
Funktionelle Belastungs- & Regulationsanalyse
Was ist eine funktionelle Belastungs- und Regulationsanalyse - und was ist es nicht?
Die funktionelle Belastungs- und Regulationsanalyse dient dazu, körperliche und neurobiologische Aspekte von Belastung besser zu verstehen und einzuordnen. Sie richtet sich an Menschen, die anhaltende Erschöpfung, innere Anspannung oder ein diffuses Belastungserleben wahrnehmen und dieses besser greifen wollen. Darüber hinaus kann sie auch für bestehende Klient:innen sinnvoll sein, die ihre Situation nicht nur punktuell, sondern im Verlauf betrachten möchten – etwa zu Beginn einer Zusammenarbeit, begleitend oder zum Abschluss. In diesem Rahmen ermöglicht die Analyse eine nachvollziehbare Vorher-/Nachher-Einordnung der autonomen Regulationslage.
Sie macht sichtbar,
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wie hoch die aktuelle Belastung ist,
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wie das autonome Nervensystem darauf reagiert
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und wie gut Regulationsfähigkeit grundsätzlich vorhanden ist.
Die Analyse ist keine Therapie, keine medizinische Diagnostik und kein Ersatz für Coaching oder Psychotherapie. Sie dient der Einordnung von Belastung und der aktuellen Regulationsfähigkeit des Nervensystems – insbesondere dann, wenn Symptome wie Erschöpfung oder innere Anspannung schwer greifbar sind.
Die funktionelle Belastungs- und Regulationsanalyse kann eigenständig gebucht werden. Sie kann ebenso als Einstieg oder Klärungsebene innerhalb einer gemeinsamen Arbeit eingesetzt werden. Wird sie zu Beginn eingesetzt, kann sie im Verlauf erneut durchgeführt werden, um Veränderungen in der autonomen Regulation einzuordnen.
Was mit der Analyse geklärt werden kann
Im Mittelpunkt steht keine Bewertung im Sinne von "gut" oder "schlecht", sondern das Verstehen von Zusammenhängen.
Geklärt werden kann unter anderem:
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wie ausgeprägt die aktuelle Belastung auf körperlicher Ebene ist,
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wie das autonome Nervensystem aktuell reagiert,
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ob Regulationsfähigkeit grundsätzlich vorhanden ist,
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und ob Entlastung spontan möglich oder bereits eingeschränkt ist.
Zusätzlich kann sichtbar werden,
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welche Ansätze aktuell eher passen
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und bei welchen Zurückhaltung sinnvoll ist.
Welche Ebenen einbezogen werden
Nervensystem und Regulation
Die Analyse berücksichtigt, wie das autonome Nervensystem auf Belastung und gezielte Entlastung reagiert. Grundlage ist eine VNS-Analyse, die vor Ort durchgeführt wird.
Laborgestützte Einordnung (im Aufbau)
Die laborgestützte Einordnung befindet sich derzeit im Aufbau und wird perspektivisch ergänzt. Sie dient der funktionellen Einordnung körperlicher Zusammenhänge (z. B. Stuhl-, Urin- oder Blutanalysen) und ist nicht als medizinische Diagnostik zu verstehen.
Ernährung, Mikronährstoffe und Lebensstil
Auf Basis meiner Qualifikation als Diplom-Oecotrophologin werden Zusammenhänge zwischen Belastung, Regulation, Versorgung und lebensstilbezogenen Faktoren berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem Aspekte wie Ernährung, Schlaf, Bewegung, Tagesstruktur und Erholungsphasen.
Der Fokus liegt auf funktioneller Einordnung und Zusammenhängen – nicht auf Therapie, Diätvorgaben oder normativen Lebensstil-Empfehlungen.
Was aus der Analyse entsteht
Das Ergebnis ist kein Maßnahmen- oder Behandlungsplan.
Stattdessen entsteht ein nachvollziehbares Bild der aktuellen Belastung und Regulationsfähigkeit, das unterschiedliche Ebenen miteinander in Beziehung setzt.
Daraus können sich – je nach eingesetzten Analysebausteinen – Hinweise ergeben, zum Beispiel:
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ob Atemübungen aktuell sinnvoll sind oder eher nicht,
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ob Regulationsunterstützung angezeigt ist oder Zurückhaltung hilfreicher erscheint,
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ob körperliche, lebensstilbezogene oder versorgungsrelevante Faktoren eine Rolle spielen könnten.
Welche Hinweise relevant sind, hängt vom jeweiligen Kontext und vom Umfang der Einordnung ab.
Verhältnis zu Coaching & Psychotherapie
Die funktionelle Belastungs- und Regulationsanalyse ist
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keine Voraussetzung für Coaching oder Psychotherapie
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und ersetzt diese nicht.
Sie kann
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dem Einstieg dienen,
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eine laufende Begleitung punktuell unterstützen, etwa um Veränderungen im Verlauf sichtbar zu machen oder Zwischenschritte einzuordnen
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oder zur abschließenden Einordnung genutzt werden.
Organisatorischer Rahmen
Die VNS-Analyse findet vor Ort statt.
Laborgestützte Einordnungen sind ortsunabhängig möglich.
Die Analyse erfolgt in einem eigenständigen Termin oder als Bestandteil einer Coaching - oder psycho-/traumatherapeutischen Einheit.
Weitere Schritte ergeben sich situativ.
