Post Intensive Care Syndrome (PICS)

PICS (Post Intensive Care Syndrome) beschreibt eine Vielzahl von Symptomen, die nach einem lebensbedrohlichen Zustand wie Krankheit, Unfall oder Notfall auftreten. So gut wie immer gab es dabei einen Aufenthalt auf der Intensivstation ("Intensive Care").  Die Beschwerden können über Wochen und Monate anhalten, ohne dass sich eine wesentliche Besserung ergibt.

 

Die Symptome zeigen sich möglicherweise in den folgenden Bereichen:

  • Gefühle/Gedanken: Angst, Depression, Alpträume, Konzentrationsstörungen,
  • Körper: Abgeschlagenheit, körperliches Schwächegefühl, Schlafstörungen, Änderungen des Appetits
  • Handlungen: Schwierigkeiten, die täglichen Abgaben zu absolvieren

In einer Studie hat sich gezeigt, dass

  • 33% der Patienten an Beatmungsmaschinen
  • 50% aller Patienten mit schwerwiegender Infektion (Sepsis/Blutvergiftung)
  • bis zu 50% der Patienten, die mindestens eine Woche auf der Intensivstation sind

das Risiko haben, ein Post Intensive Care Syndrome zu entwickeln.

 

Weiterhin können auch Angehörige dieses Syndrom entwickeln, hier spricht man von PICS-F (Post Intensive Care Syndrome Familiy).

Welche Techniken können im Rahmen der Behandlung des Post Intensive Care-Syndroms zum Einsatz kommen?

  • bilaterale Verfahren (EMDR, Brainspotting®) zur Verarbeitung von belastenden Erinnerungen
  • bilaterale Verfahren (EMDR, Brainspotting®) zur Ressourcenstärkung
  • Comprehensive Resource Model®
  • neurogenes Zittern
  • Atemtechniken zur Stärkung des parasympatischen Nervensystems