es hat furchtbar laut geknackt im erkrankten Arm. Seit dem habe ich sehr heftige Schmerzen.... könnt Ihr mir bitte raten, was ich machen soll? Danke für eure Unterstützung.

    Viele liebe Grüße Dagmar

  • #143

    Michaela & Michael (Sonntag, 25 Juli 2021 10:56)

    Liebe Dagmar,
    was für ein belastendes Erlebnis!
    Beim Lesen Deiner Worte fällt uns nur eins ein: lass dringend einen Arzt draufschauen. Wir können und dürfen ausser diesem Rat keinen anderen geben. Für dieses Thema sind wir wie alle hier Betroffene und Angehörige von Betroffenen.
    Wir wünschen Dir gute Nerven und gute Besserung!

  • #144

    Dagmar (Sonntag, 25 Juli 2021 12:01)

    Liebe Michaela, lieber Michael,

    danke für euren Rat. Ich habe morgen in der Früh einen Termin beim Schulter Chirurgen. Die Schmerzen sind unerträglich... die Schmerztabletten helfen nicht... ich habe das Gefühl als das die Schulter kocht.... ich weiß zur Zeit auch keinen Rat... ins Krankenhaus oder nicht... das mir das gestern passieren musste...

    Eure Dagmar

  • #145

    Gundi (Sonntag, 25 Juli 2021 22:25)

    Liebe Dagmar.. Ich schicke dir ganz viele gute Gedanken und dass dir bald jemand helfen kann.
    Ich bewundere die Geduld und die gelassenheit von einigen von euch..bei mir ist es ein auf und ab.
    Das heftige einschiessen ist nur noch selten..ein blöder eigentlich selbstverständlicher griff..ein weglaufen..weil ein Auto einen auf dem Bürgersteig über den Haufen fährt.
    Ich kann öfter etwas länger schlafen.. Aber unruhig ..der morgen dauert bei mir bis ich zur normaitaet gefunden habe.
    Bin jetzt wieder 3 tage ohne Ibu ausgekommen..habe am Freitag meine thsimasseurin machen lassen...Puh.. es hat sich seitdem was verändert..die schmerzen sind anders geworden..schlecht zu beschreiben.. ob ich sie noch mal machen lassen hängt von den nächsten Tagen ab..
    Nachdem ich gegoogelt habe Las ich dass die frozenshoulder zum Programm der thaimassage gehört..interessant.manchmsl denk wenn ich weiterhin regelmässig zur thaimassage gegangen wäre..ging wegen corona nicht..war es vielleicht gar nicht so weit gekommen..
    Fahrradfahren..immer noch ein grosser Thema.. ich kanns aber anschliessend mehr schmerzen..anderseits hab ich die auch wenn ich nicht fähre.
    Wir wollen bald mit dem Womo los..Bin gespannt wie es wird..da wir sonst viel mit dem Rad Unternehmen..
    Ichnwuensche euch einen guten Start in die neue Woche mit wenig schmerzen und vielen guten Gedanken. Gundi

  • #146

    Dagmar (Montag, 26 Juli 2021 16:47)

    Ihr Lieben,

    Danke für eure lieben Worte... es hilft mir sehr...

    Mein Chirurg möchte die Schulter spiegeln und dabei eventuell operieren... ich habe irgendwie ein komisches Gefühl, dass es nicht gut geht... was meint Ihr? Eine frozen shoulder spiegeln und eventuell operieren? Je nachdem was er bei der Spiegelung findet? Physiotherapie wird ab heute ausgesetzt, da der schmerzpegel zu hoch ist. Bitte eure Meinungen... Danke euch... viele liebe Grüße Dagmar

  • #147

    Sabine (Dienstag, 27 Juli 2021 07:20)

    Liebe Dagmar,
    Ich würde dir zu einer zweiten Meinung raten.
    Es gibt Unikliniken, Abteilung für Schulter, da kannst du dir einen Termin telefonisch holen. Das ist Speziell ausgebildetes Fachpersonal, die sich auch untereinander absprechen.
    Schau mal bei 117 im Forum, ich dachte auch ich habe mir was gebrochen, dabei war dieser schreckliche Vorfall der Auslöser.
    Wahrscheinlich ist deine Wunde wieder aufgerissen und der Heilungsprozess fängt von vorne an.
    Ich sollte eine MRT CD mitbringen, die Aufnahmen werden einzig und allein benötigt um einen Bruch bzw. andere operable Erkrankungen auszuschließen. Das MRT war allerdings für mich sehr schmerzhaft.
    Ich wünsche dir gute Besserung.
    Ich habe hier nur meine persönliche Erfahrung geteilt.
    Liebe Grüße Sabine

  • #148

    Stefanie (Dienstag, 27 Juli 2021 08:08)

    Guten Morgen Ihr Lieben ! Diese Nächte- jede Nacht….nicht wissen, wie man liegen soll, 100 x die Position anpassen, KissenBurgen aufbauen - abbauen - umbauen, den Kopf, die Arme, die Schultern wieder neu platzieren und eine schmerzfreie Position suchen und nicht finden. Am Morgen bin ich dann total erschossen, schlummer endlich noch mal völlig übermüdet für 1/2 Stunde ein, der Schmerz weckt mich aber gleich wieder und ich brauche dann einen langen Spaziergang, eine Dusche und noch Zeit oben drauf um einigermaßen aus dem NachtSchmerz zu kommen. Und dann dieses Grübeln, immer wieder die Sorge, dass es doch noch etwas anderes sein könnte, dass die Ärzte irgendetwas übersehen haben, dass ich vertraue, dass alles in einem Jahr oder auch zweien alles von alleine wieder weg ist, und dann passiert das wohlmöglich nicht, und man hat über eine langen Zeitraum irgendetwas anderes verschleppt und es verschlimmert sich. Dann immer wieder die Frage, ist es immer noch die erste Phase, wird es noch schlimmer, wo stehe ich eigentlich im Moment, jeden Tag verändern sich die Schmerzen, Mal nur die Schulter und die Oberarme, dann wieder Ellenbogen und unter Arme, morgens die Arthritis chen Hände… und das alles beidseitig…mal ist ein klitzekleines Bisschen mehr Bewegung möglich, dann geht wieder gar nichts. Und immer wieder kommen mir die Tränen, immer öfter… Es tut gut, dass ich weiß dass ihr es versteht

  • #149

    Gundi (Dienstag, 27 Juli 2021 10:11)

    Liebe stefanie..Ich kann dich und deine Gedanken so gut verstehen. Lass dich mal ganz feste drücken. ..Ich habe heute etwas k
    Länger geschlafen..Aber durch die schmerzen. Dann raus..wieder überlegen..kühlen. was tut gut. Meine Entscheidung zur thaimassage zu gehen hat sich als nicht gut herausgestellt.. Ich habe wohl durch die Veränderungen der schmerzen keine Ibu mehr genommen. Dafür sind sie permanent da..wechseln. Ich vermute mittlerweile dass meine schweissausbrüche nicht nur mit dem Wetter zu tun haben sondern auch damit.
    Ich kann mich nicht mehr bei meinem Mann in den arm legen. ..selbst auf der gesunden Seite nicht wusste nicht wo ich den arm hinlegen sollte.
    Ich finde auch den unterschied zwischen morgen u d Tag. So fürchterlich..als ob man 2 verschiedene Menschen beinhaltet..heute morgen hatte ich fast keine Lust aufzustehen ..Ich werd echt mürbe mit der Zeit.
    Tagsüber schaff ich mit Pausen noch erstaunlich viel ..
    Ich hoffe ich hab bald wieder etwas mehr Energie.
    Passt gut auf euch auf
    LgGundi

  • #150

    Dagmar (Dienstag, 27 Juli 2021 11:10)

    Liebe Stefanie,

    ich denke an Dich, sende Dir Kraft, Du hast es perfekt beschrieben... so sind einige dieser frozen shoulder Tage... ich weine, weil Du das schreibst, was ich denke und empfinde ...,

    Dagmar

  • #151

    Stefanie (Dienstag, 27 Juli 2021 18:34)

    Vielen vielen Dank für Eure lieben und einfühlsamen Worte, liebe Gundi & liebe Dagmar - ein schönes Gefühl, dass wir auf diesem Weg - dank Michaela’s Initiative und dem Austausch hier - nicht alleine sind.

    Ich habe heute durch Zufall in einem Telefonat mit einer sehr lieben Kollegin erfahren, dass sie vor ein paar Jahren auch den Leidensweg FS erlebt hat. Diese Verbundenheit, die in diesem Gespräch entstanden ist, hat sehr gut getan, zumal ich ansonsten bisher - vor allem
    in der Firma - die Erfahrung gemacht habe, dass Außenstehende nicht nachvollziehen können, was diese Diagnose bedeutet.

    Ich sende Euch HerzensGrüße <3

  • #152

    Dagmar (Dienstag, 27 Juli 2021 20:28)

    Liebe Stefanie,

    ja das stimmt. Keiner im Büro glaubt mir, dass ich krank bin und die Kündigung kommt auch jetzt bald... aber ich bin froh... eine Sorge weniger... ich möchte mich auf eine Genesung konzentrieren und nicht darauf, es der Firma recht zu machen... nächstes Jahr werde ich wieder Rad fahren und im Schwimmverein meine Bahnen schwimmen... heute hat man mir gesagte, dass die Schulter nicht mehr wird... ich habe mir jetzt einen Termin in der UNI Klinik in Essen geholt... dort werde ich die Sehne operieren lassen... FZ wird irgendwann vorbei sein . Morbus Sudeck habe ich auch geschafft, eine Lungen Operation letztes Jahr auch und FZ schaffe ich auch noch.... weil, wir alle sind sehr stark. Wir müssen nur die schlimmen Tage überstehen...

    Eure Dagmar

  • #153

    Gundi (Dienstag, 27 Juli 2021 22:04)

    Liebe Dagmar.. bewundernswert was du schon geschafft hast..ich wünsche dir weiterhin so viel Energie und dass alles gut verläuft und du kompetente Ärzte hast. Ich hoffe dass drine schmerzen etwas nachgelassen haben.
    LG Gundi

  • #154

    Miri (Mittwoch, 28 Juli 2021 19:02)

    Hallo Ihr Lieben, es ist sehr bewegend und auch traurig Eure Zeilen zu lesen. Ich kann Euch nur sagen: Es geht vorbei. Ich hatte letztes Jahr eine FZ und es fing ganz schleichend an. Erst so ein komisches Ziehen, dann irgendwann diese unerträglichen Schmerzen der ersten Phase, das war im März 2020. Im Juli gingen die Schmerzen zurück und die unbeweglichere Schulter war zwar lästig, aber nicht schlimm. Bei mir war die Unbeweglichkeit auch recht schnell da, bereits in der ersten Schmerzphase. Arg viel mehr ist da nicht mehr eingefroren - und irgendwann gegen Ende des Jahres taute sie wieder auf, ich habe heute keine Einschränkungen mehr. Ibuprofen habe ich in der ersten Phase ein paar Tage genommen, es hat aber nichts gebracht, die Schmerzen wurden dadurch nicht weniger. Eine Kortisonspritze hat es noch verschlimmert, evtl. aber dann die Schmerzdauer abgekürzt, das kann ich nicht beurteilen. Kortison Tabletten wollte ich nicht einnehmen. Osteopathie und später Physio waren sicher hilfreich um die Verspannungen zu lösen. Seit circa 6 Wochen ist nun meine andere Seite dran und es tut seh weh, meine Nächte sind kurz und ich fühle mich einfach nicht gut. Morgen habe ich wieder einen Termin bei der Osteopatin. Würdet Ihr die Stufentherapie mit Kortison empfehlen? Gibt es jemand mit guten Erfahrungen? Gestern war ich beim Orthopäden und bekam gesagt: „Sie haben es doch schon einmal hinter sich gebracht, ohne Kortison. Dann würde ich das dieses Mal auch nicht empfehlen…“ Ja,ja ich weiß, es geht vorbei. Aber gegen schnell vorbei hätten wir alle nichts. Was noch gut gegen die Schmerzen hilft, sind Wickel mit Retterspitz. Und die gleichnamige Muskelsalbe hilft mir gut gegen die ekligen Nervenschmerzen im ganzen Arm. Aber das Zeug hat den Nachteil, dass es ziemlich stinkt… Euch allen gute Besserung, Danke an Michaela für das Gründen dieses Forums. Es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. Liebe Grüße Miri

  • #155

    Betty (Mittwoch, 28 Juli 2021 23:31)

    Liebe #148 Stefanie

    Du sprichst mir aus der Seele, in dem einen Moment weiß ich nicht mehr zu welchem Arzt ich noch soll, weil ich dauernd denke: „vielleicht ist etwas übersehen worden, vielleicht vergeht zu viel wertvolle Zeit ... was wenn es was Schlimmeres ist ... es muss was sein, mit meinem Körper stimmt was nicht, das spür ich doch... ich will auf mich hören/meinem Gefühl trauen usw. Und jedes weitere, körperliche Zipperlein, verstärkt die Angst, das es evtl. doch die falsche „Diagnose“ ist.

    Und schon gehe ich wieder bei einem ratlosen Arzt raus, der außer Schmerzmittel, Korison und Fragezeichen nix zu bieten hat...

    Im nächsten Moment möchte ich zu keinem Arzt mehr gehen, um nicht überall den Psycho-Stempel zu bekommen. Denn sind wir mal ehrlich, auch manche Schulterspezialisten stellt die FS vor ein Rätsel. Und heute wird schneller ein Burnout, eine Angststörung oder Hypochondrie diagnostiziert als eine 100%ig gesicherte FS.

    Wer hat keinen Stress, sein es beruflich oder privat oder beides.

    Es ist einfach diese unfassbar lange Zeit, die Schmerzen und das eingeschränkte Leben, was einen mürbe macht und unsicher. Egal wieviel Stress ich bisher hatte, nichts hat mich so viel Kraft und Durchhaltevermögen, gekostet wie meine beidseitige FS seit 10 Monaten.

    Und genau das braucht man jeden Tag auf’s Neue... gepaart mit Aufraffen, Hoffnung, Lebensmut, lieben verständnisvollen Menschen und dem Vertrauen, das alles gut wird. Und Fakt ist, wir alle müssen irgendwann sterben, die Angst verhindert es nicht, aber bis dahin leben wir! Und ich für meinen Teil habe mich entschieden, jeden Tag mein Bestes zu geben, mit dem Wissen, das ich heute habe.

    Ich wünsche uns allen, dass unsere FS zu einer Geschichte in unserem Leben wird, die wir irgendwann erzählen können, in Dankbarkeit sie los zu sein. Und vielleicht lehrt sie uns auch etwas... und sei es nur, dass wir stärker sind als wir glauben.

    Alles Liebe

  • #156

    Ulrike (Freitag, 30 Juli 2021 11:54)

    Hallo Ihr Lieben,
    ich habe heute zum ersten Mal diesen Chat gelesen und bin sehr tief berührt, weil ich eigentlich so gut wie alles selbst gerade erlebe, was Ihr schreibt. Ich weiß erst seit 3 Wochen, dass ich Frozen shoulders habe – beidseitig. Angefangen hat es im Februar.
    Selbst in der orthopädischen Uniklinik Frankfurt wurde die Diagnose nicht gestellt. Dort wurde mir für beide Schultern eine Gelenkspiegelung angeboten, nach dem Motto, mal sehen, was wir dann sanieren können.
    Erst der Orthopäde, den ich vor ca -4 Wochen aufgesucht habe, hat die fs erkannt. Mein bisheriger Orthopäde wollte mich mit Akupunktur behandeln - alleine schon sich auf die Akupunkturliege mit zwei Frozen shoulders in Bauchlage (ohne Gesichtsfeldausschnitt und Kissen) zu legen ist fast unmöglich. Nach der zweiten Sitzung habe ich ihm begründet abgesagt und bin der Praxis ferngeblieben, weil es besser für mich ist. Dieser Orthopäde hat es einfach nicht verstanden, was ich habe.
    Anfang Juni habe ich mich von meiner Hausärztin krankschreiben lassen, weil ich nicht mehr konnte. Von ihr habe ich auch eine gute Schmerztherapie erhalten: 60 mg etoricoxib ( ist wie Ibuprofen, schont aber den Magen und wirkt entzündungshemmend) und zusätzlich 3 bis 4 x 500 mg novaminsulfon. Das kann ich sehr empfehlen. Mein „neuer“ Orthopäde hat mir ein Lokalanästhetikum und Kortison in beide Schultern gespritzt, und das hat mir so gut getan! Nach knapp vier Wochen merke ich allerdings deutlich, dass die Wirkung wieder nachlässt. Zwei Spritzen im Abstand von4-5 Wochen darf ich noch bekommen - die nehme ich auch!
    Die Retterspitzwickel, die Miri nimmt, habe ich auch schon probiert und finde sie wohltuend

  • #157

    Ulrike (Freitag, 30 Juli 2021 12:23)

    Sorry! Ich bin auf die falsche Taste gekommen und der Beitrag wurde schon abgeschickt…
    Ich bin übrigens noch immer krankgeschrieben. Ich weiß gar nicht, wie ich einen Arbeitstag durchstehen sollte. Es hat mich sehr berührt, dass viele von Euch auch erfahren, dass Außenstehende meinen, das wäre doch alles nicht ausreichend für eine Krankschreibung.
    Seit kurzem habe ich einen neuen Hausarzt, da meine Hausärztin in den Ruhestand geht. Er fragte mich, was denn das Problem sei, weshalb ich nicht arbeiten könne. Darauf, dass ich nicht schlafen kann, weil ich nachts nur auf dem Rücken liegen kann und davon zusätzliche Schmerzen und schlimme Verspannungen habe, fragte er mich, ob er mich jetzt wegen Verspannungen krankschreiben solle. Ich habe ihm abends nach dem Gespräch eine Mail geschrieben, in der ich ihm meine Situation eingehend geschildert habe. Immerhin erhielt ich tags drauf einen sehr freundlichen Anruf, in dem er sich ausdrücklich bedankte und sehr bemüht war, das „Missverständnis“ aufzuklären. Seitdem habe ich den Eindruck, dass er mich verstanden hat und mich unterstützen möchte- auch mit Krankschreibung.
    Trotzdem habe ich große Sorgen, dass ich zu früh wieder arbeiten muss. Selbst für Ärzte scheint es schwer zu sein, zu ermessen, wie eingeschränkt man im täglichen Leben durch Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Schlafmangel ist.
    Im Moment könnte ich einen Tipp für Meditation angeht - allerdings nicht esoterisch, sondern einfach zum loslassen von Gedanken. (Vielleicht kennt jemand einen guten Kanal auf YouTube, denn als es mir noch gut ging, habe ich super gerne Yoga-Workouts mit Mady Morisson gemacht - vielleicht gibt es so etwas auch in Richtung Meditation)
    Ich danke Euch für die vielen guten Gedanken, liebe Grüße, Ulrike

  • #158

    Gundi (Freitag, 30 Juli 2021 23:11)

    Liebe Ulrike.. Ich nutze sehr gern die meditationen von Anika henkelmann..habe schon viel ausprobiert..und bin ganz begeistert davon..seit längerem meditiere ich bis zu 3x taegl6ch..es sind sehr angenehme aus Zeiten.. Ich mache es im liegen und kann dabei meist auch gut entspannen..Sie hat ein ziemliches Repertoire.. Ich suche mir immer das aus,wo mir gerade nach ist.
    Schön dass du dich jetzt bei deinen Ärzten gut aufgehoben fühlst.
    Ich habe heute auch retterspitz ausprobiert..werde mal beobachten.
    Bin im moment total froh dass ich seit einer Woche ohne Ibu auskomme..das kühlen tut mir gut.. und die Wärme für den nacken...Ich versuche in mich reinzuhorchrn..was ich gerade im moment brauche..seit 3 Tagen geh ich morgens 15 min mit meiner Flasche.. die hab ich am verletzten arm hängen..das tut mir gut.
    Auch habe ich mich mit Gelassenheit beschäftigt ..Auch das hat mir gut getan.
    Ja es ist schon traurig dass die aerzte und orthopäden zum Teil so unb3daeft sind mit dem Thema. Zum Glück hat meiner die Problematik sofort erkannt ..da auch seine Frau erkrankt war.Ausserd3m behandelt er mit einer speziellen Methode die bei mir leider n6cht angeschlagen hat.
    Am Sonntag wollen wir mit dem Womo los..Ich bin gespannt wie das klappt..im Juni sind wir wegen meiner Beschwerden zurück nach 1 Woche.. jetzt hab ich echt das Bedürfnis was anderes zu sehen.
    Ich wünsche dir ganz viel Gelassenheit Gundi

  • #159

    Gundi (Samstag, 31 Juli 2021 01:19)

    Bin Grad durch Zufall auf die sehr informativen Videos eines schulterspezialisten aus Saarlouis gestossen,Dr.holger gross..lohnt sich.

  • #160

    Ulrike (Montag, 02 August 2021 23:28)

    Liebe Gundi,
    vielen Dank für Deinen Tipp -ich freue mich auf jeden Fall darauf, es ausprobieren, wenn wir Sonntag wieder von unserem einwöchigen Besuch bei meiner Familie in Norddeutschland wiederkommen. Es wird mir bestimmt gut tun:)
    Du schreibst von einem verletzten Arm? Ist es die betroffene Seite?
    Übrigens kann ich mich auch seit einiger Zeit nicht bei meinem Mann ankuscheln, da sind irgendwie die Arme im Weg.
    Danke auch für den Videotipp!
    Ich wünsche Dir einen schönen und erholsamen Urlaub!
    Danke nochmal und liebe Grüße!
    Ulrike
    Anbei noch etwas, was sicher für alle bedenkenswert ist…
    Eine befreundete Ärztin sagte mir gestern, dass ich eigentlich gar nicht fahrtauglich sei, da ich im Notfall nicht richtig ins Lenkrad greifen könnte. Ich habe jetzt beschlossen, erst wieder zu fahren, wenn ich meine, auch in kritischen Situationen ausreichend zupacken zu können. Sie meinte, ich könnte rechtlich belangt werden bzw. schuldig sein im Falle eines Unfalls. Darauf war ich noch gar nicht gekommen.

  • #161

    Eva (Dienstag, 03 August 2021 07:16)

    Liebe Ulrike,
    bei mir war die linke Seite betroffen, da habe ich das Autofahren bereits als grenzwertig empfunden. Wenn der rechte Arm betroffen gewesen wäre, keine Chance autofahren zu können. Ich hätte keine Handbremse ziehen können.
    Liebe Grüße, Eva

  • #162

    Ulrike (Dienstag, 03 August 2021 13:36)

    Liebe Eva,
    da hast Du einfach recht. Hoffentlich dauert es nicht ganz so lange, ohne Auto sieht Vieles noch mehr anders aus, aber es nützt nichts:)

    Liebe Grüße, Ulrike

  • #163

    Michaela (Samstag, 07 August 2021 21:16)

    Hallo zusammen,
    auch ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen und fühle mich endlich verstanden. Habe auch verschiedene Ärzte, Physiotherapeuten und Schmerzmittel hinter mir und das Schlimmste - neben den Schmerzen - ist, dass jeder eine andere Meinung zur Behandlung der FS hat und man nur für sich selbst herausfinden kann, was geht und was nicht. Die Unsicherheit bleibt trotzdem, ob man auf dem richtigen Weg ist und das lese ich auch aus euren Beiträgen heraus.
    Ich bin seit Nov.2020 betroffen und als ich vor einem Monat das Gefühl hatte, das tiefste Tal sei durchschritten, fing die andere Schulter an zu schmerzen… Ich hätte nur heulen können, ok, hab ich auch…
    Um die Schmerzspitzen zu reduzieren, hilft mir CBD Öl und Axomera-Therapie. Das ist eine Akupunktur, in der die Nadeln unter Strom gesetzt werden. Ich glaube, das wurde noch nicht erwähnt und vielleicht hilft es jemandem.
    Ich hoffe, die 2. Schulter wird nicht so heftig wie die erste, das werden sonst nochmal harte Monate und ich hab keine Ahnung, wie ich mit 2 versteiften Schultern durch den Alltag kommen soll (bis jetzt schmerzt die 2. Schulter „nur“).
    Grüße an alle Betroffenen!

  • #164

    Eva Kristina (Sonntag, 08 August 2021)

    Hallo Zusammen,
    Danke für all eure Berichte, ich fühle Verbundenheit wenn ich all das lese. Ich hab leider auch beidseitig FS, dianostiziert im März 21 vom Ostheopaten später vom Orthopäden bestätigt. Ich kann vieles so gut nachvollziehen!! Meine Schmerzen haben sich langsam aufgebaut, auch ich hab zuerst registriert, dass meine Schlafposition am Arm nicht mehr möglich war. Danach hat es aber noch recht lange gedauert, bis die einschießenden Schmerzen so krass wurden, dass ich zum Arzt bin. Ich bin dankbar, dass die FS bei mir dann recht schnell diagnostiziert wurde und sowohl Osteopath als auch Orthopäde mir dringend angeraten haben, nicht "in den Schmerz" zu gehen sondern in der Schmerzphase unbedingt zu schonen (außer Pendelübungen). So hab ich mir sicher manches erspart, was ihr zusätzlich erlitten habt. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Steifheit auch schon recht ausgeprägt. Bei mir ist die linke Schulter der rechten immer "etwas voraus", d.h. rechts tobt sich der Schmerz gerade so richtig aus, aber links wird es -Gott sei Dank- langsam weniger. Zuerst konnte ich mit rechts noch die mangelnde Beweglichkeit links ausgleichen, jetzt ist rechts leider mindestens genauso versteift. Ich habe den Eindruck, dass sich links der Bewegungsradius hier und da geringfügig erweitert, das gibt Hoffnung!!
    Ich versuche, das Gute und den Fortschritt zu sehen und mich dem Schmerz nicht so hinzugeben, was mal besser und mal schlechter gelingt. Bisher nur 1 Woche AU (30 Std. Stelle und mein Mann erledigt quasi alles zuhause), die Ablenkung finde ich gut - allerdings ist meine Toleranzgrenze durch Schmerzen und Schlafmangel echt runtergesetzt und ich mache mehr aus dem Homeoffice... Die FS ist für mich so unkalkulierbar, das strengt mich an. Was gestern gut geholfen hat, verschafft heute keine Linderung etc. Auch ich fahr nur Kurzstrecke und nur wenn unbedingt nötig - dank Automatik im Einzelfall machbar.
    Ich wünsch euch allen Durchhaltevermögen, rasche Besserung und Barmherzigkeit mit euch selber.
    Liebe Grüße Eva Kristina

  • #165

    Eva (Montag, 09 August 2021 18:54)

    Liebe Michaela,
    Leider gelingt es mir nicht, in der Google-Gruppe zu schreiben, nun kontaktiere ich dich auf diesem Wege.
    Meine FS-Geschichte lief in etwa zur gleichen Zeit, wie die deinige ab. Wie geht es dir heute? Bist du sensibel geworden, was die 2. Schulter betrifft? Bei mir war - anders wie bei dir - zuerst die linke Seite betroffen. Seit etwa drei Wochen nehme ich Veränderungen im rechten Oberarm wahr. Rechts ist natürlich meine Arbeitshand und wird viel stärker beansprucht als die linke. Jedes Hobeln, Reiben, Putzen, Kreisen verursacht ein Zwicken und Ziehen im Oberarm. Als ich diese Symptome bei meinem linken Arm zum erstenmal wahrgenommen habe, ist es noch fast ein halbes Jahr gegangen, bis die Schmerzen so stark wurden, dass ich meinen Arzt aufgesucht habe. Ich habe mich nun dazu entschieden, prophylaktisch Entzündungshemmer einzunehmen. Ohne dem Wissen von heute, käme ich niemals auf den Gedanken, diese minimalen Wehwehchen medikamentös zu behandeln. Auch auf die Ernährung werde ich mehr Augenmerk legen. Vielleicht nützt es insofern, dass die akute Schmerzphase nicht so schlimm wie beim ersten Mal ausfällt. Bin mal gespannt. Zumindest weiß ich, was im schlimmsten Falle auf mich zukommen wird, wenn meine Diagnose die richtige ist. Unterkriegen lasse ich mich von der FS auf keinen Fall, das Zepter habe nach wie vor noch ich in der Hand - auch wenn es vielleicht bald nur mehr in der linken sein wird.
    Liebe Grüße an alle Betroffenen, Eva

  • #166

    Michaela Buck (Dienstag, 10 August 2021 12:56)

    Liebe Eva,
    interessant, dass Du von der erhöhten Sensibilität schreibst. Das habe ich auch bei mir bemerkt. Jedes "Zipperlein" in der bisher nicht betroffenen Schulter versetzt mich in einen auch körperlich spürbaren Alarmzustand und ich befürchte sofort, dass auch diese Schulter anfangen könnte.
    Herzliche Grüße!
    Michaela

  • #167

    Anna (Dienstag, 10 August 2021 13:32)

    Geht mir genau so!
    LG

  • #168

    Sabine (Mittwoch, 11 August 2021 10:56)

    Hallo zusammen,
    mir geht es leider ebenso. Im Februar hatte ich ich schon festgestellt, dass meine rechte Seite instabil wird. Die Schmerzen werden stärker, bis jetzt nutze ich die Voltaren Salbe und heute Nacht hatte ich zum ersten Mal ein Schmerzmittel eingenommen. Meinen rechten Arm kann ich nicht mehr ganz nach oben heben.
    Die basische Ernährung halte ich noch ein, ich hoffe es nützt was.
    Leider habe ich dadurch Probleme mein Gewicht zu halten.
    Liebe Grüße Sabine

  • #169

    Conny (Donnerstag, 12 August 2021 06:28)

    Hallo. Wie ich sehe bin ich mit meinen Problem nicht alleine. Seit Feber. frozen shoulder. Bin echt schon am verzweifeln,habe extreme Schmerzen und bin seh eingeschränkt, aber eure Einträge machen mir Hoffnung das es besser wird. Bin in der Gastronomie tätig und muss ehrlich sagen ich weiss nicht ob ich meinen Job verlieren werde und das macht mir sehr viel Sorgen. Ich wünsche euch allen eine baldige Besserung und natürlich viel Geduld. Ich habe bald keine mehr und bin echt schon beim überlegen ob ich mich operieren lassen soll. Liebe Grüße euch allen.

  • #170

    ANETT , auch unter #71 (Donnerstag, 12 August 2021 22:22)

    Ein kurzes Update von mir. Meine FS re. ist noch da, aber es gibt viele kleine Verbesserungen. Beim Autofahren habe ich die FS früher noch deutlich gespürt, beim Lenken im Parkhaus z.Bsp. Das ist inzwischen kein Problem mehr. Ich komme gut durch meinen Alltag, schlafe immer durch, bin schmerzfrei. Manchmal vergesse ich die FS sogar fast. In den letzten 10 Monaten habe ich nur ca. 3-4 Wochen Schmerzmittel genommen. Die Bewegung ist nach wie vor eingeschränkt. Nach vorn kann ich den rechten Arm etwa 90 Grad, seitwärts etwa 45Grad heben. Höher geht nichts. Die Linke Schulter ist bisher nicht betroffen.
    Beim Arzt war ich seit Frühjahr nicht mehr, wozu auch. Ich tue einfach das was geht und keine Schmerzen bereitet. Ich bin optimistisch und denke ich ein paar Wochen bin ich da hoffentlich durch.

  • #171

    Gundi (Donnerstag, 12 August 2021 22:23)

    Hallo zusammen.. will meinen Frust loswerden.. wir sind seit 10 Tagen mit dem Womo unterwegs..sibd viel zu fürs unterwegs gewesen..einige kurze Radtouren gingen auch..nachts kann ich einige Stunden schlafen..bevor es morgens wieder losgeht.habe ich mal ein gutes Gefuehl.. wird's am nächsten Tag wieder schlechter..schlimm finde ich wenn mir übel wird..denke dass hat auch was mit der Halswirbelsäule zu tun..bin auch oft sehr müde..mrine Energie ist verschwunden.. es wäre so schön wenn man wüsste was einem hilft.. so doktert man vor sich hin..was ich auch schrsckl7ch finde ist dass die Experten über die Hintergründe so unterschiedlich Meinung sind.. und dann die Frage.. wann hören die diesen Schmerzen endlich auf.
    Ich warte jetzt ab wie es morgen früh ist..ob wir noch einen Ort weiterfahren oder Richtung Heimat...denn zu Hause hat man doch mehr Möglichkeiten..
    Mein Mann macht so viel..wo ich auch dankbar für hin..aber es fällt mir oft schwer das auch zu akzeptieren.
    Mittlerweile ist such was Schreiber mit dem Stift schmerzhaft geworden..hier kann ich wenigstens mit links schreiben.
    Ich tue mich auch sehr schwer damit dass ich auf vieles was ich gern mache verzichten muss..und bewundere alle die noch arbeiten gegen..
    Passt alle gut auf euch auf..dsnke fürs zuhören..Gundi

  • #172

    Christine (Freitag, 13 August 2021 16:37)

    Hallo Ihr Lieben - ich hatte meine 1. Frozen Shoulder rechts 2010/2011 - nach langem hin und her wurde nach vier Monaten erst erkannt das ich eine Frozen Shoulder hatte - exakt der gleiche Verlauf wie du - liebe Michaela beschreibst - dann las ich das meistens nach ein paar Jahren die andere Schulter dran ist - tja und nun seit 5 Wochen bin ich in Phase 1 mit der linken Schulter - der einzige Vorteil jetzt - ich weiß was auf mich zukommt - habe diesmal Cortison verschrieben bekommen - :( bin zwar nicht begeistert- aber man probiert alles aus - in diesem Sinne wünsche ich euch - ein Schulterschmerzfreies Wochenende lgchristine

  • #173

    Toni (Dienstag, 17 August 2021 16:51)

    Hallo liebe Frozies,
    es ist sehr bewegend eure Geschichten zu lesen. So vieles, in dem ich meine Erfahrungen widergespiegelt sehe. Das tut gut. Ich denke, ich habe in vielen Momenten einfach auf die Zähne gebissen, Motto durchhalten, auch wenn die Schmerzen mir den Schlaf rauben, ich vor jeder Bewegung mit dem kranken Arm zurückschrecke. Dazu der permanente gesellschaftliche Ausnahmezustand, der mich sorgend und manchmal grollend zurücklässt. Jetzt kann ich einen Blick zurück zu werfen auf die letzten Monate und anerkennen: Nein, es ging mir nicht gut. Es ist okay, mir eine Pause zu nehmen, nicht alles zu schaffen und Angst zu haben, dass die Einschränkung zu groß wird, um den Alltag zu bewältigen. Und offenbar bin ich nicht allein.
    Erste stechende Schmerzen Anfang Januar 2021, bis April immer stärker und dann permanent, und bei einem Sturz einmal eine glatte 10 von 10 auf der Schmerzskala. Eine deutliche Linderung brachte erst ein Kortisonschema (Prednisolon) über drei Wochen, um die Entzündung rauszunehmen. Begleitend Physio begonnen. Da habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Muskelverspannungen lösen und Massagen waren sehr wohltuend, Bewegungen in dieser Phase eher kontraproduktiv. Einfrieren der Schulter und anhaltende Bewegungseinschränkung mit Schmerzauslösung bei falschen Bewegungen dann bis etwa Anfang Juli. Zwischendurch auch nochmal Kortisonspritzen, weil ich es mit den Dehnungsübungen übertrieben habe (alles sein lassen, was Schmerzen verursacht!). Was ich auch gemacht habe, waren drei Sitzungen Stoßwellentherapie. Ob diese etwas gebracht haben oder ob der Verlauf sich auch ohne verbessert hätte, kann ich nicht sagen. Jedenfalls taut die Schulter langsam auf und es wird täglich etwas besser, Stück für Stück. In dieser Phase kann ich schon intensiver die Beweglichkeit und Kraft trainieren, die Schmerzen sind fast ganz vorbei. Ich entdecke gerade das Schwimmen und Aquagym für mich, um die Schultermuskulatur zu stärken. Die sanften Bewegungen im Wasser sind m.E. ideal für uns. Vom einarmigen Schwimmen zum beidseitigen Kraulzug in nur sieben Wochen. Sieht noch nicht rund aus, aber hey!
    Was ich auch hilfreich finde: Meditation, sei es im Sitzen oder auf der Akupressurmatte. Geistig entspannen. Abstand nehmen. Selbstmitgefühl üben.
    Ich bin endlich wieder frohen Mutes, schwimme mich gesund und freue mich auf die Zeit, die vor mir liegt. Ich wünsche allen Betroffenen die nötige Geduld und bin mit dem Herzen bei euch.

  • #174

    Stefanie (Dienstag, 17 August 2021 19:27)

    Hallo liebe Toni, Dein Beitrag macht Mut - danke dafür.
    Bei mir begannen die Schmerzen zur selben Zeit, allerdings beidseitig.
    Seit Mai der Nachtschmerz, nun schon 3 Monate jede Nacht, zwischenzeitlich brennen die gesamte Arme auch tagsüber :-( und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Die Einsteifung geht auch voran.

    Ein Kontroll-MRT hat letzte Woche ( wir haben uns nur links angeschaut ) die FS deutlichst gezeigt, dazu eine ganz leichte Schleimbeutelentzündung. Beides war im April auf dem MRT nicht vorhanden.

    Viele Alltagsdinge und auch die Arbeit ( PC ) fallen zunehmend schwerer.

    Bei Dir ist die Entwicklung so schnell ( trotz des Sturzes und der übertriebenen Dehnübungen ) - toll ! und wow, Deine Schwimmerfolge sind großartig. Ich freue mich für Dich.

    Ich habe allerdings bis heute - außer zu Beginn 3 oder 4 x eine 400er IBU, Weihrauch, Arnika, Heiße 7 und CBD-Öl - nichts eingenommen. Seit letzter Woche versuche ich es mit Akupunktur.

    Allerdings habe ich auch die Prednisolon hier liegen, ich traue mich nur nicht wegen der möglichen Nebenwirkungen ;-( In welcher Dosierung hast Du sie eingenommen, gab es Nebenwirkungen ? Mir hat der Doc einen Stufenplan 30 Tage empfohlen, je 10 Tage 20, 15 und 10 g......
    Ich freue mich, von Dir zu lesen.

    LG an Euch alle. Stefanie

  • #175

    Claudia (Dienstag, 17 August 2021 19:54)

    Liebe Stefanie, meine Schulter ist ab Januar eingesteift. Schmerzen hatte ich schon länger. Bei mir taut auch absolut noch nichts auf, leider. Wenn ich mich zuviel bewege tut es wieder doller weh. Also bin ich stets sehr vorsichtig. Hatte gerade fünf Mal Akupunktur und leider das Gefühl, dass der Arm dadurch wieder mehr weh tat. Meine linke Schulter tut jetzt auch weh, aber ich hoffe und bete, dass es nur die zusätzliche Belastung ist. Wenn links auch so würde wie meine rechte Schulter, dann könnte ich mich nicht mehr alleine versorgen. Jetzt versorge ich auch noch meinen alten Vater. Ich hoffe Stefanie du kommst noch einiger Maßen klar. Ich wünsche Euch allen viel Geduld und Zuversicht und freue mich für diejenigen bei denen die Frozen Shoulder schon wieder auftaut. LG

  • #176

    Toni (Mittwoch, 18 August 2021 00:17)

    Hallo Stefanie,
    vielen Dank für deine Antwort. Ich hoffe, dass es dir bald besser geht und du wieder gut durch den Alltag kommst. Die Dauer scheint wirklich individuell sehr unterschiedlich, aber der Verlauf aus Schmerzphase, Einsteifung und Auftauen auch sehr typisch. Nach meiner Erfahrung muss die Therapie jeder dieser Phasen angepasst werden. Einer, der es m.E. gut erklärt ist Dr. Holger Groß https://www.youtube.com/watch?v=0YW7V_gmqKA
    Mein Einnahmeschema bei Kortisontabletten war über drei Wochen ausschleichend 20, 10, 5mg. Meine Schmerzen sind nach einer Woche deutlich zurückgegangen und ich hatte keinerlei Nebenwirkungen. Es war das einzige, was wirklich Linderung gebracht hat und mich nachts wieder hat schlafen lassen. Mein Arzt hat es vor der Kortisontherapie auch mit Schmerzmitteln versucht, hat gar nichts gebracht. Nachher habe ich an schlechten Tagen hin und wieder Ibu in 800er Dosierung genommen, darunter war völlig wirkungslos (Dosierungen müssen natürlich individuell ärztlich abgeklärt werden). Eigentlich bin ich bei Medikamenten auch vorsichtig, in der Leidenszeit aber auch pragmatisch geworden. LG

  • #177

    Gundi (Donnerstag, 19 August 2021 12:51)

    Hallo ihr Lieben,ich würde mich sehr freuen, wenn jemand von euch Lust hatte sich mit mir auszutauschen..vielleicht jemand der in einer ähnlichen Situation ist wie ich..seit Januar Schmerzen.. seit Mai Bewegungsrinschraenkunfen,sorry,das Tablet versteht nicht was ich schreiben möchte,seit Juni Diagnose, es ist ein auf und ab,Schmerzen sind mehr oder weniger da, vor allem morgens, ich denke ,wer in derselben Situation ist, kann vieles besser verstehen, man kann sich gegenseitig unterstützen und aufbauen, würde mich über Mails an Gundi.ververs@gmx.de freuen..wuensche euch allen einen guten Tag, Gundi

  • #178

    Sabine E. (Freitag, 20 August 2021 10:54)

    Hallo ihr Lieben, ich bin , zum Glück, auf eure Seite gestoßen und erkenne alle 1000% wieder. Ich bin also nicht allein.
    Auch ich habe FS seit März 2021. Rechts. Langsam scheint es aufzutauen, es knackt und knirschelt vermehrt und die Beweglichkeit kommt zurück. Ich war nur 4 Wochen krank geschrieben, ansonsten versuche ich durchzukommen.
    Meine Angst war von Beginn an: was, wenn die 2 Schulter auch noch kommt? Und jeder hat mich beruhigt: quatsch, das gibts doch gar nicht.
    Nun ist es scheinbar so, dass es mich erwischen soll. Die Schulter schmerzt und knackt, es reißt bei bestimmten Bewegungen an der Unterseite vom Oberarm bis in den Ellenbogen. Nun gut, das kann man leider nicht aufhalten oder ändern.
    Meine Frage an die, die es schon beidseitig haben: wie bewältigt ihr den Alltag, die Körperpflege? Wie duscht ihr? Wie wischt ihr euch den Hintern ab (sorry, aber das versetzt mich in Panik)? Wie esst ihr? Ich bekomme ja so schon die Gabel nicht zum Mund. Ich hab so ne Angst , ich weiß gar nicht, wohin mit mir.

    Liebe Grüße, wenig Schmerzen und alles Liebe für euch. Sabine

  • #179

    Claudia (Samstag, 21 August 2021 13:35)

    Hallo Sabine, ich kann deine Ängste verstehen und teilen. Bei zwei Schulter gleichzeitig wird man ziemlich hilflos sein. Aber deine rechte Schulter taut doch schon auf und das nach einem relativ kurzen Zeitraum. Vielleicht kann dann rechts schon wieder die Arbeit für links übernehmen. LG Claudia

  • #180

    Eva Kristina (Sonntag, 22 August 2021 08:47)

    Liebe Sabine,
    hmm, also das sind berechtigte Fragen...
    Bei mir waren beide Schultern auch ein paar Wochen zeitversetzt, sodass ich mit links schon weniger Schmerzen hatte, als die rechte Seite gerade "aufblühte". Insofern konnte ich immer etwas jonglieren. Bei vielen musste mein Mann zumindest zeitweise (und z.T. auch immer noch) helfen: Haare waschen und fönen, T-Shirt in die Hose stecken, T-Shirt ausziehen, Sachen oben aus dem Schrank holen, ...
    Ich bade eher als das ich dusche, das warme Wasser entspannt und tut mir gut. Mit Stilbürsten etc. kann man sich begrenzt helfen. Haare wasche ich kopfüber dem Rand der Badewanne (und ich hab sie kurz geschnitten, das erleichtert waschen und fönen). Po abwischen ging -Gott sei Dank- immer irgendwie noch alleine, feuchtes Toilettenpapier erleichtert es. Klamotten trage ich eher die, die etwas weiter sind, denn da komme ich leichter mit zurecht. Der Strohhalm hat sich fürs trinken sehr bewährt ;-).
    Im Supermarkt frag ich oft ob mir jemand bitte etwas aus den oberen Regale holt, bisher habe ich nur gute Erfahrungen gemacht.
    Alles in allem gehts besser als ich es mir vorgestellt hatte. Ich wünsche dir, dass du diese Erfahrung auch machst! Eine positive Grundhaltung zu behalten erscheint mir äußerst wichtig. LG Eva

  • #181

    Stefanie (Sonntag, 22 August 2021 11:18)

    Hallo liebe Sabine! Bei mir war es von Anfang an beidseitig und gleichmäßig, kein Arm ist in der ganzen Zeit seit Jahresbeginn besser oder schlechter als der andere, somit konnte ich mich langsam an die Situation gewöhnen und, wie auch Eva schreibt, wird man erfinderisch und muss sich oft Hilfe holen. Ich bin immer noch in der ersten Phase und weiß nicht, wohin der Zug fährt, wie viel schlimmer es noch wird. Haare machen ( Zopf, Hochstecken ) , der obere Schrank, T-Shirts über Kopf anziehen… Das geht alles schon eine Weile nicht mehr alleine, aber essen/trinken und die notwendigen Hygienedinge inklusive duschen ( Haare wasche ich über Kopf ) und WC gehen zum Glück noch.
    Ich habe mir Trägertops gekauft, die ich von unten anziehen kann als Unterwäsche. Ansonsten versuche ich luftige Sachen / Blusen, Strickjacken….zu tragen oder meinen Mann um Hilfe zu bitten, wenn ich nicht mehr allein rein und raus aus einem Kleidungsstück komme.
    Da er aber im 24 Stunden Dienst arbeitet und damit viele Tage nicht zu Hause ist, muss ich mir oft alleine helfen oder alles gut vorbereiten ( Geschirr auf die Arbeitsplatte stellen, früher aufstehen, damit er mir vor seinem Dienst die Haare machen oder helfen kann ….).
    Ich arbeite noch Vollzeit ( Büro, derzeit im Homoffice ) - die meisten Termine gehen inzwischen ja auch per Videokonferenz, aber ab und zu gibt es auch noch mal wichtige PräsenzTermine mit Kindern, wie das jetzt zukünftig weitergeht weiß ich nicht….
    Alles in allem bin ich nach wie vor dankbar für das, was noch geht. Und ich hoffe mir auch, meine Zuversicht zu bewahren. Irgendwann muss ja der Aufbauprozess dann auch beginnen. Ich hoffe, dass bei dir die Überschneidung so gut passt, dass du zu jederzeit gut zurecht kommst. Alles Liebe. Stefanie

  • #182

    Sabine E. (Sonntag, 22 August 2021 21:53)

    Liebe Eva, liebe Stefanie, vielen lieben Dank ihr habt mir wirklich weiter geholfen und ganz viel Mut gemacht. Vielleicht habe ich wirklich Glück und es zieht sich noch, bevor es so schlimm wird. Ich merke aber, im Gegensatz zur ersten Schulter, ich mache alles ganz vorsichtig und bedacht langsam. Und verreise den Arm nicht so oft in den unerträglichen Schmerz.(seit Monaten also gut geübt)
    Mein Mann ist relativ untalentiert im Haare machen, aber da muss ich wohl selbst was zaubern.
    Nun wechsel ich ab Oktober auch noch den Job, zum Glück ist mein neuer Chef ein Schatz, wir sind gute Freunde. Vorteil:ich brauche dann nicht mehr mit dem Auto ins Büro.
    Aber ganz ehrlich, wer sich FS ausgedacht hat, der hatte nix Gutes im Sinn....
    Vielen Dank und liebe Grüße, Sabine

  • #183

    Eva (nicht Kristina) (Montag, 23 August 2021 15:14)

    zu #165
    ... auf Anfrage bei meinem Physiotherapeuten habe ich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen je 1x Ibumetin 400 genommen und bereits am ersten Tag hat das von mir wahrgenommene Ziehen (während des Wanderns mit Stöcken) aufgehört und ist seither nicht mehr wiedergekommen. Auch hat mir mein Therapeut angeraten, auf der rechten Seite prophylaktisch Kraftübungen mit dem Theraband zu machen - eigentlich dieselben Kraftübungen, die ich nach der FS in der linken Schulter zum Aufbau der Muskeln gemacht habe. Durch Kräftigung der Arme und der gesamten Schulterpartie würden den Sehnen genügend Platz beibehalten gelassen und sämtliche Schultererkrankungen hätten weniger die Chance, überhaupt zustande zu kommen. Ich kann hier natürlich nicht alles wortwörtlich wiedergeben, was er mir gesagt hat - aber es hat durchaus Sinn ergeben.
    Das Problem meinerseits ist, dass ich überhaupt kein sportlicher Typ bin. Ich war sowas von froh, als die ganze Trainiererei nach der FS endlich vorüber war und jetzt sollte ich mich mit dem Gedanken anfreunden, durch Training eventuell vorzubeugen. Es muss ja nicht täglich sein, aber 2-3x in der Woche wäre doch gut.
    Werde eventuell weiter berichten, wenn sich in irgendeiner Weise etwas tut....
    Liebe Grüße an alle
    Eva (aber nicht Kristina sondern lustigerweise Eva Christine)

  • #184

    Eva (Christine) (Montag, 23 August 2021 16:02)

    .... ach ja, was mein Therapeut noch gesagt hat - wenn die Schmerzen eindeutig in Richtung FS zeigen, sofort mit sämtlichen Übungen aufhören!!! Wie schon in etlichen Beiträgen zuvor berichtet: keinesfalls in den Schmerz hinein arbeiten!!!!!

  • #185

    Betty (Montag, 23 August 2021 17:20)

    Nach einen Sehneneinriss in der linken Schulter im Sommer 2020 begann, mein Leidensweg. Im Herbst wurde nach MRT der Einriss und eine relativ große Kalkablagerung und dadurch eine dauerhafte Entzündung festgestellt. Ich versuchte mit Hausmittel (Essigkur), div. Salben und Dehnübungen und Schmerzmittel meine höllischen Schmerzen los zu werden. Im Jänner 2021 bekam ich 3 mal Stoßwelle, um den Kalk aufzulösen. Diese hämmernden Schläge gegen eine schmerzende Stelle waren alles andere als angenehm. Nach dieser Behandlung meinte mein Orthopäde, "Jetzt müsste der Schmerz und die Beweglichkeit doch deutlich besser sein?" Mit einigen Test stellte er die FS fest. Er meinte dazu "Da haben sie sich aber nicht gerade DAS BESTE ausgesucht!" Meine Physiotherpeutin machte erst nach der 1. Phase leichte Mobilisationsübungen, die ich zuhause wiederhole. Im Mai 2021 hatte ich 6 mal Akupunktur bei einer TCM Ärztin, seither kann ich fast in allen Lagen schlafen. Seit ich zum Schlafen 100mg TRITTICO retard nehme, sind mein Nächte wieder erholsamer. Morgens sind meine beiden Arme und Schultern aber so schwer wie Blei, im Bett mobilisiere ich mich von Kopf bis Fuß durch, dann fällt mir das Aufstehen leichter. Seit einer Woche kribbeln mein Unterarme und Hände fast ständig, oder kommt das von der HWS? Hat jemand von euch auch diese Erfahrungen gemacht?
    Ich bin 50 +, mehrfach belastet, wollte es immer Allen recht machen, was mir NIE gelingen wird. Versuche mich an die ERSTE STELLE im meinem Leben zu stellen, denn durch diese Krankheit wurde ich richtig eingebremst, auf meinen Schultern lag zuviel Last. Verbringe viel Zeit in der Natur, denn da fühle ich mich wohler und hab kaum Wechselbeschwerden. Mein Partner massiert mir regelmäßig den Rücken und zieht auch an meinen Kopf, was sehr angenehm ist.
    Liebe FS FREUNDE: Ich wünsche euch allen viel Geduld und Unterstützung von euren Familien und Freunden........BETTY

  • #186

    Marieluise (Dienstag, 24 August 2021 23:56)

    Hallo!
    Ich bin auf diese Seite aufmerksam geworden, als ich googelte, ob meine gegenwärtigen Beschwerden nicht etwa die DRITTE FS bedeuten könnten. Ja, das gibt es, dass man 2x je 2 Jahre seines Lebens so verdrängt, weil so schrecklich, dass man unsicher wird, es wieder zu erkennen. Die erste war eine Fehldiagnose mit OP und Reha und alles falsch zum falschen Zeitpunkt. Ein absolutes Drama. Rechts. Die zweite links direkt nach Ende der ersten erkannte ich sofort und wurde "normal" behandelt. Und richtig. Zu Beginn auch Fehldiagnose eines Unfallchirurgen. Danach zu einem der ach so wenigen richtigen Schulterspezialisten.
    Und bei Deiner Beschreibung komm ich ins Grübeln: auch ich habe keine dieser Ursachen, aber vor Kurzem äusserst merkwürdige Mhm ja elektrisierende Beschwerden so ungefähr Hals hinten und über den Körper ohne das richtig beschreiben zu können. Ganz fremd und merkwürdig. Und nun seit bestimmt mind. 2 Wochen durchgehend Armhebeschmerzen. Ich bilde mir ein, auch früher hätten sie nicht IN der Achsel begonnen, sondern aussen am Oberarm.
    Aber wahrhaben will ich es nicht. Es kann doch nicht sein, dass ich 6 Jahre Schulterschmerzen fürchterlicher Art habe.... je 2 vorher und jetzt.
    Gab es unter Euch auch anfangs "nur" aussen am Oberarm ein Ziehen?
    Liebe Grüsse und anteulnehmende Grüsse an alle derzeit Leidenden!

  • #187

    Betty (Mittwoch, 25 August 2021 00:42)

    Liebe MarieLuise,

    was du da schreibst ist ja furchtbar �... denn ich muss gestehen, dass einzige was mich „durchhalten“ lässt (außer keine wirkliche Wahl zu haben) ist, sind die Worte meines Arztes: „... in meiner Laufbahn habe ich noch niemanden erlebt, bei dem sich die Schultern nicht erholt haben, das ist jetzt ein schwacher Trost, aber vielleicht hilft es ein bisschen...“ ö und auch dieses Forum hier.

    Ich bin beidseitig betroffen und komme wirklich an meine Grenzen. Trotzdem versuche ich noch alles selbst zu machen und gehe auch weiterhin arbeiten (zu Hause hätte ich zu viel Zeit für Kopfkino).
    Dass es Dich evtl. jetzt ein 3tes mal trifft ist ja schrecklich. Ich hoffe für Dich, dass es nicht so ist.

    Ich versuche es jeden Tag auf’s Neue zu akzeptieren, in der Hoffnung, dass es irgendwann auch wieder vorbei sein wird. Denn im Vergleich gibt es viel schlimmere „Krankheiten“ und Schicksale, egal wie hart es an manchen Tagen ist.

    Dass Gefühl von Strom, könntest du bei einem Neurologen abklären lassen, ggf. hängt es zusätzlich mit der HWS zusammen oder direkt mit Nervenbahnen.

    Vielleicht hast Du nach 2x2 Jahren aber auch ein ausgeprägtes Schmerz-Gedächtnis (wie wenn man die Hand nicht von der Herdplatte nimmt). Hängt mit Adrenalin und Noradrenalin zusammen.

    Wie auch immer, ... hoffen wir das Beste! Dass es geht wie es kam, gefühlt über Nacht. Wie schön wäre es, aufzuwachen (auf der Seite, dem Bauch,... wie auch immer) und alles ist gut. Das wünsch ich uns von ganzem Herzen.
    —<-<-@

  • #188

    Nicole (Sonntag, 29 August 2021 21:14)

    Hallo Ihr Lieben,

    Es ist toll, dass es dieses Forum gibt und wir uns alle austauschen können.

    Meine frozen shoulder hat sich im Laufe des Jahres 2020 ab ca. APRIL links immer mehr eingesteift, was mir erst garnicht auffiel, da zuerst das vordere sternum des Brustkorbes sowie der obere Rücken zwischen den Schulterblättern einen starken Druck aufwies.

    Ausserdem hatte ich Probleme beim Einatmen.

    Ich habe also erstmal gedacht, ich hätte eine bws Blockade!

    Die Brustkorb und Atemproblematik besteht seit July 2019, inzwischen ist das Atmen etwas besser geworden.

    In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, ob jemand von Euch auch eine frozen shoulder hat, die bis in den Rücken bzw. Brustwirbelsäule ausstrahlt und die Atmung beeinträchtigt???? Für mich ein unbeschreiblich unangenehmes Gefühl!

    Nachdem die linke Schulter seit März 2020 immer steifer wurde, bekam ich im März 2021 starke Schmerzen mit allen Symptomen, die Ihr hier beschrieben habt....auch meine rechte Schulter tut weh, ist aber voll beweglich.

    Ich habe alle Kortisonbehandlungen und eine angebotene Narkosemobilisation beim Facharzt abgelehnt...da ich hoffe, dass sich das ganze von selbst wieder gibt, und mir eine Mobilisation in Narkose als sehr risikobehaftet erscheint.

    War 35 Jahre in Vollzeit als Flugbegleiter tätig, habe immer schwerste Gegenstände gehoben,gezogen und getragen...häufig nachts und unter Zeitdruck.

    Durch die frozen shoulder ist auch meine Nackenwirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen und mir war sehr oft schwindelig mit glaskörpertrübung.

    Eine leichte Verbesserung kann ich an der linken Schulter feststellen nach ca. 18 Behandlungen bei der Physiotherapie. Sie wird langsam beweglicher, nur mit dem BH Öffnen tue ich mich nach wie vor schwer.

    Es wäre super, falls mir jemand sagen könnte, ob es bei ihm oder ihr auch in den brustkorb/ Rücken zieht bzw die Atmung beeinträchtigt.

    Ich wünsche uns allen, dass wir bald wieder voll beweglich und schmerzfrei sind!

    Grüße von Nicole




  • #189

    Heike (Dienstag, 31 August 2021 12:42)

    Hallo in die Runde,
    Ich bin gestern über die Seite gestolpert und habe beim Lesen nur geweint…es hat so gut getan, dass ich nicht alleine bin. Nach Strahlentherapie, Physio und ständigen Arztbesuchen wurde meine linke Schulter immer schlimmer, bis gar nichts mehr ging. Mein Orthopäde schickte mich zum Chirurgen, der mich operierte: Entfernung Schleimbeutel, supradpinatus Sehne Glätten, lange Bizepsehne Verklebungen entfernen, Kapsel Release, Schulterdach begradigen und Arm mobilisieren-das volle Programm. Die OP war an 8.Juni. Trotz stetiger Physio ist die Bewglichkeit noch sehr eingeschränkt…Haare waschen Nogo, Anziehen nur mitSchmerzen. Zudem beginnt es auch mit der rechten Schulter. Laut MRT Schleimbeutel entzündet, Teilweise angerissene Sehne….Diagnose drohende Frozen Shoulder. Mein Nervenkostüm ist nicht mehr das beste. Eine OP möchte ich auf alle Fälle vermeiden und suche nach Alternativen. Kortison Spritzen, Lasertherapie und Physio habe ich durch bzw. gehe noch hin. So bin ich über Liebscher& Bracht gestoßen. Hat jemand von euch damit Erfahrung?

    Liebe Grüße und allen starke Nerven und Durchhaltevermögen.
    Heike

  • #190

    Michaela Buck (Dienstag, 31 August 2021 13:39)

    Liebe Heike,
    nach dem Lesen Deines Beitrags hatte sofort das Gefühl, antworten zu müssen. Wie ich ganz oben im Blogtext geschrieben habe, war ich selbst bei einer Liebscher&Bracht-Therapeutin. Da ich das aber in der Einfrierphase gemacht habe, hat es das ganze nur schlimmer gemacht und mich an mir selbst und an meinem Körper sehr zweifeln lassen.
    Ich erlaube mir, die Erfahrungen aller Leidgeprüften hier zusammenzufassen:
    Don't touch in der Einfrierphase.
    Alle bei Frau Dr. Suchmaschine genannten Übungen funktionieren erst, wenn es wieder auftaut.
    Dir alles, alles Gute!
    Herzliche Grüße, Michaela

  • #191

    Claudia (Mittwoch, 01 September 2021 09:55)

    Hallo ins Forum,
    was die Ärzte so mit den Patienten veranstalten, da ist man doch sprachlos! Mein Orthopäde hat mir auch nach zwei Monaten den Gang zum Chirurgen als Option aufgezeigt, da habe ich sofort abgelehnt. Ich habe meine frozen shoulder selber erkannt und er hat es dann bestätigt. Es ist schon eine große Geduld und Ausdauer nötig bis man wieder genesen ist. Auch bei mir kommen immer wieder Zweifel auf ob das jemals was wird. Habe letzte Woche aus einem Reflex heraus den Arm etwas hochgerissen und seit dem sind die Schmerzen wieder deutlich schlimmer bei Bewegung. VG

  • #192

    Betty (Mittwoch, 01 September 2021 15:39)

    Ihr Lieben

    Liebscher&Bracht Übungen haben bei mir alles nur verschlimmert, aus eigener Erfahrung (und nur davon kann ich sprechen) Finger (oder in dem Fall Schulter) weg davon.

    Ich bin jetzt bald ein Jahr beidseitig betroffen und was mir echt hilft ist Akzeptanz. Und am Leben teilhaben (so gut es geht).

    Wir werden jeden Tag daran erinnert (die Schmerzen und das eingeschränkt sein tun es). Es ist nie ganz weg, seit vielen Tagen, Wochen, Monaten... und vielleicht wird es noch lange so sein, ob wir wollen oder nicht.

    Ich weiß, dass es nicht nur uns sondern auch unsern Partnern und Kindern / Familien viel abverlangt. Denn ich kann sagen, ich bin sehr oft nicht ich selbst. Meine Laune ist oft im Keller, das Wort Schmerzen kann vermutlich schon niemand mehr hören, das Nervenkostüm ist dünn. Dadurch, dass es so lange dauert, ist es für alle komisch, wenn man nach Monaten immer noch das selbe hat.

    Auch Intimität wird auf eine Harte Probe gestellt, sind wir mal ehrlich.

    Was wir jedoch tun können, ist jeden Morgen aufzustehen, Atmen und in den Tag starten. Immer wieder auf Neue, bis es besser wird und hoffentlich irgendwann der Vergangenheit angehört.

    Und wenn das bei einer/m von Euch mal nicht klappen will, ist auch Weinen o.k., oder ins Kissen schreien.

    Fakt ist, DU bist nicht allein damit.

  • #193

    Anna (Mittwoch, 01 September 2021 17:54)

    Danke Betty, du sprichst mit aus dem Herzen!

    Ich darf noch anfügen, dass meine Erfahrungen mit Ärzten durchwegs positiv sind. Hausarzt, Orthopäde, Physiotherapeut, Masseuse....alle haben mich gleich zu Beginn auf was Langes vorbereitet, die Grenzen aufgezeigt und mich toll begleitet. Dafür bin ich sehr dankbar.
    Auch wenn es nicht meinem Naturell entsprach - ich musste bremsen, inne halten.
    Geduld haben ist schwierig, die Situation akzeptieren auch.
    Aber es geht! Wir können dadurch unsere Sichtweise aufs Leben ausbauen. Das erlebe ich als sehr wertvoll.

    Alles Gute euch allen, und liebe Grüsse, Anna

  • #194

    Gundi (Donnerstag, 02 September 2021 09:57)

    Ich bewundere euch echt...hab das Gefühl in einem Tiefpunkt zu sein..d.h.es kann jetzt nur nach oben gehen..wie schön..der Gedanke kam gerade spontan beim schreiben
    Der fehlende Schlaf, die permanenten Schmerzen,gegen die man kaum was machen kann,machen mich im Moment mürbe..
    Vor 2 Tagen hab ich bewusst gedacht.. jetzt akzeptierst du das, es wurde nur schlimmer, jetzt überlege ich , hast du das richtig gemacht..wsr es eher Toleranz,zu Akzeptanz gehört Wertschätzung, wie kann ich einen solchen Zustand wertschätzen..das fällt mir spontan sehr schwer..wie sind da eure Erfahrungen.
    Bisher habe ich immer die Energie gehabt, die schlechten Tage zu vergessen, weiter zu machen,aber wenn quasi immer wieder einen vor den Bug bekommt, ist das verdamme schwer....so das wollte mal raus
    ICH wünsche allen einen positiven angenehmen Tag, Gundi

  • #195

    Heike (Donnerstag, 02 September 2021 10:39)

    Guten Morgen,
    vielen Dank für euer Feedback bez. Liebscher&Bracht und die vielen anderen tollen Tipps. Die Kopf Hängematte werde ich auf alle Fälle ausprobieren und berichten. �
    Ich bin seit März krankgeschrieben und fühle mich auch ehrlich gesagt nicht in der Lage zu arbeiten. Ich könnte nicht amPC sitzen…Auch hier jetzt zu schreiben ist eigentlich Gift aber mir zu wichtig, um es zu lassen. Wie ist es denn bei euch?

    Liebe Grüße und einen guten Tag
    Heike



  • #196

    Martina (Donnerstag, 02 September 2021)

    Ihr Lieben,
    vielen Dank für dieses Forum!
    Auch ich (Mitte 40) bin seit Herbst letzten Jahres linksseitig mit einer FS geplagt. Die Schmerzen sind nun seit 4 Wochen etwas besser (vor allem nachts), aber ich frage mich, wann und wie macht sich die Auftauphase bemerkbar?
    Meine Bewegungseinschränkungen scheinen nicht ganz so schlimm wie bei vielen von euch (Arm nach oben oder hinten auf den Rücken geht aber auch nicht, zur Seite schon), kann da nach fast einem Jahr noch mehr kommen, oder ist das schlimmste ausgestanden?
    Ich mache gerade keine Übungen mehr, nur ab und zu Massage zur Lockerung.
    Wie bemerkt man also die Auftauphase und kann mit Mobilisation anfangen?
    Liebe Grüße
    Martina

  • #197

    Heike (Donnerstag, 02 September 2021 13:28)

    Liebe Ulrike#156,
    Ist dein neuer Orthopäde in Frankfurt?
    Könntest du mir bitte den Kontakt gerne auch den Link zur Website schicken. Ich werde zu meinem nicht mehr gehen .
    Liebe Grüße
    Heike

  • #198

    Anna (Donnerstag, 02 September 2021 14:38)

    @Martina
    Wann beginnt welche Phase...ist wohl sehr individuell....
    Meine Ruheschmerzen (auch nachts) liessen nach ca. 7 Monaten nach, kurze Zeit später war das Maximum der Versteifung erreicht. Seither tuts auch bei Erschütterung nicht mehr weh, und das Auftauen hat begonnen. Jetzt werden die Übungen wichtig, und sind anstrengend! Aber es geht ganz langsam vorwärts.
    Ich wünsche allen, dass dieser Moment bald kommt und die lange Durststrecke überwunden ist.
    LG, Anna

  • #199

    Martina (Donnerstag, 02 September 2021 21:30)

    @Anna lieben Dank für deine Antwort :) Du hast natürlich recht, dass ist total individuell. Aber kann mir jemand das Gefühl beschreiben? Oder wird dann einfach die Beweglichkeit wieder mehr in der Auftauphase?
    Herzliche Grüße

  • #200

    Martina (Donnerstag, 02 September 2021 21:53)

    Außerdem habe ich immer noch Bewegungsschmerzen. Nicht mehr so schlimm wie am Anfang, aber immer mal da. Muss der erst weg sein, um in die Auftauphase zu kommen?
    Sorry für die vielen Fragen ;)
    Liebe Grüße

  • #201

    Sabine E. (Freitag, 03 September 2021 09:41)

    Liebe Heike, ich war "nur" 5 Wochen krank geschrieben und quälte mich seit dem im Büro. Ich kann es mir leider finanziell nicht leisten, dafür leide ich wirklich jeden Tag. Hab versucht, mir meinen Arbeitsplatz so einzurichten, dass die Arm halbwegs schmerzfrei liegt, mache sehr viele Pausen, sonst ist es nicht zu ertragen.
    Schlafen geht nur halbsitzend, quasi wie im Liegestuhl.
    Das Auftauen ist bei jetzt langsam im Gange. Ich habe es so bemerkt, dass es wieder in der Schulter knackt(das kann es ja nur, wenn da drin was beweglich ist, denke ich).

    Ein schönes, relativ schmerzfreies Wochenende für euch.

  • #202

    Anna (Freitag, 03 September 2021 14:33)

    @Martina: Dass die Schulter am auftauen ist kann ich nicht direkt mit einem Gefühl verbinden. Ich konnte mich einfach plötzlich wieder selbstverständlicher bewegen, weil der Schmerz mehrheitlich weg war. Nicht mehr studieren wie sitze ich im Bus ohne dass mich jede Erschütterung peinigt....nicht mehr in Zeitlupe auf einen Stuhl sitzen damit es nicht „blitzt“ in der Schulter...etwa so wars...und dann ganz plötzlich merken, dass gewisse Bewegungen wieder besser gehen, Hose hochziehen, Türen öffnen wieder mit dem kranken Arm, Brot schneiden, etc. und natürlich das erfrischende Lüftchen in der Achselhöhle als der Arm nach so langer Zeit wieder vom Oberkörper weg konnte.

    Viel Kraft allen und LG, Anna

  • #203

    Nicole (Samstag, 04 September 2021 00:48)

    Hallo Ihr Lieben,

    Hat jemand von Euch die Erfahrung gemacht, dass die Frozen Shoulder bis in die Rippen/Brustkorb zieht und die Einatmung erschwert?

    Beste Grüße, Nicole

  • #204

    Dagmar (Samstag, 04 September 2021 10:41)

    Hallo Nicole,
    Ja, diese Schmerzen habe ich auch... es zieht links bis Mitte Brustkorb.

    Ich habe auch noch eine Frage... ich wurde vor 4 Wochen an der rechten Schulter operiert. Seitdem habe ich alle 1-2 Tage so starke dchmerzschübbe, dass ich in die Notaufnahme muss. Der Schmerz hält 1-2 Stunden an und ist auf höchstem Niveau... die anderen Stunden liegt der Schmerz bei 4-6... ich bin mittlerweile wirklich am Ende und nur noch am weinen... wann hören diese wahnsinnigen schmerzschübbe auf? Die Schulter ist steif... die Sehne wurde angenäht... es ist ein Wahnsinn, das durchzustehen... jeder Tag und man weiß nie, wann es losgeht... so traurig diese Situation...

    Eure Dagmar

  • #205

    Sabine (Samstag, 04 September 2021 13:05)

    Ja, das hatte ich auch.
    Aber schon sehr viel früher, bevor die FS bei mir ausgebrochen ist.
    Das hatte mich an meine
    Lungenrisse erinnert.
    Ich hatte dazu schon geschrieben, die FS hat sehr viele Seiten und nimmt den ganzen Körper ein.
    Tatsächlich hatte ich einen sehr guten Therapeuten , der mich mit Übungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt meiner körperlichen Einschränkungen wieder Fit gemacht hat.
    Die Dehnungsübungen sind sehr wichtig, waren aber manchmal auch anstrengend, es hat mich aber auch weitergebracht.
    Da Sehnen sich ja auch verkürzen können, Muskeln bauen sich auch sehr schnell ab, ist eine richtige Begleitung durch Physiotherapie sehr wichtig, ich bin sehr oft korrigiert worden, da ich diese Übungen nicht richtig ausgeführt hatte. Was auch sehr wichtig ist, sind die Lockerungsübungen , das musste ich wirklich lange trainieren, gehören zu meinen Alltag und sind überall und jederzeit möglich, nehmen nicht einmal zusätzliche Zeit in Anspruch. Am Ende hatte es sich für mich gelohnt.
    Jetzt befinde ich mich im Stadium des Muskelaufbaus. Dehnübungen usw. habe ich in meinen Alltag integriert.
    Viele Übungen machen aber erst Sinn, wenn die Entzündung aus der Schulter ist, da hatte mir das Cortison geholfen und ein Schmerzmittel.
    usw. . Nebenwirkungen hatte ich von den Medikamenten keine.
    Fass doch mal auf deine Schulter, wenn du eine gewisse Hitze spürst, könnte dir das kühlen helfen, aber bitte nur mit einem Läppchen kaltes Wasser, das zieht die Hitze raus.
    Bei mir ist es inzwischen 14 Monate her, seit Februar meine rechte Seite betroffen, aber noch nicht ausgebrochen, der Weg ist lang aber fast alles aus dem Forum konnte ich anwenden und hat geholfen .

    Für alle wünsche ich viel Zuversicht,
    Geduld , positive Gedanken...
    Die Tage werden wieder heller....
    Liebe Grüße Sabine

    Ich habe hier nur meine persönliche Erfahrung beschrieben

  • #206

    Dagmar (Samstag, 04 September 2021 14:17)

    Hallo,

    Danke für die Infos

    Hat auch jemand von euch sehr heftige Schmerzschübbe? Ich habe es fast jeden Tag und es hält immer 1-2 Stunden an... Tilidin 100 hilft auch nicht mehr... ich bin sehr verzweifelt...

    Danke für Infos.

    Eure Dagmar

  • #207

    Nicole (Samstag, 04 September 2021 21:28)

    Liebe Dagmar,

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du bald wieder schmerzfrei bist, nach Deiner Sehnenoperation.......so eine Schulterop ist ein Eingriff....der Körper hat seine eigene Intelligenz...und meines Erachtens startet er mit diesen Schmerzen sein Heilungsprogramm....genau wie auch Entzündungen eine Heilung einleiten.....

    Danke, für die Beantwortung meiner Frage bezüglich des Ausstrahlens der frozen shoulder in die entsprechende Brustkorbseite und den damit verbundenen Atembeschwerden.

    Bis jetzt habe ich von den Orthopäden nur komische Blicke geerntet, wenn ich das ansprach....dabei wette ich, dass es eine gängige Begleiterscheinung ist....

    Hoffe sehr, liebe Dagmar, dass es Dir bald besser geht,

    Gruß von Nicole

  • #208

    Nicole (Samstag, 04 September 2021 21:52)

    Liebe Sabine,

    Danke für Deine Antwort...mir geht immer mehr ein Licht auf...Du schreibst, dass Dich die Beschwerden lange bevor die eigentliche FS auftrat an Lungenrisse erinnert haben..

    Bei mir fing dieser Brustkorb Druckschmerz mit Atemnot bereits im Juli 2019 erstmals an...
    Da habe ich noch garnicht an eine frozen shoulder gedacht....

    Erst ab März 2020 kam die schleichende Einsteifung ...
    Und ab März 2021 hatte ich dann richtig dolle Schmerzen...und Einsteifung !!!

    Also wie ich bereits schrieb...
    Von den meisten Orthopäden kann man einfach nicht erwarten, dass sie da Zusammenhänge erkennen....

    Die FS ist ja durch die faszialen Strukturen und Sehnen mit dem Brustkorb verbunden und kann auch in diesen
    ausstrahlen und starke Beschwerden verursachen...

    Wünsche uns allen baldigst Schmerzfreiheit und einen schönen Sonntag.

    Gruß, Nicole

  • #209

    Betty (Samstag, 04 September 2021 23:19)

    Die auftretenden Schmerzen sind z.T. wie es scheint völlig unterschiedlich.

    Ich hatte lange Zeit ein Ziehen & Druck in/vor der Achsel und in der Brust (vor FS) und wurde von A nach B geschickt (Mammographie/Brustultraschall) etc.

    Die Schmerzen sind morgens am schlimmsten. Oder wenn ich mich verreiße... nach einer Mücke schlagen, hat mich kurzzeitig lahm gelegt.

    Bei meiner beidseitigen FS ist auch das Tragen einer Tasche nach kurzer Zeit sehr schmerzhaft oder schwerere Gegenstände nach vorne weggeben etc.

    @Gundi
    Ich hab nochmal über tolerieren / akzeptiert nachgedacht... und kann sagen: ich akzeptiere es tatsächlich.
    Das war eine Entscheidung und erstmal wurde es schlimmer (bzw. seit dem nicht besser).
    Ich habe aber auch kein Wunder erwartet.

    Aber ich frage nicht mehr nach dem warum... keine Sekunde des Tages. Und das finde ich entscheidend.

    Was die Wertschätzung angeht, kann ich sagen: sicher nicht! Aber mir fällt auf, dass mich die FS hindert, meinen Perfektionismus zu leben und das in fast jeder Hinsicht - das ist tatsächlich etwas Gutes an der ganzen Sache, denn ich bin mir sicher, ich hätte mir weiterhin alles abverlangt.

    Trotzdem werde ich dem Ganzen keine Träne nachweinen... ich bin froh wenn’s vorbei ist, bei uns allen.

  • #210

    Nicole (Sonntag, 05 September 2021 18:06)

    Das mit dem Perfektionismus kenne ich auch...und ich kann mir vorstellen, dass der Körper dann irgendwann die Bremse reinhaut..... in Form einer frozen shoulder.

    Wir Frauen sind heute so Multitasking....immer schön weitermachen...

    Mutti macht das schon....Kinder, Mann, Job evtl kranke Eltern....

    wobei man mit einem der genannten Dinge schon mehr als genug zu tun hätte..

    Und dann kommt die Frozen shoulder...Als letzter Ausweg sozusagen...
    Die mir sagt: Nicole, es reicht jetzt! !!! Danke endlich mal an DICH !!!

  • #211

    Betty (Dienstag, 07 September 2021 20:58)

    Liebe Michaela,

    Sie haben den Blogg im März 2020 erstellt, darf ich fragen, wie es Ihnen heute / in der Zwischenzeit geht?

    Viele Grüße

  • #212

    Cornelia (Mittwoch, 08 September 2021 08:39)

    #Anna "Und natürlich das erfrischende Lüftchen in der Achselhöhle als der Arm nach so langer Zeit wieder vom Oberkörper weg konnte"
    Liebe Anna, perfekt beschrieben, genauso ist es!
    Als ich das vor kurzem erlebt habe war ich unfassbar überwältigt von diesem Gefühl. Ich bin sehr dankbar. Und ich werde es ein 2. Mal erleben wenn der andere Arm sich auch vom Körper ablöst. Ich freue mich darauf!
    Weiterhin viel Durchhaltevermögen an alle mit Grüssen
    Cornelia

  • #213

    Michaela Buck (Mittwoch, 08 September 2021 10:22)

    Liebe Betty (#211),
    danke der Nachfrage - ich bin völlig wiederhergestellt :)
    Allen noch Betroffenen weiterhin alles Gute! Haltet durch - das wird wieder!!!

    Herzliche Grüße
    Michaela

  • #214

    Betty (Sonntag, 12 September 2021 10:48)

    Ihr Lieben,

    hat sich jemand von Euch operieren lassen oder wurde es Euch empfohlen? Jemand der die FS hinter sich hat... war aussitzen die beste Lösung?
    Ich möchte an nix dran, was von alleine weggeht, nur damit es vorbei ist.

    Danke Euch.
    Liebe Grüsse

  • #215

    Sabine (Montag, 13 September 2021 07:35)

    Mir wurde es nicht empfohlen, ganz im Gegenteil.
    Mir wurde ein Rezept ausgestellt,
    Geduld, Geduld,.... zu haben.
    LG und gute Besserung

  • #216

    Betty (Montag, 13 September 2021 12:05)

    Ihr Lieben
    Ich hatte Kontakt mit einer Frau die Kurse gibt (Körper/ Technik zur Schwerkraft) ich habe zum ersten Mal etwas fällig einleuchtendes erfahren... nicht unsere Schultern sind das Problem, sondern z.B. unsere Haltung im allgemeinen (arbeiten am PC, Knie-/Hüftproblem, etc.) die Schultern haben nur versucht uns aufzurichten und das über längere Zeit.

    Wen es interessiert, das Video findet Ihr auf Instagram, sucht nach nach „gravitytechnique“ (von Caz Hitchcock). Sie war heute 13.09. live und hat es abgespeichert. Leider ist es auf englisch. Wer keine ausreichenden Kenntnisse hat, sollte es sich unbedingt übersetzen lassen.

    Gutes Gelingen �

  • #217

    Nicole (Mittwoch, 15 September 2021 21:03)

    Guten Abend zusammen!

    Vom psychologischen Aspekt steht die Schulter für:

    Selbstwerteinbruch...

    wo kann ich nicht mehr genauso viel geben, wie früher....

    Weil ich einfach nicht mehr kann....

    Weil ich es vielleicht auch nicht mehr möchte...

    Meine Ressourcen erschöpft sind. .

    Der Körper hat eine eigene Intelligenz und nimmt sich JETZT eigenständig die Ruhe, die ihm solange verwehrt blieb!

    Last EXIT...

    Gruß, Nicole

  • #218

    Claudia (Freitag, 17 September 2021 14:53)

    Das können die Gründe für die frozen shoulder sein.
    Aber damit macht sie einem das alltägliche Leben doch nur noch schwerer. Man kann ja schließlich nicht alles für Monate stehen und liegen lassen.

  • #219

    Katia (Sonntag, 19 September 2021 15:31)

    Hallo wie weiss man in erlcher Phase man ist?

  • #220

    Anna (Montag, 20 September 2021 09:47)

    Hallo,

    Bin so froh all diese Erfahrungen hier gefunden zu haben.
    Das ist das erste mal, das ich JE in einem Forum schreibe.
    Viele eurer Nachrichten haben mir schon geholfen , bei einigen Sachen weiss ich mir immer noch nicht zu helfen.
    Meine Umstände sind etwas anders als bei euch.
    Ich bin 33 Jahre, vierfache Mutter, Alleinverdienerin mit ca. 50 Wochenstunden (selbstständig).
    Mein Mann ist Hausmann und unterstützt mich sehr.
    Aber die letzten 2 Jahre waren schwer.
    2019 hatte ich eine Meningitis (Neuroborreliose), und seit November 2020 Probleme mit der Schulter, die mich fast wahnsinnig gemacht haben. Ultraschall sagte immer Bursitis...
    Jetzt habe ich endlich MRT geschafft *nachdem ich zwischendrin noch eine gürtelrose hatte -HÖLLE*
    Gelenkkapselentzündung, Schüllselbein ist entzündet und der Rest diffus entzündet...
    Soll weiter Physio machen und kühlen...
    Rheuma wird vermutet...
    Aber Gelenkkapselentzündung ist doch Frozen shoulder oder nicht??
    Ich versuche gerade alles selbst zu ändern, da Hilfe von außen seitens Ärzte etc. kaum da ist...
    Versuche Job zu ändern -wieder ins Angestelltenverhältnis- Ernährung und Einstellung zu ändern....
    Da durch all das meine Angststörung wieder ausgebrochen ist und ich mich fast nichts mehr traue...
    Was auch das Portmonee sehr spürt....da ich kaum noch arbeiten kann
    :(
    Ihr seht....alles kommt zusammen und außer mein Mann, Familie und Freunde versteht das keiner...
    Vor allem keine Ärzte oder aber die Arbeitswelt....
    LG und danke für all eure Erfahrungen!!!!
    Anna

  • #221

    Nicole (Mittwoch, 22 September 2021 18:57)

    Anna,
    schaue Dir bitte die Videos von Dr. Holger Gross auf Youtube an.....ein Bombenarzt und Schulterspezialist.....er erklärt die Phasen und Therapien ganz genau...und auch was man nicht! .....machen sollte!
    Gruß Nicole

  • #222

    Anna (Mittwoch, 22 September 2021 19:13)

    Vielen Dank, das werde ich!:)

  • #223

    Claudia G. (Sonntag, 26 September 2021 03:57)

    Hallo zusammen,
    Ich bin in der ersten Phase mit meiner 2. FS.
    Die linke Seite war ca 1,5 Jahre betroffen. Ich hatte mehrere Kortison Injektionen, sämtliche Schmerzmittel und Physiotherapie. Nun ist seit einigen Wochen leider auch die rechte Schulter dran.
    Mein jetziger Orthopäde rät mir zu Hyaluronspritzen oder „hochenergetischer Induktionstherapie“
    Habt ihr davon mal etwas gehört, bzw. Erfahrungen damit gemacht?

  • #224

    Cornelia (Freitag, 01 Oktober 2021 15:26)

    Claudia G.
    Ich habe keine Erfahrung damit, lediglich mit Cortison. Eine informativere Antwort habe ich nicht für dich. Warst du nicht zufrieden mit der Behandlung der 1. FS? Oder erhoffst du dir eine schnellere Heilung durch andere Therapien?

    Cornelia

  • #225

    Claudia G. (Samstag, 02 Oktober 2021 01:59)

    Vielen Dank für deine Antwort Cornelia,
    Eigentlich war ich schon zufrieden mit der Behandlung meiner linken Schulter, ausser, dass es ziemlich langwierig war.
    Nun musste ich leider den Orthopäden wechseln. Dieser rät mir eben statt Kortison zu diesen Hyaluroninjektionen, da sie wohl effektiver seien. Allerdings ist so eine Spritze ins Gelenk ja schon ein kleiner Eingriff.
    Und ganz günstig sind sie mit 99,-€ pro Mal (3 x ist wohl üblich) ja auch nicht. Sie werden natürlich auch nicht von der KV bezahlt. Daher wollte ich mich mal nach euren Erfahrungen erkundigen.

  • #226

    Cornelia (Samstag, 02 Oktober 2021 11:32)

    Claudia G.
    Ja die FS ist eine längere Angelegenheit. Ich bin im 3. Jahr mit meiner beidseitigen FS. Die einen bekommen es gebündelt auf einmal und die anderen, so wie du, nacheinander. Ergibt dann zusammengefasst wahrscheinlich auch 3 Jahre.
    99£ mal 3 muss man sich leisten können. Allzuviele Möglichkeiten haben wir ja nicht und es ist schon traurig, dass die KV sich da wieder rauszieht.
    Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen und eine Gute Lösung für dich.
    Cornelia

  • #227

    Anna (Samstag, 02 Oktober 2021 12:25)

    Ich hätte auch nochmal ne Frage...
    Meine Schulter streift sich nun seit zwei Wochen ein.
    Trotzdem habe ich gerade nachts noch ziemlich schlimme Schmerzen...:(
    Hört das in der 2.Phase nicht irgendwann auf?
    Wann sind bei euch die Schmerzen besser geworden?

    LG

  • #228

    Anna (Samstag, 02 Oktober 2021 12:26)

    Steift sollte das heißen;)

  • #229

    Anna (Samstag, 02 Oktober 2021 14:22)

    @Anna: die Schmerzen liessen bei mir nach, kurz bevor das Maximum der Versteifung erreicht war.
    LG und viel Geduld

  • #230

    Anna (Samstag, 02 Oktober 2021 15:59)

    Ok, danke...
    Und fing dann danach schon gleich das "auftauen " an, oder blieb die Schulter dann erstmal ne zeitlang maximal versteift?

  • #231

    Anna (Samstag, 02 Oktober 2021 17:00)

    Ja, es blieb schon fast 2 Monate total versteift, bevor das Auftauen begann. Das war dann aber gut zu ertragen ohne die schlimmen Schmerzen.
    Jede Schulter ist anders...drum: guten Mut!!!! LG

  • #232

    Nicole (Samstag, 02 Oktober 2021 20:37)

    Hallo Anna,
    Meine frozen shoulder fing im Juli 2019 mit einer Art Druck Muskelzerrung oberhalb des Magens und Atemnotnot an.

    Ich hatte ab und an mal leichte Schulterschmerzen.

    Erst im Frühjahr 2020 spürte ich, dass besonders die linke Schulter immer unbeweglicher wurde, ich hatte auch Probleme beim Einatmen und habe diese immer noch.

    Ein rücklings auf den Boden legen mit ausgebreiteten Armen war nicht mehr möglich.

    Im März 2021 hatte ich dann erst die Entzündungsphase und konnte max. 3 bis 5 h schlafen in der Nacht. Wahnsinnige Schmerzen...

    Ab Ende Juli 2021 taut es jetzt auf, Schmerzen um 80 % reduziert, jedoch spinnt der Oberbauchmuskel immer noch...habe aber leider auch eine sehr große Oberweite.

    Ohne bh geht praktisch nichts mehr...nur seltsam, dass dies vor der frozen shoulder kein Problem war.!!!!

    Zieht es bei Euch auch Richtung Brustkorb/ Zwerchfell ???

    Liebe Grüße, Nicole

  • #233

    Betty (Sonntag, 03 Oktober 2021 00:03)

    Hi Nicole
    Diese Plage verläuft wohl bei jedem anders. Ich weiß aber wovon du sprichst. Ich hatte auch lange „Magenruck“ oder was ich dafür gehalten habe... und Schwierigkeiten richtig tief zu atmen. Mein Arzt hat mich auch zur Mammographie etc. geschickt. Bis endlich klar war, was es ist.

    Meine beiden Schultern sind nie völlig STEIF geworden, ich tu mir nur sehr schwer BH‘s, langsam Oberteile und Jacken anzuziehen - und beim Schlafen/Aufstehen natürlich. Die Schmerzen sind auch nach fast einem Jahr immer noch da, nicht 24/7, sondern vor allem nach dem Liegen oder wenn ich eine Bewegung mache, die ich besser lassen sollte, ... neulich bin ich an der Türklinke blöd im vorbei gehen hängen geblieben, Minuten lang Hölle!

    Irgendwie hatte ich Hoffnung, dass der Spuk bald vorbei ist. Ich lasse es jetzt einfach geschehen, das hilft echt sehr, auch für meine Grundstimmung. Und es wird vorbei gehen ~~<~<~@

    Wünsche allen weiterhin das Beste.

  • #234

    Anna (Sonntag, 03 Oktober 2021 12:10)

    Es ist es krass, wie unterschiedlich das doch manchmal ist...
    Und schlimm, das egal wie, man solange daran leidet:(.
    Das mit dem Druck im Brustbereich und im Rücken kenn ich auch , auch die Atemnot. Anfang des Jahres war ich deswegen sogar im KH, weil auch Troponin erhöht war, Verdacht Herzinfakt. Aber dann war "nichts".
    Aber es war einfach "nur " die Schulter, aber bis jemand bzw. ich DAS selbst gecheckt hatte...
    Offiziell mit mrt ist die Sache erst 7 Monate später diagnostiziert worden.
    Meine Physio sagt....das ist die Verspannung durch die dauerhafte Entzündung in der Schulter und die unbewussten Haltungsprobleme dadurch...und dann folgt ein verhärterer Atemmuskel und vola:Atemnot.
    Drücke euch allen die Daumen für eine schnelle Genesung!
    LG

    PS: hab auch sehr grosse Brüste, Größe G, drei KG pro Seite....wer weiss, vielleicht ist das mit ein Grund für diese frozen shoulder...
    Ich kann übrigens seit einem halben Jahr KEINEN BH mehr tragen....würde ich sofort keine Luft mehr bekommen...

  • #235

    Betty (Sonntag, 03 Oktober 2021 12:54)

    Hab 80b und auf beiden Seiten FS, daran kann man es vermutlich auch nicht festmachen.
    Definitiv aber an Stress und Belastungsspitzen (körperlich oder mental). Liebe Grüsse

  • #236

    Anna (Sonntag, 03 Oktober 2021 13:23)

    War nur eine Idee;)

    Der körperliche und der mentale Stress sind bestimmt Schuld. :(

  • #237

    Anne (Donnerstag, 07 Oktober 2021 09:07)

    Hallo,
    auch ich erkenne mich hier - leider- wieder. Ich denke schon, das Stress eine wichtige Rolle dabei spielt. Ehe ich die Diagnose erhalten habe, hatte ich davor psychischen Dauerstress…
    Befinde mich quasi noch ganz am Anfang… schmerzen und Versteifung seit Juli.
    Wie wird die Kortison Spritze von euch vertragen?

  • #238

    Nicole (Donnerstag, 07 Oktober 2021 16:00)

    Hallo Anne und an Alle anderen lieben Mitleidenden!

    Ja, auch ich hatte physischen UND psychischen Dauerstress seit 35 Jahren in meinem Job, in dem die letzten 15 Jahre nur noch auf Zeit gearbeitet wurde mit einem Mitarbeiter überwachendem System , Nachtschichten, unzumutbare Tagesschichten und Zeitverschiebungen. Dazu kamen Kummer und alte kranke Eltern, um die ich mich sorgte. Ich lag fast nur noch heulend in ausländischen Hotelbetten und musste für meine Firma in der Ruhezeit Tests und jährlich wiederkehrende Lizenzprüfungen machen, bei Nichtbestehen drohte Arbeitsverlust.

    Für mich ist die Frozen shoulder ein ganz klares Aufbäumen des Körpers gegen den Dauerstress. Gottseidank habe ich reagiert und habe dieser Firma den Rücken gekehrt.

  • #239

    Michaela K. (Sonntag, 10 Oktober 2021 13:16)

    @Claudia G. (233) : Meine Orthopädin hatte mir auch Induktionstherapie empfohlen, nachdem Stoßwelle die Sache noch verschlimmerte und ich Spritzen ins Gelenk (Gemisch aus Kortison und Hyaloron) abgelehnt hatte. Das Problem bei den Spritzen ist ja das Infektionssrisiko durch das Einspritzen direkt ins Gelenk. Ich habe dazu von verschiedenen Ärzten sehr widersprüchliche Infos bekommen, von „unbedingt machen“ bis zu „ macht man heute nicht mehr“. Ich habe dann nach Bauchgefühl entschieden und es gelassen. Dafür habe ich eine orale Kortisontherapie gemacht. Nach Absetzen waren die Schmerzen allerdings wieder da…
    Die Induktionstherapie macht letztlich das, was Physio, Akupunktur, Laser u.ä. auch erreichen soll: Die Stoffwechselprozesse in der Schulter anregen, damit die Selbstheilung zügiger vorangeht. Ich habe Ind.th. bis jetzt noch nicht ausprobiert, da ich mit axomera gute Erfolge verbuchen konnte (Akupunktur, Nadeln werden unter Strom gesetzt).
    Wäre aber meine nächste Option gewesen…, man klammert sich ja an jeden Strohhalm.
    @Anna: Ich war zwischenzeitlich auch am verzweifeln, da die Schulter versteift war und die Schmerzen unverändert stark waren. Irgendwann ließen die Schmerzen im Ruhezustand aber nach. Heißt aber auch, dass ich, sobald ich über meinen Minimal Bewegungsradius hinausgehe und das passiert unbewusst ja ständig, sehr wohl noch Schmerzen habe. Irgendwo hängen bleiben oder bei einem Stolpern reflexartig die Arme hochreißen, ist richtig übel… Auch noch nach 1 Jahr, leider.
    Aber ich kann wieder schlafen und das war für mich der erste Schritt nach vorn!
    Allen Geplagten gute Besserung!

  • #240

    Michaela K. (Sonntag, 10 Oktober 2021 13:17)

    Eintrag von Claudia war #223…

  • #241

    Ulrike P. (Freitag, 15 Oktober 2021 04:14)

    @ Heike (197) Hallo Heike, ich habe leider lange nicht mehr hier hineingeschaut und jetzt gesehen, dass Du nach dem Orthopäden gefragt hast. Ich bin jetzt bei Herrn Dr. Mehlmann im MVZ im Hünfelder Krankenhaus (bei Fulda) und kann ihn sehr empfehlen. Es gibt auch einen Artikel auf OsthessenNews über ihn.
    Leider geht es bei mir (ich habe zwei frozen shoulders) nicht voran. Ich habe seit 6 Wochen nur noch wenig Schmerzen, aber die Beweglichkeit nimmt kaum zu, obwohl ich Dehnungsübungen mache und weiterhin manuelle Therapie und ganz sanfte Physiotherapie bekomme.
    LG Ulrike

  • #242

    Johanna (Samstag, 16 Oktober 2021 09:17)

    Liebe Ulrike
    Wie lange hast Du die beidseitige FS schon. Hab meine (beidseitig) seit fast einem Jahr (Links zeitnah gefolgt von rechts). Eine Seite ist mobiler als die andere... (links die 1. ist immer schlimmer als rechts) hattest Du / hattet Ihr ... auch „Rückschläge“? Meine Schmerzen waren schon mal besser. Zzt. wieder extrem (nachts/morgens). Alles Gute an alle hier.

  • #243

    Evchen (Samstag, 16 Oktober 2021 20:21)

    Hallo, das könnte 1:1 meine Geschichte sein � leider stecke ich mittendrin. Aber es macht Mut zu lesen dass es ein Ende gibt � auch ich bin eigentlich sehr sportlich und beweglich, diese Einschränkung macht mich wahnsinnig. Vorallem da man so hilflos ist. Auch ich habe von Liebscher Bracht über Chiropratiker, Physiotherapie... Alles durch. Mache jetzt nachwievor brav jeden Tag Dehnübungen für die Kapsel, mein Mann unterstützt mich mit dieser Kopf und Hals Übung von hier�‍♀️ und im November startet erneut Physiotherapie. Leider kamen bei mir nach der schmerzfreien Phase wieder Schmerzen, vorallem nachts. Und das schlimme ist, es helfen keine Schmerzmittel (noch nicht mal die Kortisonspritze brachte Erleichterung �) naja ich bleib dran und hoffe dass es vll im nächsten Jahr wieder besser ist. Danke für den interessanten Blog Artikel!

  • #244

    Steffie (Montag, 18 Oktober 2021 17:25)

    Hallo Ihr Lieben.

    Hat jemand Erfahrung mit Matrix Regulations-Therapie ?
    Ich habe immer mal wieder davon gelesen, und hatte jetzt einen sehr interessanten Podcast und Blog von Dr. Susanne Marx gefunden, da wurde das auch noch mal angesprochen.
    Danke für Eure Rückmeldungen!

    Hier der Blog:
    https://www.das-wissen-vom-heilen.de/meine-frozen-shoulder-was-hat-mir-geholfen-was-nicht

    Hier der Podcast: bei Spotify und auf der Website : 99 Affen : ( Folge vom 23.2. ) „Meine Frozen shoulder“ Oder hier :
    https://www.das-wissen-vom-heilen.de/99Affen

    Im Podcast wird vor allen Dingen die psychosomatische Seite der Erkrankung beleuchtet.