Deep Brain Reorienting (DBR)

Deep Brain Reorienting, in deutsch in etwa "Tiefe Gehirn-Reorientierung" bezeichnet einen neuen Ansatz in der Behandlung von Trauma und traumatischer Dissoziation. Diese Methode wurde erst im März 2020 von Dr. Frank Corrigan, einem schottischen Neuropsychiater, gemeinsam mit seiner Kollegin Jessica Christie-Sands beim Journal "Medical Hypotheses" veröffentlicht. (Link zum Abstract hier: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0306987719309673). Ich hatte die Gelegenheit, an einem Training unter Supervision von Dr. Corrigan teilzunehmen.

 

DBR zielt darauf ab, Zugriff auf den Kern der traumatischen Erfahrung zu bekommen. Diese läuft im Hirnstamm ab, dem Teil des Gehirns, der im Moment von Gefahr oder Bindungsabbrüchen von Bezugspersonen aktiv wird. Durch behutsames Fokussieren auf Spannungszustände in Gesicht, Kopf und Hals und dem Wahrnehmen von verbundenen Emotionen wird der Hirnstamm in die Lage versetzt, abgespeicherte traumatische Erinnerungen zu verarbeiten und damit loszulassen.