Psychotherapie

Manchmal kommt im Leben der Punkt, an dem es alleine nicht weitergeht und von alleine nicht besser wird. Sie tun alles, was Sie auch früher an so einem Punkt schon getan haben, damit Sie sich wieder besser fühlen. Oder Sie wagen etwas Neues. Aber nichts davon hilft Ihnen wirklich weiter.

Es kann auch sein, dass Sie bestimmte Symptome zeigen, die auf eine ernst zu nehmende seelische Problematik hinweisen. Hierzu gehören zum Beispiel folgende Situationen:

  • Sie fühlen sich so niedergeschlagen, dass auch positive Ereignisse diese Stimmung nicht verändern können.
  • Sie fühlen sich interesse- und freudlos und kraftlos.
  • Sie sind so sehr gehobener, euphorischer Stimmung, dass Sie selbst oder andere sagen, dass es Ihnen so gar nicht entspricht.
  • Sie sind entweder ständig ängstlich, haben Angstanfälle oder fürchten sich vor bestimmten Dingen oder Situationen.
  • Sie müssen zwanghaft immer wieder bestimmte Rituate ausführen, da Sie sonst die innere Spannung nicht aushalten können.
  • Sie haben ständig Angst, ernsthaft oder totkrank zu sein, obwohl ein Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses mindestens einmal festgestellt hat, dass Ihnen körperlich nichts fehlt.
  • Sie haben ein extrem belastendes Ereignis erlebt und spüren, dass es Sie nicht los lässt, obwohl schon einige Zeit vergangen ist.

An diesen Stellen kann eine Psychotherapie hilfreich sein.


Mein Ansatz zur Psychotherapie

Für mich ist der so genannte kausale oder ätiologieorientierte Ansatz in der Psychotherapie wegweisend. Ich interessiere mich für die Ursache und die Bedingungen, unter denen die Problematik entstanden ist. Es geht mir nicht nur um die Symptome, die sich zeigen. Dies greift in meiner Sichtweise zu kurz. Die Symptome sind nicht das "Problem", sondern sie deuten auf das Problem hin.

 

Hier gilt es die klare Unterscheidung zu anderen Richtungen der Psychotherapie zu machen. Der verhaltenstherapeutische Ansatz verfolgt die aufrechterhaltenden Bedingungen einer Störung und versucht, diese zu ändern. Psychoanalytisch orientierte Ansätze konzentrieren sich auf unbewusste Konflikte und Psychodynamik und versuchen, diese zu lösen. Dieses hat aber nichts mit der Entstehung einer Störung zu tun.


Wichtige Zutat der gelingenden Psychotherapie

Zusätzlich zum verfolgten theoretischen Ansatz ist ein weiterer, wesentlicher Faktor notwendig:

Mein eigenes seelisches Erleben muss mir selbst als Therapeutin zugänglich sein. Hierzu zählen Gespür und Vorahnung sowie die Fähigkeit, diese intuitiven Erkenntnisse dosiert und sinnvoll im psychotherapeutischen Prozess einzusetzen. Ich rege an, begleite, spiegele oder biete Hypothesen zu einer möglichen Deutung an, indem ich in Resonanz gehe. Ich schwinge mit. Aber ich nehme nicht meine Wirklichkeit als Wirklichkeit des anderen.